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Update: Lightroom Classic und CC von Adobe nur noch im Abo

Persönlich bin ich ein großer Fan von Abo´s, genauer gesagt von Zeitungsabos. Da ich zu einer Zeit meine Liebe zur Fotografie entdeckt habe, als in Computern noch Festplatten mit einer Kapazität von 20 MB (ja, richtig gelesen, MEGAByte) werkelten, waren Magazine das zuverlässigste Informationsmedium in Sachen Fotografie. So klangvolle Namen wie “Foto-Creativ” und “Foto Hobbylabor” mögen dem ein oder anderen Leser noch etwas sagen, es war die hohe Zeit der analogen Fotografie. Daher mag ich auch heute noch gedruckte Zeitschriften, gerne auch im Abo.

Dieses Vertriebsmodell der Verlage haben mittlerweile auch die Hersteller von Software für sich entdeckt. Für Unternehmen, im professionellen Einsatz ist das ganz sicher eine wirklich gute Lösung, der Bedarf kann flexibel angepasst werden und die Software ist durch regelmäßige Updates stets auf dem neusten, aktuellen Stand. Im privaten Bereich stellt sich die Sachlage etwas anders dar, denn hier handelt es sich meistens nur um einen “User” der vielleicht nicht immer die neuste Version der Software benötigt und der das ein oder andere Update durchaus überspringen kann, um die Kosten im Zaum zu halten. Ich oute mich gerne als jemand, der heute noch Lightroom 5 (LR5) als  Kaufversion auf dem Rechner installiert hat und LR5 hauptsächlich für die Entwicklung und den Druck des öfteren nutzt. Seit 2014 bin ich mit dieser Lösung absolut zufrieden.

Nun hat Adobe vor kurzem neue Produkte angekündigt und dabei die Einstellung der Kaufversion von Lightroom bekannt gegeben. Konkret bedeutet diese Entscheidung, dass das letzte Update für LR6 Ende 2017 erscheinen wird und die Software dann nicht mehr weiter gepflegt wird. Wer weiterhin LR wie gewohnt verwenden will und weiter Updates und Support erwartet (benötigt?), wird gezwungen sein auf LR Classic und damit in das Abo zu wechseln. Für professionelle Anwender, die auch Photoshop verwenden, ist der Schritt sicherlich kein Thema, wenn er nicht schon längst vollzogen ist. Für Amateure, wie ich einer bin, stellt sich die Sache dann doch etwas anders da, denn es wird teurer. Klar, LR mit PS bekommt man mit etwas Glück im Angebot schon für 10€ im Monat, das sind “nur” 120€ im Jahr. Mein LR5  konnte ich für günstige 110€ in 2014 erwerben, im Abo hätte ich bis zum heutigen Tage 3 Jahre und 6 Monate jeweils 10€ bezahlt, mindestens also 420€. Sicher, ich hätte Photoshop zur Verfügung gehabt und immer die neusten Versionen von LR, aber mein Workflow ist über die Jahre gut gelaufen und Photoshop habe ich niemals vermisst. Als Amateur hat mir die Kaufversion von LR lange Jahre ausgereicht und gute Dienste geleistet. Die neue Situation bedeutet für mich, dass ich mir überlegen muss, wie und womit ich meinen Workflow in Zukunft gestalten werden.

Bei meinen Überlegungen spielt dabei nicht allein der Kostenfaktor eine Rolle, sondern auch die Verlässlichkeit der Firma, der ich meine Fotos anvertraue. Einmal habe ich schon erlebt, dass eine gute Software eingestellt worden ist, Aperture von Apple. Das war für mich absolut unverständlich und ich war stocksauer auf Apple. Zum Glück gab es einen Weg die Fotos von Aperture in ein anderes Programm unproblematisch zu übernehmen, Fotos, auch von Apple. Wenigstens dieser Weg wurde ermöglicht und in meinen Augen war das auch das Mindeste was Apple liefern musste. Trotzdem war es ärgerlich und hat bei mir das Vertrauen in Apple erschüttert. Zu Gute halte ich den Jungs aus Cupertino allerdings, dass mein erstes digitales Foto, welches im Jahr 2003 in iPhoto importiert wurde, immer noch problemlos auffindbar, editierbar und lesbar ist, mit allen EXIF Daten von damals. Die iPhoto/Aperture- und nun Fotos-Datenbank hat alle Systemupdates, Rechnerwechsel und Abstürze schadlos überlebt. Das wiederum stärkt mein Vertrauen in Apple zumindest etwas.

Adobe wiederum folgt meiner Meinung nach Apple in Sachen Vertrauensverlust. Bei Einführung des Abo-Models versprach Adobe, dass die Kaufversion weiter existieren wird. Dieses Versprechen wurde jetzt mit der Begründung gebrochen, dass sowieso die Mehrheit der User die Abo-Version von LR bevorzugen. Ok, vom unternehmerischen Standpunkt ist die Einstellung der Kaufversion durchaus zu verstehen, und für mich ist es interessant zu wissen, dass ich nicht zur Mehrheit der Adobe Kunden gehöre. Halb so wild, denn ich kann ohne großen Aufwand wechseln, weil ich die Verwaltung meiner Bilder über Fotos laufen lasse. Ob LR in Zukunft dann noch für die Entwicklung und für den Druck vorhanden ist oder nicht, ist für mich persönlich nicht ganz so wichtig, weil es dazu Alternativen gibt, die sich seit dem neusten Update von Fotos problemlos einbinden lassen. Anders sähe es aus, wäre LR meine alleinige Fotoverwaltung. Ich glaube dann hätte ich einige Schwierigkeiten die Bilder anderweitig unterzubringen.

Fakt ist, Adobe zwingt mich in das Abo Modell, wenn ich LR weiterhin auf neustem Stand und mit den neusten Kameramodellen nutzen will. Keine Frage, ich mag LR, die Entwicklung gefällt mir gut und das Druck-Modul ist in meinen Augen das angenehmste auf dem Markt. Ich hatte auf eine weitere Kaufversion von Adobe gehofft und hätte diese auch erworben, ins Abo werde ich nicht wechseln. Ich möchte nicht lebenslang 10€ ( wie lange bleibt es bei dem Preis?) für die Verwaltung meiner Fotos auf meinem Rechner bezahlen. Und wer sagt mir denn, dass LR classic nicht irgendwann eingestellt wird oder einen Cloud Zwang erhält? Adobe? Ja, Adobe hat gesagt, das es keinen “Cloudzwang” geben wird, ganz bestimmt (wer Ironie findet…)!

Meine Datensicherung sieht demnächst wohl so aus, dass ich mich neben Crashs und anderen Risiken die Datenverluste nach sich ziehen können,  auch gegen innovative (wilde?) Ideen der (Software)Hersteller absichern werde. Denn auf ein Szenario habe ich gar keine Lust, dass alle meine privaten Fotos irgendwo in der Cloud landen und ich darauf keinen Einfluß mehr habe, wenn ich eine Software nutzen möchte. Hallo Apple, das wäre sogar ein Grund das System zu wechseln! Hallo Adobe, es war schön mit Dir & LR. Bye, bye! Es versteht sich von selbst, dass der Text meine ganz persönliche Meinung und Einschätzung als Amateurfotograf ist. Über die möglichen Alternativen zu LR werde ich hier in Zukunft sicher etwas zu berichten haben, denn es gibt auf dem Markt einige interessante Softwarelösungen für uns Amateurfotografen.

Neu: Olympus M.Zuiko Digital 1,2/45mm & 1,2/17mm vorgestellt

Weihnachten steht vor der Türe und das Weihnachtsgeld muss verplant werden. Pünktlich zum (Verkaufs-) Saisonhöhepunkt stellt Olympus zwei neue M.Zuiko PRO Objektive vor, das 1,2/45mm, Erscheinungstermin Anfang Dezember 2017 und das 1,2/17mm, Erscheinungstermin ab März 2017. Beide Objektive folgen laut Olympus im Design und der Ausstattung dem schon bekannten 1,2/25.  Leider auch im Preis, das 1,2/45mm kostet 1.299€, das 1,2/17mm liegt sogar bei 1.399€.  Olympus bietet damit ein komplettes Set Festbrennweiten,17(35KB), 25(50KB), 45(90KB) mit einer 1,2er Lichtstärke an und baut damit die PRO-Linie im mFT System weiter aus.

Die drei 1,2er Festbrennweiten

Wer das 1,2/25mm bereits kennt wird erwarten können, dass die beiden jetzt angekündigten Objektive in der optischen und mechanischen Qualität auf dem gleichen hohen Level gefertigt werden. Also wirklich (kleine?) Schmuckstücke, die Olympus auf dem Markt bringen wird. Anbei eine kleine Galerie der offiziellen Produktbilder. An der EM-1 wirken beide Objektive auf mich richtig stimmig, wie diese an einem kleineren Body, wie der PEN-F, aussehen, wird sich erst im Dezember, bzw. März prüfen lassen. Olympus Deutschland  hat leider dazu noch keine Bilder eingestellt.

Olympus baut das System aus und bringt richtig tolle Objektive. Allerdings sind die Preise meiner Meinung nach für den normalen Hobbyfotografen  gesalzen. Im professionellen Bereich mag das anders aussehen, für den durchschnittlichen Amateurfotografen stellen sich aber gerade ganz aktuell andere Frage. Ich möchte einfach auf die Olympus Aktion mit der PEN-F hinweisen, bei Kauf dieser wundervollen Kamera gibt es ein 1,8/25 kostenlos hinzu. Wähle ich nun die PEN-F mit dem 1,8/17mm (rund 1.399€) liege ich exakt mit dem Listenpreis des neu vorgestellten 1,2/17mm gleichauf UND! bekomme gerade noch das 1,8/25mm hinzu. Ich gestehe, ich bin Amateur und würde das PEN-F Set dem 1,2/17er vorziehen. Für mich ist es einfach eine Frage des Preises. Wäre mein Sparschwein besser gefüllt, würde ich meiner EM-1 ganz sicher die neuen Pro Objektive gönnen, keine Frage, aber ich glaube mich persönlich reizt die PEN-F Lösung mehr.

Absolut positiv ist  zu bewerten, dass Olympus User jetzt die Wahl in Sachen Festbrennweiten haben, entweder günstig und mit einer größten Blende von 1,8 oder lichtstarke 1,2er Optiken auf Top-Niveau, allerdings auch zu einem deutliche höheren Preis. Anderen Systemen fehlt diese Möglichkeit auszuwählen. Daher Daumen hoch von mir für die neuen Zuiko Pro Optiken und die komplettierte Reihe der 1,2er Festbrennweiten.

Die ersten Reviews und “Hands on” berichte sind auch schon im Netz verfügbar. Anbei ein paar Links dazu:

Ming Teins Bericht findet Ihr hier

TracieJeanPhoto hat das 1,2/45 in den Händen gehabt

hahn-photography konnte das 17er testen, tolle Bilder!

dpreview hatte natürlich auch schon beide Optiken in den “Fängen”

Auf youtube gibt es von Olympus je ein Video zum 17er & ein Video zum 45ziger

Steve Huff hat zwar noch keinen Test, ABER! ein Bild des 45ziger an der PEN-F

So, ich glaube das ist genug Stoff zum träumen. Eigentlich müsste man ja beides haben, die 1,8er Reihe, wenn es klein und leicht sein soll und die 1,2er Reihe, wenn es hart auf hart kommt und maximale Qualität gefordert ist.

Ich bin dann mal Lotto spielen… 😉

Rabatte: Filter von 84.5mm im Herbst Sale.

Vor 20 Jahren, im Zeitalter der analogen Fotografie, war ernsthafte Landschaftsfotografie ohne Filter undenkbar. Ob Pol-, Verlauf- oder ND-Filter, ggf. sogar Filter mit einem farblichen Verlauf, sie wurden gekauft und eingesetzt. Denn Film, gerade Diafilm, war darauf angewiesen richtig und vor allem ausgewogen belichtet zu werden. Nun, die Zeiten ändern sich, der Film ist vom Sensor abgelöst worden und die Vielzahl der Filter sind häufig durch die Möglichkeiten der nachträglichen Bildbearbeitung abgelöst worden. Sind Filter denn dadurch wirklich überflüssig geworden? Ich denke nicht.

Photoshop & Co. können tatsächlich vieles ersetzen, aber bisher bei weitem nicht alles. Polfilter, mit dem Effekt der Verminderung nicht metallischer Reflexe und der Steigerung der Farbsättigung sind, wenn überhaupt, nur zum Teil zu ersetzen. ND Filter (Neutral Dichte) mit der Eigenschaft der Verlängerung der Belichtungszeit und den damit einhergehenden Effekten, kann meines Erachtens kein einziges Bildbearbeitungsprogramme natürlich simulieren und auch die Verlaufsfilter sind nicht überflüssig, wobei hier die Meinungen weit auseinander gehen. Trotzdem halte ich Verlaufsfilter für ein “musst have”, wenn ich gerne Natur und Landschaften fotografiere.

User, die tief im Thema Bildbearbeitung stecken, werden mir jetzt wahrscheinlich die Vorteile der Filter in Lightroom und Photoshop erklären und es stimmt. Der Verlauf in den Softwareprogrammen ist besser steuerbar als mit einem Filter und auch variabel zu “stapeln”. Alle Parameter können angepasst werden, über Helligkeit, Kontrast etc., halt alles was die ursprüngliche Datei hergibt. Und hier liegt doch der Hase im Pfeffer, was gibt denn die Datei her? Egal wieviel Dynamikstufen mein Sensor schafft, mit Filter habe ich einfach noch etwas mehr Reserven, für das fertige Bild. Das ist eine Tatsache und auch nicht weg zu diskutieren.

Dazu kommt aber meiner Meinung nach noch ein ganz anderer Vorteil den Verlaufsfilter bieten: den Blick auf die Wirkung des Filters im Bild an Ort und Stelle. Gerade in Verbindung mit Systemkameras und deren EVF, in denen ich sofort die Veränderung sehe, finde ich Verlaufsfilter sehr hilfreich. Denn genau im Moment der Aufnahme bin ich in der Lage die Veränderungen abzuschätzen und ggf. noch zu verändern und nicht erst später am Computer. Für mich persönlich ist diese Arbeitsweise unverzichtbar, ich möchte bei der Aufnahme vor Ort, auf Location, sehen, was ich mit nach Hause nehme. So kann ich noch in die Aufnahme eingreifen, Werte verändern und das Bild, die Datei, schon weitgehend optimieren. Am Computer habe ich mir damit alle Möglichkeiten offen gehalten und mehr Reserven im Ausgangsmaterial, als ohne den Einsatz eines Filters.

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Für mich unverzichtbar, Verlaufsfilter

Kommen wir zu den Filtern selber. Gerade für ND und Verlaufsfilter ist die Farbneutralität ein wichtiges Kriterium. Ich selber kenne Cokin, Haida, Nisi und 84.5com. Die letzten drei Hersteller würde ich immer wieder kaufen, die einfachen Cokin Filter nicht mehr, da diese einen Farbstich produzieren können. Von 84.5com habe ich einen Reverse Verlaufsfilter und den auch recht oft im Einsatz. Die Filter sind aus Kunststoff, bieten aber trotzdem sehr gute optische Eigenschaften und eine gute Farbneutralität.

Im Herbst Angebot von 84.5com gibt es 35% im internationalen Shop auf das komplette Programm. Ein 100mmx150mm Verlaufsfilter kostet regulär 49,95€, mit Rabatt und Lieferung werden jetzt nur 37,97€ fällig, 2 Filter liegen bei nur 70,43€. Persönlich halte ich das für ein echtes Schnäppchen und kann nur empfehlen sich das Angebot genauer anzusehen. Infos hier auf Facebook inkl. dem Rabatt Code.  Bitte geht auf die internationale FB Seite, denn nur da ist das Angebot. Hier ein paar Bilder meines 84.5com Filters. Und hier geht es zum  Seite von 84.5com. Bestellen solltet Ihr auch über die .com Seite und nicht über .de. Nur da gilt der Gutschein und da es aus der EU kommt, gibt es keine Probleme.

 

Wie immer hat weder 84.5com noch irgendjemand anderes diesen Blogbeitrag gesponsert. Es ist meine persönliche Meinung.

Gratis: Aktuelle DxO Software zum Nulltarif

Vielen Amateurfotografen ist DxO in Sachen Software ein Begriff. Lange galten gerade die Korrekturmodule und die Rauschreduzierung als beste im Markt. Oft gab es in der Vergangenheit Angebote in der die Vorgängerversion kostenfrei zu beziehen war, diesmal aber hat es das Magazin “Fotohits” geschafft die aktuelle “Essential” Version gratis als Beigabe zum November Heft 11/17 zu erhalten. Konkret bedeutet das für Euch, wer 3,50€ in die (auch von den Themen her sehr lesenswerte) FotoHits investiert, bekommt die Software kostenlos dazu.

DxO läuft unter beiden Systemen, also Windows und Mac und ist ein ziemlich mächtiges Werkzeug, was die RAW Entwicklung angeht. Bis auf die neue Olympus OM-D EM10 Mk.III werden alle Kameras und sehr viele Objektive unterstützt und auf Wunsch automatisch korrigiert. Auch die Panasonic Lumix Modell sind komplett da, die neue GH5 ist natürlich, als Spitzenmodell, auch gelistet. Auf meinem 2015er iMac ist die Software schnell unterwegs und bereitet keine Probleme. Auch der Installations- und Registrierungsprozeß lief problemlos ab. Von daher kann ich nur empfehlen, sich das Heft zu sichern und die Software per Download zu installieren und auszuprobieren. Viel Spaß.

Für alle MacUser geht es hier noch etwas weiter, denn mit dem neuen Betriebssystem macOS High Sierra hat Apple die Fotos-App deutlich verbessert und erweitert. Unter anderem ist es jetzt problemlos möglich ein externes Bildbearbeitungsprogramme einzubinden. DxO bietet sich dafür geradezu an. Die fertig bearbeitete Datei kann nämlich auf Knopfdruck zurück an Fotos übergeben werden, siehe Bild.

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Für Apple User bedeutet das, ein System Update gepaart mit einem sehr guten Bildbearbeitungsprogramm gibt es unter dem Strich für 3,50€. Versucht es einfach und viel Spaß dabei.

 

Video Tip: Eine halbe Stunde mit Bruce Barnbaum bei fotoespresso

Samstag morgen, endlich ein Tag frei, ich gucke aus dem Fenster und es regnet “junge Hunde”. Nicht ein bißchen normal starker Regen, nein es “plästert” wie der Ureinwohner des Bergischen Land´s zu sagen pflegt. Selbst meine abgedichtete Olympus EM-1 wollte heute nicht raus und so musste ich mir einen anderen fotografischen Zeitvertreib suchen.  Was liegt da näher als etwas im Netz zu stöbern. Eine gute und empfehlenswerte Adresse sind die Jungs & Mädels von fotoespresso, da findet sich immer etwas.

Unvermeidbar, dass ich heute dort vorbeigeschaut habe und ein beeindruckendes Interview mit Bruce Barnbaum gesehen habe, was Steffen Körber während der Heidelberger Sommerschule richtig gut geführt hat. Ich möchte es nicht nur empfehlen, ich möchte es Euch wirklich sehr ans Herz legen, denn das was Barnbaum in diesem Interview sagt, hat mich schwer beeindruckt.  Zum Thema was man fotografieren soll, zum Thema schwarz/weiß Fotografie, seinen Werdegang. In meinen Augen ein richtig gelungenes Interview, ich habe jede Sekunde genossen. Es ist auf Englisch geführt worden, aber klar und gut zu verstehen. Nehmt Euch die Zeit und laßt Euch von diesem Mann, diesem Fotografen, neu für die Fotografie begeistern!

Hier geht es direkt zum Interview bei fotoespresso.

 

Bildqualität: Stunde der Wahrheit für das Kamlan 1.1/50mm

 

Selten hat ein Objektiv so viel Interesse geweckt, wie das Kamlan 1.1/50mm, kein Wunder bei den Werten, oder? Ein 1.1/50mm für 159€, das kann sich ja nun fast jeder leisten und es wäre doch zu schön, wenn da nun auch noch eine anständige Bildqualität herauskommen würde. Von den Werten vergleichbar ist das PanaLeica 1.2/42,5mm, bevor jetzt aber ein hysterischer Aufschrei durch die Reihen hallt, damit ist das Kamlan in keiner Weise vergleichbar, ausser von den Zahlen, der maximaler Blendenöffnung und (circa) der Brennweite. Preislich liegen Welten dazwischen und auch von der Bildqualität spielt das PanaLeica in einer ganz anderen Liga. Die Zielgruppe des Kamlan 1.1/50mm liegt woanders und geht ehr in Richtung Olympus 1,8/45, das preislich und auch von der Brennweite her dem 1.1er näher ist. Da ich das Olympus 1,8/45mm besitze, musste ich natürlich “Ziegelmauern” fotografieren, damit Ihr einen Eindruck von der Schärfeleistung der Optik bekommt. Naja, bei mir war es denn keine “Ziegelmauer”, sondern eine Teedose. Die ist auch viel schicker anzusehen finde ich. So schaute mein Versuchsaufbau dann im ganzen Bild aus, die Ausschnitte sind jeweils aus der Bildmitte. Die Randauflösung habe ich noch nicht getestet, da ich das recht schwer umzusetzen finde und mir ehrlich gesagt so eine tolle Tafel fehlt, worauf man dies gut und ehrlich erkennen kann.

Kamlan Übersicht

Schön zu sehen ist der Unterschied in der Brennweite der beiden Objektive und auch in der Auflösung des Hintergrunds.

Ok, Blende 1,1 ist weich und nicht sehr scharf, da spielt das Olympus das Kamlan mit verbundenen Augen an die Wand. Danach steigert sich das Kamlan, sichtbar und kommt spätestens ab Blende 4.0 ganz gut an das Oly ran. Aber das ist alles recht akademisch. Fakt ist, das Kamlan ist butterweich bei Blende 1.1. Schön zu sehen hier auf den Bilden, das Kamlan überstrahlt und hat einen geringen Kontrast bei Offenblende, definitiv nicht zu empfehlen damit Architektur aufzunehmen, jedenfalls nicht bei Blende 1.1.

Abschließend noch zwei weitere Bilder zum Thema, einmal ein “toller Strauch”, wobei ich Euch bitte hier primär auf den unscharfen Hintergrund zu achten, und nicht auf das Bild im allgemeinen, das ist schrecklich! Das zweite Bild solltet Ihr allerdings genauer anschauen, weil ich hier die Stärke des 1.1/50mm Kamlans sehe, Porträts bei Offenblende. Das Bild ist nicht nachgeschärft und nur leicht in der Farbwirkung angepasst, das kameranahe Auge ist scharf, das andere Auge geht schon in den Unschärfebereich. Aufgenommen mit Offenblende 1.1 und dafür wirklich konkurrenzfähig. Das Bokeh ist wirklich toll, fast “cremig” und der Schärfe-/Unschärfeverlauf harmonisch. Und genau hier liegt die Stärke des Kamlan, es produziert einen gewissen eigenen, fast dreidimensionalen Look, gerade bei Offenblende.

Vorläufiges Fazit zum Kamlan 1.1/50mm:

Ein sehr gut verarbeitetes, manuell zu fokussierendes Objektiv, was die Fotografie bei mir persönlich wieder etwas entschleunigt hat. Das manuelle Scharfstellen hat mir wider Erwarten viel Spaß gemacht und ist mir an der Olympus EM-1 Mk.I mit der Lupe ganz gut gelungen. Ab Blende 2.8 bis Blende 4.0 bringt die Optik recht gute Leistungen, bei maximaler Blende ist es weich, entwickelt dabei einen eigenen Look, den ich bei Porträts gut finde. Für alle, die ab und zu Porträts machen und schon immer eine richtig große Blende haben wollten, kann ich es empfehlen. Auch denjenigen, die Ihre Bilder ausdrucke, möchte ich es ans Herz legen, der Look bei Offenblende ist gut und es schmeichelt den porträtierten Personen. Probiert es aus, aber nehmt Euch die Zeit für das Objektiv, spielt mit der maximalen Blende von 1.1 und habt Spaß am gesamten Bild und nicht an der 100% Ansicht auf Pixelebene. Die 159€ kann man dafür mal riskieren.

Allen, die regelmäßig Porträts machen (müssen?) und/oder auf den AF angewiesen sind und Wert auf die Pixelebene bei 100% Ansicht legen, rate ich wirklich ab. Mit dem Kamlan werdet Ihr nicht glücklich, es ist halt manuell zu fokussieren und entsprechend langsam und in Sachen Schärfe ist das kleine Oly bei Offenblende besser. Ein Vergleich mit dem PanaLeica kann man sich sparen, die Abbildungsqualität liegt in einer ganz anderen Liga, der Preis in einem anderen Universum. Jeder würde das PanaLeica vorziehen, aber viele können (oder wollen) sich nur das Kamlan leisten, genau dafür ist es da.

Zum Abschluss noch schnell ein paar Vergleichsbilder in Sachen Größe des Objektivs. Zu sehen ist das Kamlan 1.1/50mm neben dem 1.8/45ziger Oly und meinem “Workhorse” dem Oly 2.8/12-40mm.

Für ein 1.1er Objektiv ist es wirklich klein und leicht. An der EM-1 macht es schon eine gute Figur und auch an den Olympus PEN´s sollte es gut ausschauen und nicht zu wuchtig wirken. Für 159€ ist das Kamlan 1.1/50 eine Versuchung der man durchaus mal nachgeben kann.

Eingetroffen: Das Kamlan 1,1/50mm von Sainsonic für mFT

Vor ein paar Tagen habe ich das Kamlan 1,1/50mm für mFT über Amazon bestellt und gehofft, dass die avisierte Lieferzeit, 23. bis 29. September, doch etwas kürzer ausfällt. Tja, was soll ich sagen. Es ist da! Sainsonic, der Hersteller des Kamlan 1,1/50mm, hat die Globalisierung für mich erlebbar gemacht. Geordert hatte ich das Objektiv am 03.09. gegen Abend, geliefert wurde es am 07.09. gegen 12.00h, ich war wirklich “platt”. Das Ding kommt immerhin aus China und das innerhalb von rund 60 Stunden! Wow! Irgendwie toll, aber irgendwie macht das auch nachdenklich, die Welt ist tatsächlich ein Dorf.

Erhalten habe ich einen gut verpackten Karton in dem das Objektiv mindestens eben so gut aufgehoben war. Eingebettet in zwei Schaumstoffblöcke war es perfekt gegen die äußeren Einflüsse der langen Reise geschützt. Der Lieferumfang ist erfreulich komplett, Gegenlichtblende, Objektiv Front- und Rückdeckel in stabiler Ausführung und ein Mikrofasertuch samt chinesischer Bedienungsanleitung liegen bei. Das Objektiv selber ist auf den ersten Blick angenehm klein für ein 1,1er, macht aber einen hochwertigen Eindruck. Die Verarbeitung ist überraschend gut, der Fokusring läuft seidenweich und gleichmäßig mit der richtigen Dämpfung zum manuellen Scharfstellen, der Blendenring ist straffer ausgeführt, was aber dem unabsichtlichen Verstellen der Blende in der Tasche oder im Einsatz entgegen wirkt. Insofern sinnvoll, wobei ich es persönlich gerne einen Tick leichtgängiger hätte. Aber das ist tatsächlich “Meckern auf hohem Niveau” und sollte niemandem abhalten, das Objektiv auszuprobieren. Tatsächlich macht das kleine Objektiv beim fotografieren einfach Spaß, es vermittelt “good Vibrations” und es ist mal wieder etwas ganz anderes, manuell zu fokussieren.

Kommen wir zum Thema Bildqualität. Nach meinen ersten Aufnahmen ist das so eine Sache. Der erster Eindruck ist, dass die Optik im Zentrum scharf abbildet aber zum Rand hin abfällt. DAs Objektiv ist nicht so kontrastreich wie das 45mm Olympus, und erst bei Blende 4,0 in der Schärfe auf Augenhöhe mit dem 45ziger. Das Bokeh des Kamlan 1,1/50mm ist allerdings dem des Oly überlegen und zwar bei jeder Blende. Ob das nun an den 5mm mehr Brennweite liegt oder woran auch immer, ich weiß es nicht. Es sind meine (vorläufigen) Beobachtungen und ich werde dazu in den nächsten Tagen, neben normalen Aufnahmen, noch ein paar Vergleichsbilder nachliefern. Ok, man könnte jetzt sagen: “War ja klar, dass es nicht gut sein kann, wenn der Rest stimmt”. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Ein Bild wirkt schließlich nicht auf Pixelebene sondern in seiner Gesamtheit und da liefert das Kamlan 1,1/50mm ab. Auch wenn die Formulierung abgedroschen klingt, der China-Import hat “Charakter”. Der Schärfe/Unschärfe Verlauf gefällt mir persönlich exorbitant gut bei den Blenden 1,1 bis 2,8. Klar ist es ganz offen etwas weich, aber das paßt. Dieser Effekt fügt sich einfach gut in den Bild-Look ein. Das Bokeh tut das Übrige dazu und zaubert den Hintergrund zu einem zarten Schmelz, das “Langnese” glatt neidisch werden könnte. Kurz, wem es auf Pixelschärfe ankommt, der wird nicht ganz glücklich werden mit dem Kamlan 1,1/50mm. Derjenige, der auf den Gesamteindruck eines Fotos Wert legt, bekommt ein Objektiv, das durchaus sehr positiv überraschen kann.

Kommen wir zum Preis. Die 159,99€ inkl. Versand aus China sind richtig, richtig günstig für das, was da an Gegenwert geliefert wird. Eine Alternative fällt mir nicht ein. Das PanaLeica 1,2/42,5mm ist zwar von den Werten her vergleichbar, aber preislich liegen Welten dazwischen und auch optisch ist es überlegen. Das Olympus 1,8/45mm hat AF, ist schärfer bis Blende 4,0, etwas kontrastreicher, aber auch ehr analytisch und irgendwie steril im Vergleich zum Kamlan 1,1/50mm. Ach ja und es ist rund 1,5 Blenden lichtschwächer. Wer gerne ab und zu Porträts macht, den Look eines Bildes mit Offenblende mag und auch vor manuellen fokussieren nicht zurückschreckt, dem möchte ich den kleinen “Chinakracher”, das Kamlan 1,1/50mm, ans Herz legen. Es macht großen Spaß damit zu fotografieren. Hier unten sind 5 Beispielbilder, leider nicht in Orginalgröße. Wer die Originale möchte, dem sende ich sie gerne per Mail zu.

Das ist soweit mein persönlicher, erster Eindruck, etwas ausführlicheres Bildmaterial wird die Tage noch folgen. Übrigens habe ich das Gefühl, dass das Kamlan einen Hauch lichtstärker ist, als das Oly, so vom Gefühl her eine knappe 1/3 Blende. Ich hoffe dass ich dazu dann auch etwas sagen kann. Also, stay tuned!

Ach ja, das Übliche. Weder Sainsonic, noch Amazon haben mich mit irgendwelchen Zuwendungen bedacht. Ich hätte aber nichts dagegen, wenn Sainsonic mir noch das Fish-Eye zum testen schicken würden. Kann wer chinesisch? 😉

 

 

Gratis: Zur PEN-F ein 1,8/25ziger dazu

E-Mail Newsletter gibt es im Überfluss. Meistens wissen wir ja eh nicht, warum, wieso und woher die uns kennen und uns etwas zuschicken. Aber es gibt auch die Newsletter, die interessant sind und die wir selber angefordert haben. Und manchmal bekommen wir dann eine Aktion mit, die sich wirklich lohnt. Im Moment hat Foto Koch in Düsseldorf eine Aktion im Programm, die für den ein oder anderen vielleicht interessant ist.

Angeboten wird die Pen-F im Set mit dem 1,8/25 zum Preis von 999€, die Aktion läuft bei Foto Koch bis zum 30.11.2017. Der reguläre und im Moment auch günstigste Preis für den Body der PEN-F, ohne Kit Objektiv, beträgt genau 999€, das 1,8/25 gibt es demnach quasi als Zugabe kostenlos oben drauf. Wer schon immer mit der PEN-F geliebäugelt hat, der sollte jetzt zuschlagen… oder vielleicht doch bis zum 01.11. warten? Denn erfahrungsgemäß beginnt um dieses Datum die alljährliche CashBack Aktion für das Weihnachtsgeschäft bei Olympus und vielleicht ist dieses Jahr die PEN-F mit dabei. Das wäre dann ein doppeltes Schnäppchen, allerdings mit noch 2 Monaten Wartezeit und der Ungewissheit, ob die PEN-F wirklich mit dabei ist. Schwierige Sache…, oder?

Persönlich finde ich das Angebot von Foto Koch sehr interessant und da ich beim Festival Horizonte Zingst die Gelegenheit hatte, die PEN-F für einen Tag zu testen, komme ich wirklich ins grübeln. Wer mich kennt, weiß, dass ich ehr der “DSLR/DSLM plus Zoom” Typ bin, ABER, die PEN-F mit dem 1,8/17 und dem SW/Modus hat mich wirklich begeistert. Die SW Umsetzung und die Bilddateien die die JPEG-Engine daraus produziert, finde ich sehr gut. Dazu hatte ich erstmals die Gelegenheit das 17er zu testen und auch dieses Objektiv hat mir sehr gut gefallen. Das ganze Paket wiegt dabei nicht viel und ist recht kompakt gegen meine EM-1 mit dem 12-40. Der Sucher ist für mich als Brillenträger groß genug, das “Creativ Dial” fand ich wirklich nützlich und auch die restliche Handhabung hat mir gut gepaßt, bloß der Schwenkmonitor, mit dem müsste ich mich noch anfreunden. Für Selfies toll, für Street ehr störend.

Fazit, bist zum 30.11.2017 ist die PEN-F eine noch größere Versuchung als bisher. Optisch schon extrem gut gelungen, kommt die Kamera jetzt in einem sehr gutem Angebot mit 25ziger. Wäre es das 17er, würde ich sofort zuschlagen. So muss ich noch ein bisschen überlegen, ob ich meinen Zooms untreu werde.

ID: 22751
Schon ein Schönheit, die PEN-F

Übrigens ist der Artikel ein reiner Hinweis, um auf ein günstiges Angebot hinzuweisen. Ich bekomme weder von Olympus noch von Foto Koch irgendeine Vergünstigung oder Ähnliches.

UUPS: Details der neuen OM-D EM-10 geleakt. Und das auf deutsch!

Die Spatzen pfeifen es ja schon länger von den Dächern, ein Nachfolger der EM-10 II steht vor der Türe. Die Olympus OM-D EM 10 III. Details waren in Grundzügen bekannt, aber bei weitem nicht alles. Nun, Foto Mundus hat heute hier einen kompletten Presstext online gestellt, der so ziemlich alles verraten hat. Also, wer neugierig ist und nachschauen will, hier könnt Ihr alles nachlesen (ich hoffe die Seite wird nicht offline geschaltet).

Im Test: Der Sommer 2017!

Es ist Wochenende und ich habe Zeit und Gelegenheit wieder etwas zu testen, heute den Sommer 2017! Ergebnis: Naja… irgendwie typisch deutsch, erst zu warm und dann zu naß. Aber Spaß beiseite. Was machen wir fotobegeisterten Amateure denn, wenn ein Wochenende ansteht und das Wetter draußen so aussieht:

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Das schaut so gar nicht einladend zum rausgehen und fotografieren aus. Trotzdem solltet Ihr gerade das mal versuchen. Schönwetter Fotografie kann doch jeder. Immerhin, Nebel und  tiefhängende Wolken sorgen im Wald für interessante Motive und mystische Lichtstimmungen. Die Nässe intensiviert Farben und bringt für die Makro-Fans sogar klasse Tropfen auf die Gräser und Blumen. So schlecht sieht das doch gar nicht aus, oder?

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Und da einige mFT Modell samt Objektiven abgedichtet sind, ist das Wetter zumindest für unsere Ausrüstung gar nicht so tragisch. Also, auch wenn es regnet, Jacke an, festes, wasserdichtes, Schuhwerk an und die Tasche geschnappt und mal eine Runde drehen, da kommen bestimmt “andere” Bilder raus. Und blauer Himmel ist doch auf Dauer sowieso langweilig, oder? Wer mag kann mir ja gerne seine Regenbilder zusenden, ich wäre mal gespannt, was da rauskommt.