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CashBack: Olympus Aktion zur EM-1 Mk.II

Kurz vor der Photokina startet Olympus eine neue CashBack Aktion, um das Top Modell, die Olympus EM-1 Mk. II, zu pushen. Bei einer Anschaffung der EM-1 Mk.II im Zeitraum vom 01. September 2018 bis zum 15.01.2019 erhält der Käufer 200€ CashBack, werden dazu noch Objektive aus der Aktion gekauft, gibt es pro Optik weitere 150€ zurück. Dies ist allerdings auf 3 Objektive begrenzt. Maximal könnten also 650€ gespart werden. Dabei läuft es wie schon bei den vergangenen Aktionen, nach Kauf und Registrierung der Kamera und der Objektive bei Oly, erhält der glückliche Neubesitzer von Olympus das Geld zurück überwiesen.

Leider nehmen nicht alle Objektive an der Aktion teil, aber die, die dabei sind, sind mit die Besten, die Olympus im Portfolio hat. Dabei sind das 1,8/8, das 2,8/12-40, das 4/12-100, das 2,8/40-150 sowie die drei lichtstarken 1,2er Festbrennweiten mit 17/25/45 mm Brennweite. Wer also immer schon mit dem Top Body von Olympus geliebäugelt hat, der sollte jetzt zuschlagen.

Idealo gibt den günstigsten Preis für den Body bei seriösen Händlern mit 1.649€ an, den im Kit mit dem 12-40 mit rund 2.349€. Abzüglich CashBack ergibt sich für das Set mit dem 12-40 ein Preis von knapp unter 2.000€ und das ist in meinen Augen diesmal mehr als fair. Meine alte EM-1 Mk.I hat mit dem gleichen Objektiv bei meinem Einstieg ins mFT System damals genau das gleich gekostet. Sowohl die Mk.II als und gerade auch das 12-40 kann ich Euch wirklich nur empfehlen. Ich kenne kein besseres Standardzoom als das Zuiko 2,8/12-40, es ist mein absolutes Arbeitspferd und liefert sowohl an Olympus, als auch an meiner G9 immer beste Ergebnisse.

Wer dann noch etwas Geld übrig hat, sollte einen Blick auf das Fish-Eye werfen. In meinen Augen eines der genialsten Objektive in Kombination mit der EM-1 Mk.II. Olympus hat mit der in der Mk.II eingebauten “defish” Möglichkeit einen Knaller abgeliefert, der leider kaum ausreichend erwähnt und beworben wird. Was leistet die “defish” Funktion? Im Endeffekt wird das verzerrte Bild des Fish-Eye Objektivs aufbereitet und entzerrt. Die Wirkung könnt Ihr bei dem folgendem Bild sehen:

Es ist zwar nicht das exakt gleiche Bild, aber es zeigt, was diese Funktion in der Lage ist zu leisten. Mit dem Objektiv bekommt Ihr daher nicht nur ein sehr lichtstarkes Fish-Eye, sondern in Kombination mit der EM-1 Mk.II ebenfalls ein tolles, korrigiertes Weitwinkel. Und wenn Ihr einen Faible für Sternen/Milchstraßen-Fotografie habt, ist das kleine Ding sowieso ein “no brainer”. Der Preis liegt seit Monaten sehr stabil bei 779€, abzüglich 150€ CashBack ist das ein echtes Schnäppchen.

Also, wer die EM-1 Mk.II will, sollte zugreifen. Die Gerüchteküche munkelt zwar etwas von einer neuen Top-Kamera die zum 100 jährigen Geburtstag von Olympus im Frühjahr 2019 erscheinen soll, aber das ist noch lange hin und ich bezweifele, dass Olympus diese günstiger als die EM-1 MkII bei Einführung anbieten wird. Ausserdem verpaßt Ihr mindestens 6 Monate Freude an der neuen Kamera und die Objektive werdet Ihr sowieso behalten. 

 

Wie immer gilt, ich bin nicht von Olympus gesponsert und bekomme keinerlei Zuwendungen. Der Artikel stellt meine persönliche Meinung da und ist für Euch ohne Risiken und Nebenwirkungen konsumierbar. Euren Apotheker müsst Ihr übrigens auch nicht fragen ;-)!

 

PEN-F: Creative-Dial, Kleines Rädchen, große Wirkung!

Seitdem die  Olympus PEN-F auf den ersten Webseiten und in den Kommentaren das Licht der Welt erblickte, polarisierte ein Bedienungselement der Kamera ganz besonders. Das Kreativrad an der rechten Vorderseite der Kamera. Ein großer Teil der User empfand das Kreativrad als total überflüssig und ärgerte sich darüber, dass es nicht individuell mit anderen Funktionen der Kamera belegt werden konnte. Die restlichen PEN-F User probierten das Kreativrad aus und fanden es ganz praktisch. Ich selber gehöre der letztgenannten Kategorie an und nutze das Kreativrad mittlerweile gerne und oft. Und wozu nutze ich hauptsächlich das kleine “Zauber-Rad” an der PEN-F? Meistens, also in gefühlt 99% aller Fälle, für nur zwei Einstellungen:

Schwarz/Weiss. Ganz klassisch und für mich der ideale Anwendungsfall des Kreativrads. Gerade im Schwarz/Weiß Modus ermöglicht mir das schnelle umschalten per Rad einen optimalen visuellen Eindruck der Szene. Ganz davon abgesehen, dass ich hier mit den Presets schon in der Kamera eine Bildwirkung erzielen und sehen kann, die ich sonst erst im Nachhinein in der Bildbearbeitung erreiche.

Farbe. Einen eigenen Look produzieren! Naja, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber mit der PEN-F kann man schon ordentlich in den Malkasten greifen und sich das JPEG so hinbiegen wie es einem am besten gefällt. Das kann, gerade bei Farbe, allerdings auch gehörig in die Hose gehen. Da ist ehr weniger mehr, bringt aber dann tatsächlich spannende Ergebnisse. Mein Preset gefällt mir richtig gut und ich nutze es öfter als gedacht. Dabei ist es in vielen Fällen so, dass die PEN-F JEPG´s produziert, die für mich schon verdammt nah am optimalen Bild liegen und geringe bis gar keine Korrekturen benötigen.

Jedem PEN-F User kann ich es nur ans Herz legen, wenigstens einmal mit dem Kreativrad zu spielen! Zumindest mit der S/W und der Color Position. Da ist wirklich Musik drin und einen Versuch ist es allemal wert. Daher möchte ich Euch an dieser Stelle ein paar Tips zur Nutzung mitgeben:

  1. Weniger ist mehr. Verändert am Anfang nur EIN EINZIGES Preset. Die voreingestellten Presets von Olympus sind wirklich gut, gerade das Monochrom 2 wird allenthalben von Fotografen sehr gelobt.
  2. Führt die Veränderungen am besten in einem Custom-Menü durch. Also Wählrad auf C1, C2, oder C3 und tobt Euch da aus. So bleiben Euch die ursprünglichen Einstellung von Olympus bei den anderen Wahlradpositionen erhalten.
  3. Stellt RAW & JPEG in den Aufnahmeparametern ein. Ihr erhaltet dadurch immer neben dem S/W Bild oder der veränderten Farbaufnahme ein RAW, dass Ihr ganz klassisch verarbeiten könnt.
  4. Setzt die farblichen Veränderungen nicht so stark ein. Ein dezentes, in Nuancen farblich angepasstes Preset sieht man sich nicht so schnell leid. Knallbunte Bonbon-Farben sind kurzfristig interessant, langfristig aber im Bild ehr unnatürlich und effekthaschend.
  5. Probiert im S/W Modus ruhig die Option “Körniger Film-Effekt” aus. Je nach Motiv und Lichtstimmung kann dieser Effekt die Bildwirkung unterstützen.
  6. Die Schärfe und der Kontrast können im SCP (Super Control Panel) ebenfalls von -2 bis +2 eingestellt werden und bleiben dann  dem zugewiesenen Farb- oder S/W-Modus erhalten. Persönlich würde ich hier erst Veränderungen vornehmen, wenn ich mit den anderen Parameter 110%zig zufrieden bin und ganz sicher weiß, dass ich daran nicht noch Veränderungen vornehmen werde. Es wird sonst einfach zu komplex alles auf einmal verändern zu wollen.
  7. Last but not least gibt es noch die Vignette. Je nach Motiv kann das mal gut ausschauen. Ich benutze diese Einstellung nicht, da es für mich persönlich nichts mit dem “Film-Look” zu tun hat. Aber das ist Geschmacksache.

Die Olympus PEN-F bietet mit dem Kreativrad unglaublich viele Möglichkeiten für spannende Bilder. Ein einfacher Dreh am “Creativ-Dial” und der User hat eine neue Kamera in der Hand. Egal ob Schwarz/Weiß, Farbe oder körniger Film, es ist enorm viel machbar. Ich möchte Euch noch meine beiden Lieblings-Presets vorstellen. Wenn Ihr mögt, baut sie nach und probiert sie aus.

Mein S/W Preset:

Das S/W Preset ergibt gerade bei Landschaftsaufnahmen mit blauem Himmel knackige Kontraste, die menschliche Haut wird heller dargestellt. Einfach mal ausprobieren

Mein Preset für Farbe:

Mein Farb-Preset macht das Blau etwas heller und strahlender und stellt Grüntöne einen Hauch wärmer da, wobei die Unterschiede ehr subtil ausfallen. Wenn das Wetter wieder etwas besser ist, reiche ich nochmal ein paar Vergleichsaufnahmen nach.

Und hier eine Bildreihe zum Einsatz der Körnung:

Die Unterschiede sind am Garagentor und an dem hellen Haus im Hintergrund gut zu erkennen.

Wenn Ihr auch tolle Presets für die PEN-F habt, her damit, am besten mit Beispielbildern! Ich weiß wieviel Mühe, ausprobieren und verwerfen in solch “simplen” Presets stecken kann. Wer anderen PEN-F Usern behilflich sein möchte kann mir gerne seine Parameter zusenden. Ich würde diese dann mit Bildbeispielen hier veröffentlichen und allen PEN-F Fotografen zugänglich machen. Auf geht’s!

 

 

 

Photokina 2018: Olympus ist mit dem Playground dabei!

In knapp einem Monat öffnet in Köln die Photokina ihre Pforten für Profis, Amateure, Fachbesucher und Enthusiasten, die sich für alle Themen rund um das Bild interessieren. Dieses mal dauert die Messe “nur” vom Mittwoch, den 26.September bis Samstag, 29. September und ist etwas kürzer als in den letzten Jahren. Das liegt nicht an einem geringeren Interesse, sondern an den veränderten Terminen der Messe und dem nun neuen jährlichen Veranstaltungsrhythmus. Die nächste Photokina findet demnach nicht erst wieder in zwei Jahren statt, sondern bereits im Mai 2019! Vom 8. Mai 2019 bis 11. Mai 2019 ist die Photokina bereits wieder zu Gast in Köln. Es gibt durch den neuen Termin wirklich viel zu tun im Frühsommer 2019. Neben der Photokina gibt es das große Umwelfestival Horizonte in Zingst, die Photo & Adventure in Duisburg und den Oberstdorfer Fotogipfel. Das knubbelt sich alles etwas im Mai/Juni, mal sehen wie der “arbeitende Fotoamateur” das alles geregelt bekommt.

Bleiben wir also erstmal im Herbst 2018 und freuen uns auf die Messe. Olympus ist dort übrigens engagiert und prominent vertreten.  Ihr findet in Halle 1 den Olympus “Perspektive Playground”, dort könnte Ihr wieder Olympus Kameras ausleihen und eine “interaktive Welt” erkunden. Näheres erfahrt Ihr hier. Übrigens könnt Ihr bei Registrierung für den Playground und bei zusätzlichem abonnieren des Olympus Newsletters ein Ticket für die Photokina erhalten. Kostenlos! Also Olympus Kameras direkt ausprobieren, ein kostenloses Photokina Ticket abstauben und die gefüllte SD Karte dann auch noch mit nach Hause nehmen, super! An dieser Stelle mal ein herzliches Dankeschön von einem Olympus User, ich finde das wirklich großartig, wie Oly sich dort engagiert!

Die Messe ist zwar zeitlich kürzer und räumlich kleiner geworden, allerdings möchte ich jedem, der noch zweifelt, ob sich ein Besuch lohnt, diesen ans Herz legen, Es gibt so viel zu sehen, so viel auszuprobieren und so viele kleine Gadgets, dass der Besuch der Messe immer wieder großen Spaß macht. Also, auf nach Köln, mal sehen, was es für unser mFT System zu entdecken gibt.

Wie immer gilt die Kameraindustrie hat mich immer noch nicht entdeckt und daher ist meine Empfehlung die Photokina zu besuchen ohne Risiken- und Nebenwirkungen!

 

 

Mit Rabatt: L-Bracket für die Lumix G9 Pre-Order

Für die Panasonic Lumix ist mir heute per Zufall ein passendes L-Bracket über den Weg gelaufen. Der L-Winkel von SmallRig für die Lumix G9 macht einen richtig guten Eindruck und ist im Moment noch in der Pre-Order Phase. Es dauert also noch etwas bis der neue L-Winkel geliefert wird. Als Trostpflaster gibt es für die ersten 100 Vorbesteller 50% Rabatt. Der reguläre Preis beläuft sich auf  59,80€, abzüglich des Rabatts zahlt Ihr nur 29,90€. Ich persönlich finde das wirklich günstig, gerade wenn man die Preise mit denen von Really Right Stuff vergleicht.

Der L-Winkel scheint perfekt auf die Lumix G9 abgestimmt zu sein. Weitere Bilder und Infos gibt es hier auf der deutschen Seite von SmallRig. Meines Wissens ist es der erste “richtig” passende L-Winkel für die Lumix G9, weder Mengs, noch Meike, noch andere chinesische Schmieden haben da bisher etwas im Angebot. SmallRig hebt die Kompatibilität mit ARCA hervor, aber ich denke das ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit, dass ein L-Winkel in eine ARCA Klemmung passt. Also, wer auf den passenden L-Winkel für die G9 gewartet hat, wird hier fündig. Ich habe heute bestellt und sobald SmallRig geliefert hat gibt es einen kurzen Bericht samt Bildern zum L-Winkel.

Wie immer gilt, ich bezahlte meine Einkäufe selber und bekomme keinerlei Zuwendungen von den Herstellern. Insofern ist die Empfehlung für Euch frei von Nebenwirkungen.

Welcome, Nikon. Seriously

Die älteren Semester unter uns werden den Slogan nur zu gut kennen. Im August des Jahres 1981 betrag IBM mit dem ersten PC die Bühne der Personal Computer, die bislang von Apple beherrscht wurde. Steve Jobs schaltete darauf hin diese Werbeanzeige mit dem oben benutzen Slogan (hey, klar stand da anstelle von Nikon natürlich IBM!). Apple war 1981 sehr stark im PC Bereich, IBM “nur” der Newcomer, aber innerhalb kürzester Zeit schaffte IBM durch den für andere Anbieter offenen Industriestandard und billigeren (nicht günstigeren!)  Preisen, Apple die Markführerschaft abzujagen.

Wiederholt sich heute das Spiel? Betritt mit Nikon einer der beiden Platzhirsche den Ring in Sachen Vollformat Mirroless Kamerasystemen und verweist die bisherigen Anbieter, darunter auch Olympus und Panasonic, auf die Plätze? Ich weiß es nicht, ehrlich. Aber mir fallen drei Dinge auf:

  1. Nikon hat die Spezifikationen für das Z-Mount nicht freigegeben, d.h. Fremdanbieter wie Sigma, Tamron und Tokina müssen Reverse Engineering betreiben, um Objektive für das Z-Mount anbieten zu können. Das dauert und ist kostenintensiv. Andere Wettbewerber lizensieren Ihren Objektivanschluß und es ist für die Fremdanbieter leichter Objektive für das System anzubieten.
  2. Nikon ist nicht gerade billig. Die Bodys liegen preislich knapp über denen von Sony und von unseren mFT fange ich gar nicht erst an, die sind quasi Schnäppchen dagegen. Dazu wurden 3 Objektive veröffentlicht 1,8/50 für 679€, 1,8/35 für 949€ und ein 4/24-70 für 1.099€. Die Preise finde ich ambitioniert, aber noch ganz akzeptabel. Ich frage mich bloß, was kosten dann 2,8er Zooms, oder 1,4er Festbrennweiten, von 1,2ern rede ich da noch gar nicht.
  3. Die Kameras sind sicher prima, aber da fehlt das ein oder anderer Feature, z.B. der Augen-AF, es gibt nur einen Kartenslot und den auch nur für die neuen XQD-Karten. Ok, damit kann man auch leben.

Mein Fazit, Nikon ist im Gegensatz zu IBM damals preislich nicht günstiger, hat keinen offenen Standard geschaffen und ist technisch, wie IBM damals, nicht auf der Überholspur. Aber Nikon hat treue Fans und in der Vergangenheit viele Optiken verkauft, dass könnte die Basis für einen Erfolg darstellen.  Ich selber habe früher mit Nikon fotografiert und habe immer noch große Sympathien für die Marke und daher von Herzen, Welcome NIKON, Seriously!

P.S.: Findet Ihr auch, dass die Kamera samt Objektiv einer Ente etwas ähnlich sehen?

Neuzugang: Der Nachfolger meiner EM-1 ist eingetroffen

Vor ein paar Tagen habe ich meine Olympus EM-1 MK.I auf die Reise zu Ihrem neuen Besitzer geschickt und Euch davon bereits hier berichtet. Da mir dadurch nur noch meine geliebte Olympus PEN-F als Kamera geblieben ist und diese zwar perfekt mit den 1,8er Festbrennweiten harmoniert, aber nicht ganz so ideal mit meinen Pro-Objektiven, musste ein Ersatz für die EM-1 Mk.I her. Heute ist  der Nachfolger bei mir eingetroffen.

Es ist natürlich wieder eine mFT-Kamera geworden, sie hat selbstverständlich die klassische SLR Form und sie ist natürlich wetterfest. Aber dieses Mal ist es keine Olympus geworden, der Nachfolger ist eine Panasonic Lumix, die Lumix G9. Seit der Ankündigung der Lumix G9 im November 2017 liebäugle ich mit der Kamera und erstmals gelang es Panasonic damals  mich für eine Lumix zu begeistern. Trotzdem heißt das nicht automatisch, dass ich dann direkt zuschlage und die Kamera kaufe. Und ehrlich gesagt war es für mich ein Kopf an Kopf Rennen mit der Olympus EM-1 Mk.II. Also, warum ist es die Lumix geworden? Dazu möchte ich Euch kurz meine Beweggründe mitteilen, vielleicht steht ja noch jemand vor dieser Entscheidung.

Vorab, es war verdammt schwer für mich die Entscheidung zu treffen, denn sowohl die Lumix G9 als auch die Olympus EM-1 Mk.II sind absolute Top Kameras. Ich hatte im Mai in Zingst die Gelegenheit beide etwas ausführlicher zu testen und beide haben diese Einschätzung bestätigt. Die technischen Unterschiede zwischen den beiden Kameras muss man wirklich mit der Lupe suchen und ich glaube weder im Bildrauschen, noch in der Bildqualität oder Geschwindigkeit (beide sind höllenschnell) tun sich die Kameras irgendwas. Im Labor mag der Nerd sicher Unterschiede finden, draußen im Feld bei fotografieren ganz sicher nicht. Olympus hatte bis zum 31.Juli ein tolles Paket bei Kauf einer EM-1 Mk.II im Angebot, den Batteriegriff und 3 Jahre Zusatzgarantie gab es kostenlos dazu. Panasonic hatte nichts für die G9, allerdings war der Straßenpreis etwas günstiger, so dass es auch hier wieder fast auf das Gleiche herauslief. Ganz objektiv gesehen haben die Marketingabteilungen der beiden Hersteller alles getan um mir die Entscheidung so schwer wie möglich zu machen.  Also gaben ganz subjektive, persönliche Gründe den Ausschlag die Panasonic Lumix G9 zu bestellen und die Olympus diesmal im Regal stehen zu lassen.

Subjektiv gesehen war ich einfach neugierig, was Panasonic anders macht als Olympus, sei es in Sachen Menüführung, Apps, JPEG-Style  und, und, und. Ausserdem wollte ich mal etwas “Neues” probieren, schließlich haben wir mit dem mFT-System die einmalige Möglichkeit den Kamerahersteller zu wechseln und alle Objektive weiter nutzen zu können. Genial! Ergänzend sprachen die etwas besseren Videomöglichkeiten für die Lumix G9 und auch die Tatsache, dass ich für meinen Blog nun einen besseren Einblick in die Lumix-Welt gewinnen kann. Ich schreibe letztendlich über Fotografie und das mFT System, dazu gehören nunmal beide Kamerahersteller. Ausserdem ist es sicherlich ebenfalls für andere User interessant, wie sich Olympus Pro Optiken an den Lumix Kameras schlagen und welche Funktionen unterstützt werden! Trotz all dieser Überlegungen war ich bis vor Kurzem immer noch unentschlossen, bis die Gerüchteküche in Sachen Olympus anfing zu brodeln und eine neue “Top” Kamera für Anfang 2019 avisiert wurde, die die EM-1 MkII “outperformen” soll (Achtung, es ist nur ein Gerücht!). Die Entscheidung fiel dann pro Lumix G9, weil ich befürchte, dass  in rund einem halben Jahr die EM-1 Mk.II ggf. schon wieder überholt sein könnte. Klar, die EM-1 Mk.II wird dadurch keinen Deut schlechter, aber würde man umsteigen wollen, würden die Gebrauchtpreise wahrscheinlich unter massiven Druck geraten. Nachzulesen ist das auf 43Rumors.com, die allerdings in der Vergangenheit recht oft richtig gelegen haben.

Die Lumix G9 ist jünger und hat sehr gute Videofunktionen, die ich in Zukunft häufiger nutzen werde. Dazu steht das 100-400er Panasonic auf meiner Wunschliste, das mit der Lumix G9 im Dual-Stabilisatormodus betrieben werden kann. Alles Kleinigkeiten, die aber letztendlich den Ausschlag gegeben haben dieses Mal eine Panasonic Lumix zu kaufen. Und ehrlich gesagt, ich bin froh, dass wir diesen Luxus haben uns entscheiden zu können welche Kamera wir kaufen! Sowohl Panasonic, als auch Olympus treiben sich gegenseitig zu immer neuen Innovationen und Höchstleistungen im Kamera und Objektivbau! Dabei bleiben die Preise zum Glück noch einigermaßen im Rahmen. Das mFT-System ist in meinen Augen attraktiv und lebendig wie nie, und das ist gut so!

 

Bye, Bye: Meine Olympus EM-1 Mk.I verläßt mich

Wow, heute habe ich meine Olympus EM-1 Mk.I für den Versand verpackt, die Papiere fertig gemacht und sie das letzte Mal in die Hand genommen und verdammt, es ist mir wirklich schwer gefallen. Über drei Jahre hat mir die Mk.I jede menge Freude bereitet, immer problemlos funktioniert und vor allem tolle Bilder geliefert. Auch wenn der Sensor nur 16MP aufgelöst hat, hatte er doch Fotos mit einem bestimmten Look produziert, den ich sehr mochte.  Der AF, die Kombination aus Kontrast- und Phasenautofokus, war und ist im S-AF der beste den ich bisher in einer Kamera hatte. Da hält meine  PEN-F nicht mit, der AF geht früher in die Knie. Kurz gesagt, der neue Eigentümer bekommt eine tolle Kamera, mit Pro-Service und Garantie bis in den August 2020 die ihm sicher gute Dienste leisten wird.

Zum Verkauf habe ich mich unter anderem aus einem ziemlich subjektiven Grund entschieden. Die 20MP und der HighRes Modus meiner PEN-F waren immer öfter der Grund, warum ich auf meine geliebte EM-1 dann doch verzichtet habe und die PEN-F mit auf die Fototour ging. Wobei ich ehrlicherweise zugeben muss, dass die 16 MP des EM-1 Sensors  gegen die 20MP des PEN-F Sensors ehr ein psychologisches Problem meinerseits waren, als ein tatsächlich im Bild sichtbarer Nachteil. Beim HighRes Modus schaute das allerdings anders aus, da ist der Vorsprung in den Details der Bilder der PEN-F deutlich.

Eine weitere Überlegung die zur Entscheidung geführt hat, dass ich die EM-1 verkaufe war schlicht und einfach der finanzielle Aspekt. Mit der noch lange laufenden Garantie habe ich einen guten Zuschuss für den Kauf des Nachfolgers erhalten und die EM-1 verstaubt nicht bei mir im Regal, sondern wird weiter für das fotografieren genutzt. Zum “herumstehen” ist die Kamera wirklich zu schade und immer noch viel zu gut. Trotzdem habe ich mich dann heute schweren Herzens verabschiedet, bye, bye gute alte EM-1  und please welcome… ! Moment, den Nachfolger gibt es erst in ein paar Tagen! Seid gespannt!

Superlative 2018: SuperSommer, SuperMond, SuperFotos!?

Sonntag Morgen und ein Blick auf den Wetterbericht läßt mich jubeln, auch meine Wetter-App bestätigt das wird eine SuperWoche! Dabei meine ich nicht die Temperaturen und auch nicht den anhaltenden Sonnenschein, nein, der vorausgesagte klare, maximal leicht bewölkte, Himmel am 27.07.2018 freut mich so! Am Freitag erwarten wir eine langanhaltende Mondfinsternis über Deutschland und wir haben scheinbar tatsächlich Glück mit dem Wetter. Anfang des Monats hatte ich hier schon einmal darüber geschrieben. Heute möchte ich nochmals daran erinnern, denn häufig hören wir zwar von diesen Ereignissen und nehmen uns auch vor fotografisch aktiv zu werden, vergessen aber die Vorbereitungen.

Neben vollen Akkus, genügend Speicherplatz und einem stabilen Stativ, solltet Ihr euch über den Ort Gedanken machen, von dem aus Ihr die Mondfinsternis fotografieren wollt. Das ist durchaus die zeitintensivste Vorbereitung, gibt es doch viele interessante Plätze, fraglich nur, ob sie auch für die kommende Mondfinsternis geeignet sind. Die Zeitschrift FotoHits hat zum Thema einen prima Artikel veröffentlicht in dem auch auf hilfreiche Software hingewiesen wird. Lesenswert und ich persönlich kann Euch die dort ebenfalls vorgestellte App „The Photographer’s Ephemeris“ wärmstens empfehlen Sie ist absolut hilfreich, um den Mondverlauf vor Ort zu simulieren und bedient sich dazu der Augumented Reality. Ziemlich cool und hilft sehr bei der Auswahl des richtigen Ortes zum fotografieren.

Noch 5 Tage und dann haben wir hoffentlich freie Sicht auf die längste Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts. Lasst es Euch nicht entgehen, holt die” langen Tüten” aus der Fototasche und macht SuperBilder vom SuperMond.

 

Software: Für kurze Zeit, Luminar 2018 günstiger

Wer meinen Blog schon seit längerem verfolgt, weiß, dass ich für die Bildbearbeitung seit Ende letzten Jahres von Adobe Lightroom auf Luminar 2018 umgestiegen bin. Lief es anfangs bei Skylums Software noch etwas holprig, ist es spätestens seit der Version 1.2 richtig gut und “smooth” geworden. Mit der jetzt gerade veröffentlichten Version 1.3 wurde Luminar nochmals verbessert und ist meine persönliche Empfehlung für die Bildbearbeitung.

Wer jetzt zuschlagen will bekommt die Software bis zum 23.Juli bereits für 49 €. Klar, das ist kein großer Preisvorteil, allerdings sollte man berücksichtigen, dass Skylum an einer Bildverwaltung für Luminar arbeitet, die jeder User der 2018er Versio kostenlos als Update erhält. Dazu hat Skylum angekündigt, dass zukünftige Versionen von Luminar die die  Bildverwaltung beinhalten, preislich angehoben werden. Also, wer keine Abo-Modelle bei der Software mag und wer auch der Cloud in Sachen Fotos etwas skeptisch gegenüber eingestellt ist, findet hier eine Alternativ.

Den Link zum Angebot findet Ihr hier und wie immer gilt, der Blogbeitrag ist werbefrei und es ist meine unbeeinflusste, persönliche Meinung!

Erstkontakt: Das ideale mFT-Stativ? BENRO TSL08CN00

Jetzt im Sommer bin ich gerne draußen im Wald unterwegs und stelle immer wieder verwundert fest, wie dunkel es in einem Buchenwald im Sommer sein kann, wenn das Blätterdach sich komplett ausgebreitet hat Das Grün dominiert und der Wald schluckt richtig viel Licht. Mit unseren mFT-Systemen ist das zum Glück kein Problem mehr. Stabilisatoren in der Kamera und im Objektiv sorgen dafür, dass selbst Zeiten von 1/2 Sekunde aus der Hand möglich sind. Wozu braucht der m-FT- Fotograf da noch ein Stativ? Zugegeben, das Stativ kommt immer seltener zum Einsatz, aber gewisse Situationen sind ohne Stativ kaum zu meistern. Beispiele? Aufnahmen mit Grauverlaufsfilter, HighRes-Aufnahmen, Sternenhimmel/Milchstraße, Aufnahmen mit ND (NeutralDichte) Filtern und langer Belichtungszeit, Zeitrafferaufnahmen oder Nachtaufnahmen mit Live-Composite. Sicherlich gibt es noch viele andere Situationen, in denen ein Stativ notwendig ist, Fakt ist, verzichten können selbst wir mFT-Fotografen auf die Dreibeiner noch lange nicht.

Allerdings haben Stativ häufig eine unangenehme Eigenschaft, sie sind selten da, wenn man sie am meisten braucht. Oft liegen sie dann schön bequem zuhause im Warmen auf dem Schrank und rekeln sich in Ihrer weichen Stativtasche, während der Fotograf draußen vor Ort krampfhaft versucht die Kamera irgendwie auf einem Stein horizontal auszurichten. Und warum? Stative sind oft zu schwer, zu sperrig, zu dick oder passen einfach gerade nicht in den Rucksack hinein. Und, geben wir es doch zu, manchmal sind wir einfach zu faul die extra Kilos auf den Rücken zu schnallen. Ich bin da keinen Deut besser und mein Gitzo Traveller bleibt öfter als gedacht Zuhause.

Entdecke ich dann allerdings ein Stativ, dass bei nur 4 Auszügen eine Höhe mit Mittelsäule und Kugelkopf von 146 cm erreicht, mit eingefahrener  Mittelsäule immer noch 123 cm hoch ist und ein Gewicht von nur rund einem Kilo ausweist, werde ich neugierig. Kommt das Stativ dann noch von einem renommierten Hersteller wie Benro und rufen seriöse Händler einen Straßenpreis von rund 110 € dafür auf, muss ich das Ding einfach in die Finger bekommen, um es näher untersuchen zu können. Gesagt, getan, bestellt (bei einem Fotofachhändler) und geliefert bekommen. Das BENRO TSL08CN00 liegt nun vor mir und ich bin wirklich neugierig wie sich das Stativ in der Praxis schlägt.

Natürlich ist alles was ich bis jetzt schildern kann nur ein erster Eindruck, ein ausführlicher Erfahrungsbericht folgt dann in den nächsten Wochen, aber dieser erste Kontakt ist durchaus interessant. Das BENRO TSL08CN00 wirkt hochwertig verarbeitet, hat prima Zubehör dabei (eine klasse Tasche und einen passenden Inbusschlüssel) und ist mit rund 1 Kilo Gewicht inkl. Kugelkopf wirklich leicht. Die Länge, sprich das Packmaß, des zusammengeklappten Stativs beträgt 51cm. Das ist deutlich länger als mein Rollei Traveller Stativ (5 Segmente)  und nur etwas länger als mein Gitzo Traveller (4 Segmente) zusammengeklappt mißt. Woran liegt es? Nicht an den 4 Segmenten sondern am technischen Aufbau des BENRO TSL08CN00, denn die Stativbeine lassen sich nicht um 180° umschlagen, um so das Packmaß  zu reduzieren. Dieses technische Design hat deutliche Vorteile bei der Größe, bedingt aber eine etwas geringere Stabilität der Stativschulter (der Bereich wo die Beine am Stativ angebracht sind). Also, irgendeinen Kompromiss geht man immer ein und Benro hat sich entschieden auf das etwas längere Packmaß zu setzen.

Der zugehörige Kugelkopf macht einen stabilen Eindruck und ist dabei doch recht klein. Sehr stylisch sieht die knallblaue ARCA kompatible Schnellwechselplatte aus, die Benro mitliefert. Die Klemmung der Schnellwechseleinheit funktioniert mit meinen anderen ARCA Platten übrigens problemlos. Auffällig am Kugelkopf ist der Fakt, dass es nur einen Feststellknopf gibt. Konkret bedeutet das, dass keine Friktionseinstellung vorhanden ist und dass mit dem Knopf sowohl die Kugel, als auch die Basis gelöst wird. Von meinem Gitzokopf mit Friktion bin ich da äusserst verwöhnt und ich werde mit Spannung beobachten, wie ich mit dem Benro-System zurecht komme. Trotzdem, den ersten Versuch hat der kleine Kugelkopf prima überstanden, meine PEN-F mit 2,8/12-40 und Handgriff wurde bombenfest gehalten. Aber ich habe noch größere Kaliber, das BENRO TSL08CN00 ist  mit einer Traglast von bis zu 4 KG angegeben und ich bin gespannt, wie das Leichtgewicht mit der EM-1 und dem 2,8/40-150 zurecht kommt.

Die Stativbeine wirken stabil, sind aber nicht mit Schaumstoff oder anderen Materialien im oberen Segment ummantelt. Das ist im Winter zwar kälter beim berühren und aufstellen des Stativs, spart aber dafür Gewicht ein. Die Verschlüsse des BENRO TSL08CN00 sind Drehverschlüsse, im schicken Blau gehalten und vor allem recht groß. Eine Bedienung mit Handschuhen im Winter sollte keine Problem darstellen. Dazu kommt, dass mit einer halben Drehung der Verschlüsse die Beine freigegeben werden. Der ganze Mechanismus funktioniert reibungslos, macht einen hochwertigen Eindruck und ist mindestens so gut zu bedienen wie bei meinem Gitzo Traveller. Auf den ersten Blick bin ich davon echt beeindruckt. Was dem Benro fehlt sind Spikes. Die Kunststoffkappen der Stativbeine sind fest und nicht wechselbar ausgeführt, so dass keine Spikes montiert werden können. Schade, aber in Anbetracht des Preises und des Gewichts ist  das durchaus zu verschmerzen.

Mein Fazit nach meinem ersten Kontakt mit dem Benro ist durchaus positiv. Das Stativ wirkt sehr gut verarbeitet, fühlt sich leicht an und schaut dabei wirklich gut aus. Der Kugelkopf hält meine PEN-F ohne Probleme und der Unterbau des BENRO TSL08CN00 macht ebenfalls einen stabilen Eindruck. Mal sehen wie sich das Leichtgewicht in der Praxis schlägt.

 

Wie immer habe ich das Stativ selber bestellt, ausgepackt und auch bezahlt! Ich erhalte kein Sponsoring vom Händler, Benro oder sonstigen Firmen. Daher basiert der Bericht auf meinen persönlichen Erfahrungen und Eindrücken.