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Service: Peak Design tauscht problematische Anker aus

Scheinbar gibt es Probleme mit den Ankern der 1. und 3. Generation von PeakDesign. Die Anker sind die kleinen runden Plättchen mit den Bändern daran und werden entweder direkt durch die Gurtösen an der Kamera gezogen oder durch die Dreiecksringe, die meistens den Kameras beiliegen. An den Ankern wird dann letztendlich der Gurt oder die Handschlaufe eingeklickt.

Links der Version 3 Anker, rechts wahrscheinlich ein Anker der Version 1

Hintergrund scheint der zu sein, dass bei einem direkten befestigen der Bänder durch die Gurtösen an der Kamera Belastungen auftreten, die die Bänder beschädigen könnten. PeakDesign (PD) hat zwar nur 7 Fälle auf ca. 1. Millionen Anker festgestellt, hat sich aber trotzdem entschlossen, neue und stabilere Anker zu produzieren. Hier könnt Ihr nachlesen, welche Beweggründe der Aktion von PD zugrunde liegen. Dpreview.com hat hierzu übrigens auch schon erste Infos veröffentlicht.

Solltet Ihr also einen Anker der 1. Generation oder der 3. Generation  (eingeführt im August 2017) haben, geht bitte auf die Austauschseite von PD und folgt den Anweisungen dort. Ihr bekommt die neuen Version 4 Anker kostenlos zugeschickt. Da ich selber betroffen bin, habe ich den Prozeß schon durchlaufen und es klappt alles reibungslos, auch mit der deutschen Adresse gibt es keinerlei Probleme. Ihr braucht dabei keinen Kaufnachweis hochzuladen oder Ähnliches, zählt einfach Eure Anker, gebt Eure Infos ein und Ihr seid im Update-Programm dabei.

Auf der Austauschseite wird auch beschrieben, wie Ihr die Anker der 1. und 3. Generation weiter benutzen könnt, bis die Ersatzlieferung eintrifft. PD empfiehlt diese nur noch mit dem Dreiecksring zu nutzen. Übrigens werden mit den Austauschankern auch zusätzlich solche Ringe verschickt.

Unter dem Strich vertraue ich persönlich meinen PD Ankern weiter, weil ich diese immer über die Dreiecksringe an meinen Kameras befestigt habe. Sobald die Ersatzlieferung kommt werden die Anker getauscht und alles ist gut. Ein dickes Kompliment an die Kalifornier für die ganze Aktion. Es gibt eine offene Kommunikation, einen kostenlosen Service für betroffene Kunden und ein einfach zu handhabendes Verfahren, dass man in 5 Minuten durchlaufen hat. Toll. Da könnte die deutsche Automobilbranche doch glatt von lernen 😉 !

Horizonte Zingst: Panasonic war auch da!

Mittlerweile ist das Umweltfestival Horizonte Zingst 2018 schon wieder Geschichte und ich bin wieder daheim und frage mich, wo die 10 Tage geblieben sind. Aber das ist ein Thema für eine Rückschau und die kommt erst in ein paar Tagen. Schuldig bin ich Euch noch die Erfahrung mit dem zweiten „Big Player“ im mFT Markt, Panasonic mit Ihren Lumixen und den tollen Objektiven.

Der Stand von Panasonic war natürlich sehr viel kleiner als die Präsenz von Olympus auf dem Festival. Das ist logisch, da Oly ja einer der Top-Sponsoren und Premium Partner von Horizonte Zingst ist. Trotz dieser Einschränkung hatten die Jungs von Panasonic alles aus dem Sortiment dabei, boten die Möglichkeit Kameras und Objektive auszuleihen und es gab täglich kostenfreie Fotowalks. Prospekte, kleine „Goodies“ und freundliche Erklärungen zu den ausgestellten Produkten gab es selbstverständlich vom Personal, dass immer in ausreichender Zahl am Stand war. Das ist mir wirklich positiv aufgefallen, Personal war immer da, um zu erklären und zu fachsimpeln, da hat Panasonic nicht gespart.

In einem anderen Zelt war ein weiterer Stand von Panasonic und der war „Action“ geladen. In einem wasserdichten Bodenbereich konnte sich jedermann einen „Friesennerz“ (Regenmantel für unsere Süddeutschen Freunde) samt Hut aufsetzten und sich einer kleinen Wasserbombe aussetzen. Da der Hut einen Spike eingebaut hatte, zerplatzte der wassergefüllte Ballon und der Inhalt ergoß sich über denjenigen, der so mutig war und sich dort hinsetzte. Aber schaut Euch das Bild an, ich denke da könnt Ihr die Konstruktion ganz gut erkennen. Panasonic demonstrierte damit den „Pre-Burst“ seiner Lumixen und es gab tolle Bilder für die Kunden. Übrigens wurde man nur auf Wunsch naß und zwar dann, wenn man den Regenmantel ablehnte.

Eine charmante Aktion, gerade bei hohen Temperaturen

Die Fotowalks waren gut besucht und Panasonic hatte einen Porträtfotografen aus Bonn dafür engagiert, Daniel Hammelstein, der diese „Walks“ begleitete. Es ging dann mit Daniel und seinem Modell rund eine Stunde durch Zingst zu schönen Locations. Klar, dass die Teilnehmer sich Lumixen samt Optiken ausleihen konnten und dieses dann im Porträtshooting einsetzen konnten. Daniel stand dabei immer hilfreich mit Tips und Tricks zur Seite und sein Modell war wirklich geduldig und erfüllte alle Posingwünsche der Teilnehmer des Fotowalks. Alles in allem eine rundum gelungene Aktion und für mich persönlich der erste ernsthafte Kontakt mit der Panasonic Lumix G9, dem 1,2/42,5 Nocticon und dem Thema Porträt und alles drei hat richtig Spaß gemacht! Positiv hervorheben möchte ich auch hier die Tatsache, dass die Fotowalks kostenlos angeboten wurden und mehrfach am Tag stattfanden. Sicher, ein Fotowalk ersetzt keinen Ein- oder Zweitagesworkshop, aber er bringt doch mehr Input als erwartet und macht Appetit auf ein tieferes Eintauchen in die Materie. Ganz davon abgesehen, dass sich auf wundersame Weise die Wunschliste in Sachen Objektive und Kameras verlängert. Jedenfalls bot sich mir dadurch die Möglichkeit Lumix Kameras und Objektive näher kennenzulernen und ich bin echt neugierig geworden. Dazu aber mehr in ein paar Tagen. Hier ein paar Bilder des Fotowalks:

Danke Panasonic und ein Lob für den prima Fotowalk. Vielleicht gibt es ja im nächsten Jahr ja einen etwas größeren Stand und wieder so tolle Angebote.

 

 

Info:Umzug beendet

Sicher habt Ihr bemerkt, dass 365Photo.de in der letzten Woche nicht zu erreichen war. Das hing mit unserem Umzug zu einem anderen Webspace Anbieter  zusammen, der wiederum notwendig wurde, weil die DSGVO gewisse Anforderungen an diese Anbieter stellt. Die haben wir nun erfüllt und es sind nur noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen, bis die Webseite wieder wie gewohnt alle Funktionen bietet. Bis dahin ist die Kommentarfunktion erstmal eingeschränkt, wird aber in Zukunft wieder normal implementiert werden.

An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an unseren Admin, der sich in seiner Freizeit! um den Umzug gekümmert hat. Das ist bei weitem nicht selbstverständlich und dass es so flott und reibungslos über die Bühne gegangen ist, ist Ihm zu verdanken. Thanks a lot!

Übrigens gibt es doch tatsächlich Leser des Blogs, die es vermißt haben und mir persönlich eine Mail geschrieben haben, dass 365Photo.de offline war. Daraus habe ich persönlich zwei Dinge gelernt:

  1. Das nächste mal, wenn längere Wartungsarbeiten geplant sind, werden diese vorher angekündigt und
  2. trotz DSGVO wird weiter über Fotografie und mFT auf 365Photo.de gebloggt

Danke für Eure Geduld und schaut immer mal rein.

 

Horizonte Zingst: Olympus auf dem Festival!

Vor dem notwendigen Serverumzug von 365Photo.de (danke liebe DSGVO!)hatte ich bereits berichtet, dass Olympus wieder engagiert bei dem Festival dabei ist. Mittlerweile sind die ersten Tage vergangen und ich hatte die Gelegenheit bei zwei der kostenlosen Workshops mit an Bord sein zu dürfen die Olympus angeboten hat. Oly hat eigens einen eigenen Pavillon aufgebaut, von dem aus die Workshops starten. Der „Foto Garten“ ist dabei gleichzeitig Verleihstation für Olympus Equipment, Workshopbereich und Druck-Center für die Ergebnisse der Teilnehmer. Alles besetzt mit freundlichem Personal und genügend guter Laune.

Besonders hoch rechne ich Olympus an, dass die Foto-Walks und Fotoworkshops komplett kostenlos für die Teilnehmer angeboten werden.  Die einzige Bedingung ist die, dass ausschließlich mit Olympus Kameras fotografiert werden muss. Aber das ist selbst für Besitzer anderer Kamerasysteme kein Hindernis, denn Olympus verleiht Equipment an die Workshopteilnehmer. Egal ob die EM-1 Mk.II, die PEN-F, die lichtstarken 1,2er Festbrennweiten oder die Pro-Zooms, Oly hat die Sachen dabei und stellt sie für die Dauer des Workshops zur Verfügung. So hatte ich beispielsweise die Möglichkeit erstmals die EM-1 Mk.II zusammen mit einer der lichtstarken Festbrennweiten, in meinem Fall das 1,2/25mm, länger im Praxiseinsatz zu testen. Das die Referenten Spaß an der Sache hatten und Inhalte kompetent vermittelten oder einfach nur für Fragen der Teilnehmer zur Verfügung standen, war die ganze Zeit so und ist sicherlich nicht selbstverständlich. Daher auch an dieser Stelle nochmal ein Kompliment an Thomas Adorff und Melanie Derks, die ich beide live erleben durfte.

Neben den Workshops engagiert sich Olympus noch in anderer „Art“ und Weise im Rahmen des Festivals. Der Fotokunstpfad gehört zwingend dazu und wird jedes Jahr um ein Kunstwerk ergänzt, so auch in diesem Jahr. Ehrlich gesagt habe ich mit moderner Kunst manchmal so meine Probleme, aber dieses Mal bin ich von dem Kunstwerk, einer Skulptur von Jonty Hurwitz, absolut begeistert. Ein Hammer-Teil, wirklich klasse, bloß sauschwer zu fotografieren. Aber seht selbst.

Zum Auftakt des Fotomarkts bietet Olympus einen kostenlosen „Check & Clean“ Service an. Die Kameras werden professionell gereinigt, geprüft und auf Wunsch wird die neuste Firmware aufgespielt. Das hat sich allerdings bei den Olympus Nutzern herumgesprochen und so bildete sich  bereits 20 Minuten vor Öffnung des Fotomarkts  eine Warteschlange vor dem Zelt in dem der Service angeboten wurde. Natürlich stand ich auch in der Schlange und ich darf sagen, es lohnt sich. Stets freundlich, kompetent und schnell wird die eigene Kamera gereinigt und kommt quasi wie neu und schön verpackt zurück.

Natürlich gibt es noch zig andere Aussteller und Aktionen auf dem Festival, aber für heute soll es das erstmal gewesen sein. Zu Panasonic kommt morgen noch etwas online, die mausern sich auch immer mehr. Gut für das mFT System!

Ich weiß, diesmal liest es sich (fast) wie Werbung für Olympus und Zingst. Ist es im Prinzip auch, weil das Festival super ist (gerade auch mit dem Ansatz des Umweltschutzes!!!) und Olympus sich hier richtig einbringt. Einmal für das Festival und einmal für die User, die bereits eine Oly gekauft haben. Trotzdem bin ich nicht gesponsert worden und musste wie jeder andere auch alles bezahlen oder in der Schlange stehen. Also, immer noch kein Sponsoring für mich und daher absolut meine persönliche Meinung!

Info: DSGVO & 365Photo.de

Schon längere Zeit gab es hier keinen Bericht zum Thema Photo, mFT, Olympus und Panasonic etc.. Das lag nicht daran, dass uns nichts eingefallen wäre, ehr daran, dass wir an der Umstellung der Website arbeiten. „Schuld“ daran ist  die DSGVO, die ab 25. Mai scharfgeschaltet wird.

Sicher wird alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird, aber auch wir müssen das ein oder andere verändern. Dazu gehört ein Serverumzug, der noch bis Freitag zu erledigen ist und recht viel Arbeit erfordert und diverse andere Kleinigkeiten. wohlgemerkt für eine „Hobby-Webseite“ die keinerlei Einnahmen erzielt. Da die Abmahnvereine und Abmahnanwälte aber darauf keine Rücksicht nehmen werden, bleibt uns nichts anderes übrig als vorzubeugen.

Wir sind zwar im Zeitplan, allerdings werden wir die Mail- und Kommentarfunktion für ein paar Tage abschalten, bis wir die Veränderungen implementiert haben. Danach könnt Ihr wie gewohnt wieder nach Herzenslust schreiben. Wir bitten aufgrund der unübersichtlichen Situation der DSGVO Vorschriften um Euer Verständnis.

Als Überbrückung könnt Ihr unseren Videochannel bei YouTube im Auge behalten. Ab Freitag berichten wir dort intensiver! Stay tuned!

 

Tip: Anzahl Auslösungen bei der PEN-F auslesen

Fotografen sind von Natur aus meist neugierige Wesen, schließlich halten Sie Ihre Umwelt in zig tausenden von Aufnahmen fest und sind stetig auf der Suche nach lohnenswerten Motiven. Das ergeht mir nicht anders und manchmal möchte ich wissen, wieviel Aufnahmen denn meine Kamera schon „auf dem Buckel“ hat. Glücklicherweise gibt es bei Olympus eine Möglichkeit diese Infos aus den Kameras auszulesen. Das Vorgehen wird auf Olypedia unter dem Punkt Tastenkombinationen gut beschrieben. Den Link dazu gibt es hier.

Leider ist die PEN-F da noch nicht aufgeführt und neugierig wie ich bin, musste ich natürlich versuchen, ob das dort geschilderte Verfahren auch für meine Olympus PEN-F funktioniert. Die gute Nachricht ist, es funktioniert, die schlechte ist, es ist genauso umständlich. Daher hier nochmal das Verfahren zum auslesen der Auslösungen in Kurzform:

  1. Kamera ausmachen
  2. Kamera mit gedrücktem „Menüknopf“ einschalten
  3. „Menüknopf“ loslassen und erneut drücken. Die Menüseite erscheint auf der PEN-F
  4. Zum „Schraubenschlüssel“ in der Menüleiste gehen
  5. Die Helligkeitseinstellung auswählen ( 3. Punkt von oben)
  6. „OK“ oder „nach rechts“ im Steuerkreuz drücken und bei den beiden dann erscheinenden Reglern den für Helligkeit auswählen (das ist der mit der Sonne)
  7. Die „Info“ Taste drücken
  8. Die „OK“ Taste drücken
  9. Jetzt die Tasten des Steuerkreuz in nachfolgender Abfolge drücken: oben, unten, links, rechts 
  10. Den Auslöser durchdrücken und loslassen.
  11. Es ändert sich erst nach drücken der Steuerkreuztasten der Bildschirm. Drückt die rechte Taste um in die 2. Seite zu kommen. Da seht ihr dann folgendes Bild

R gibt dabei die Anzahl der Auslösungen an, S die Anzahl der Blitzauslösungen, C könnte die manuellen Reinigung angeben, U sind wahrscheinlich die Reinigungen nach dem Kamerastart. Was B bedeutet kann ich leider nicht sagen, hat da jemand eine Idee? So bekommt Ihr aber schnell einen Überblick über den „Zählerstand“ Eurer PEN-F.

Nachdem Ihr alle Infos gelesen habt kommt Ihr durch das Ausschalten der Kamera wieder in den normalen Betriebsmodus. Für andere Olympus Kameras verweise ich nochmal auf Olypedia, da könnt Ihr nachlesen, wie Ihr an die Infos kommt.

Edit 23.04.:

Der Punkt „B“ gibt die Anzahl der gemachten Bilder mit Stabilisator an. Danke Martin für Deine Information!

Video: 365Photo.de macht Filme, wirklich!

Es ist selbst für mich kaum zu glauben, aber ich habe tatsächlich zwei Video-Clips über die Olympus PEN-F gedreht. Und es hat gar nicht weh getan 😉 ! Als eingefleischter Fotograf habe ich um Video, bzw. Super 8 (für die Jüngeren unter uns, das war Kodachrome auf Filmspule im Miniformat) immer einen großen Bogen gemacht. Wie soll man auch einen Film in 30×40 an die Wand hängen? Eben, sage ich ja, damals (vor 4k & 65″ Flatscreens) ging das nicht. Also war das Thema Film & Video für mich nicht so interessant und ich habe es nie richtig verfolgt.

Nun, Zeiten ändern sich, Technik ändert sich und ich mach es dann halt auch und fange an Videos zu drehen. Spaß beiseite, manches erklärt sich schneller und anschaulicher im Video und gerade bei den anspruchsvollen Kameramenüs von Olympus spare ich mir glatt tausend Anschläge auf der Tastatur. Gefilmt wurde mit dem iPhone, gesprochen ohne Mikro und meine „Ähmmmms“ gewöhne ich mir sicher im Laufe der Zeit auch noch ab. Wer damit also leben kann und wissen möchte, wie der HighResolution Modus an der Olympus PEN-F eingestellt wird, oder wer die Einstellungsmöglichkeiten des Monochrom Modus an der PEN-F nachvollziehen möchte, kann sich das hier anschauen.

Der High Resolution Modus an der Olympus PEN-F

Wie stelle ich den Monochrom Modus an der Olympus PEN-F ein

Viel Spaß und verzeiht mir die Anfängerfehler in Sachen Video. Für Hinweise und Tipps in Sachen Video bin ich übrigens dankbar, z.B. in Sachen Mikrophone für ein iPhone.

Erfahrung: 8 Wochen mit der Olympus PEN-F

Kennt Ihr das auch? Ihr kauft Euch etwas und völlig unerwartet entdeckt Ihr ein Detail, was Euch begeistert und welches Ihr wirklich vermissen würdet, wenn es nicht mehr da wäre. Bei mir waren das in der Vergangenheit das Automatikgetriebe bei meinem Auto oder die „Swap“ Taste auf der Fernbedienung meines Fernsehers, oder, im Falle meiner Olympus PEN-F, das“ Kreativ-Wahlrad“ mit dem blitzschnell einstellbaren Schwarz/Weiss- Modus. Genau, ich meine das Einstellrad an der PEN-F, dass die (von mir wirklich geschätzten) Jungs vom „TheCameraStore TV“ in Ihrem Review zur PEN-F gerne mit anderen Funktionen belegen würden. Nein, definitiv sollte Olympus es so lassen wie es ist, denn dadurch bekommen wir quasi eine zusätzliche Kamera geliefert.

Die PEN-F ist in meinen Augen die am meisten unterschätze Kamera im Sortiment von Olympus und egal welche Oly bei Euch schon vorhanden ist, die PEN-F ist immer eine sinnvolle Ergänzung. Denn in der PEN-F verstecken sich drei Kameras:

  • Die ganz normale PEN-F. Eine klassische, leichte Sucherkamera, die mit den 1,8er Festbrennweiten von Olympus immer dabei sein kann und so gut wie nichts wiegt.
  • Die PEN-F als universelle Pixelmaschine. Kombiniert die PEN-F einfach mit einem Handgriff und nutzt sämtliche Pro-Objektive, gerade die Zooms (12-40, 7-14, sogar das 40-150) liefern Spitzenqualität am 20MP Sensor und auch im HighRes wird eine super Qualität erreicht.
  • Die kostenlose Leica M Monochrom. Ja, ich weiß, die Leica hat KB Format, tolle Objektive und einen ganz speziellen SW/Sensor. Die PEN-F hat dafür gefühlt eine Millionen Einstellungs-möglichkeiten, um einen S/W Bildlook zu erzeugen der dem User gefällt. Klar geht auch bei der Leica, kostet aber locker 5.500€ (Body only). Im Ernst, wer auf SW steht wird mit der PEN-F definitiv glücklich. Die PEN-F in SW ist einfach der Hammer.

Wo Licht ist, ist auch Schatten, selbst die tolle PEN-F kann nicht alle Wünsche erfüllen. Gerade wer den C-AF dringend braucht und/oder auf die legendäre Abdichtung der Olympus Kameras angewiesen ist, sollte einen Bogen um die PEN machen. Kauft die EM-1 MK. II oder die Panasonic G9 (ups… habe ich Jehova gesagt ;-)? ). Die beiden erfüllen die Anforderungen besser. Solltet Ihr aber schon eine der beiden Kameras oder eine Ähnliche Euer Eigen nennen, steht einem Kauf der PEN-F meiner Meinung nach nichts im Wege. Das ist eine prima Ergänzung.

Ein paar Bilder zur PEN-F

So, genug der Lobhudelei, kommen wir zu den harten Fakten aus nun fast 8 Wochen User-Erfahrung, was hat mir gefallen, wo ist noch Raum für Verbesserungen. Hier kommt meine „ultimative“ Pro & Contra Liste zur Olympus PEN-F!

PRO

  1. Das Offensichtliche zuerst, die PEN-F sieht (für mich) einfach wahnsinnig gut aus, gerade mit den kleinen Festbrennweiten ist die Kamera optisch nahezu perfekt, fast sexy.
  2. Trotz oder wegen der Optik ist die Olympus recht unauffällig und wirkt auf Menschen nicht so aufdringlich wie eine DSLR oder eine große DSLM.
  3. Die Kombination mit den 1,8er Festbrennweiten von Olympus sieht nicht nur gut aus, sie ist auch klein und leicht. Die PEN-F ist damit jederzeit „mitnahmefähig“ und leicht unterzubringen.
  4. Der Verschluß der PEN-F ist klasse. Sanft und von der Geräuschentwicklung recht leise. Sagte ich schon, dass selbst das Geräusch echt sexy klingt?
  5. Das Display ist, anders als bei meiner EM-1 Mk.I. dreh- und schwenkbar und läßt sich dadurch komplett schließen. Auch wenn ich den Mechanismus der alten EM-1 vorziehe, nutze ich die Möglichkeit häufig, die PEN-F nur mit dem Sucher zu bedienen und das Display zu schließen.
  6. Die „Custum-Sets“ C1 bis C4 sind auf dem Programmwahlrad eingraviert und heißen auf dem Rad auch so. Bei meiner EM-1 Mk.I musste ich mir noch merken, wo ich die „MySets“ untergebracht hatte.
  7. Der „Fn1“ Button sitzt genau da, wo er bei meiner EM-1 Mk.I ebenfalls sitzt. Das ist keine Selbstverständlichkeit, erleichtert aber die Bedienung ungemein. Übrigens ist der Button bei der EM-1 Mk. II auch an der gleich Stelle. An dieser Stelle mal ein dickes Lob an Olympus dafür.
  8. Die ISO-Automatik wurde verbessert und die längste Verschlusszeit ist nun direkt im Menü einstellbar.
  9. Die PEN-F nutzt die gleichen Akkus wie meine EM-1 Mk.I. Für mich ist das echt praktisch (gut, wenn ich mir die EM-1 Mk.II leisten sollte, zieht dieser Pluspunkt nicht mehr, aber das wäre mir die MK.II doch wert).
  10. Der S-AF der kleinen Oly ist wirklich sehr schnell und exakt, richtig snappy. Damit bin ich wirklich sehr zufrieden.
  11. Die Drehräder für Zeit/Blende haben genau den richtigen Widerstand, nicht zu schwer zu drehen, nicht zu leicht zu verstellen. Das ist zwar ein subjektiver Eindruck, für mich beim täglichen Einsatz allerdings ein wesentlicher Pluspunkt.
  12. Der 20MP Sensor! Gegenüber den 16MP meiner EM-1 Mk.I machen sich die 4MP mehr doch bemerkbar, vor allem, da ich gerne in 16:9 fotografiere. Die Farben und die Dynamik des neuen 20 MP Sonysnsors gefallen mir ebenfalls richtig gut, meine EM-1 hat es im Moment richtig schwer da mitzuhalten.
  13. Die Möglichkeit  „High Resolution“ Fotos aufzunehmen. Die Ergebnisse haben mich äußerst positiv überrascht. Für meinen jährlichen Kalender, der ein statisches Motiv ist, nutze ich quasi nur noch diesen Aufnahmemodus. Der Qualitätssprung ist drastisch. Dazu findet Ihr auch Beispiele bei den Fotos weiter unten.
  14. Das Moduswahlrad vorne an der PEN-F. Blind zu bedienen, griffgünstig gelegen und die schnellste Möglichkeit die Olympus in eine Leica M Monochrom zu verwandeln (und das ganz umsonst!). Bitte Olympus, ändert das nicht bei einem Nachfolger, das ist ein Charaktermerkmal der PEN-F!
  15. Der SW-Modus der Olympus PEN-F. Kurz gesagt, einfach geil (sorry)! Ihr könnt alles einstellen und bekommt einen sofortigen visuellen Eindruck im Sucher, wie das Bild in SW wirken wird. Dazu habt Ihr drei Modi sofort auf Abruf und ggf. noch mehr, wenn Ihr über die „Custum-Sets“ geht. Darüber werde ich noch einen eigenen Artikel schreiben, aber ein paar Bilder wie unterschiedlich SW sein kann gibt es weiter unten. Super gemacht Olympus, aber so umfangreich, dass ein „how-to“ auf der Oly-Webseite sinnvoll wäre.
  16. Das Drahtauslösergewinde! Es ist zwar oldschool, aber manchmal doch sinnvoll zu verwenden
  17. Die WIFI Verbindung und die beiden Oli-Apps. Gerade die neue App Ol.Track ist richtig gut geworden und füttert die PEN-F mit Geodaten und weiteren Infos.

Ein Vergleich der normalen Auflösung zur High Res Auflösung der Olympus PEN-F

 Contra

  1. Das Display. Ja, ich weiß, dass man mit der PEN-F filmen kann und dass das Display dafür prima ist, aber ich finde das Klappdisplay meiner EM-1 Mk.I trotzdem besser.
  2. Und mir fehlt noch etwas von meiner Mk.I, nämlich die Abdichtung gegen Wind & Wetter. Gut, die PEN-F ist ehr eine Street Kamera, aber da kann es auch mal regnen. Ausserdem ist die PEN-F so vielseitig einsetzbar, dass es wirklich einen praktischen Nutzen für den Fotografen bedeutet hätte.
  3. Die „Griffigkeit“ der PEN-F wurde sicherlich dem Design unterworfen. Ok, kann ich mit leben, so lange es im Notfall einen Griff zum anschrauben gibt.  Ach übrigens, wo ist der Batteriegriff? Leica hatte für die M6 sowas mal im Programm. Sah klasse aus.
  4. Die Suchergröße! Wer die EM-1 Mk.I oder II kennt, der wird schon einen Größenunterschied feststellen. Einen Tick größer und es wäre selbst für mich als Brillenträger immer noch prima zu überblicken und würde mir noch mehr Spaß machen.
  5. Die PEN-F ist kälteempfindlich! Meine Diva hat sich bei -5 °C leider zweimal aufgehangen. Kein großes Problem, trotzdem sollte man wissen, dass man dann den Akku kurz herausnehmen muss, um die Dame wieder ans Laufen zu bekommen.
  6. Der C-AF! Der ist nun wirklich nicht der Hit, ganz im Gegensatz zum S-AF. Ich denke aber, dass Sport- und Wildlife Fotografen sicherlich ehr zur Panasonic G9 oder zur EM-1 Mk.II greifen werden als zur PEN-F. Trotzdem solltet Ihr Euch darüber im Klaren sein, die Diva ist perfekt für den S-AF, nicht für den C-AF.
  7. Mir fehlt der geniale Kippschalter den die EM-1 MK.i &II haben. Damit schalte ich die Doppelbelegung der Einstellräder meiner EM-1  blind und intuitiv um und kann mein Steuerkreuz ständig für die AF-Felder verwenden. Das fehlt mir an der PEN-F.
  8. Meine PEN-F hat bereits zwei kleine Kratzer am Kameraboden, ich nehme an die sind durch das Anbringen einer ARCA Platte entstanden. Die Diva will also aufmerksam behandelt werden und ist etwas kratzempfindlich. Allerdings ist eine Kamera immer ein Werkzeug, damit muss selbst meine Diva leben!
  9. Ok, jetzt wird es ernst. Die Punkte 1-7 waren „Meckern auf hohem Niveau“ und ich kann mit all diesen kleinen Macken der PEN-F gut leben, die Vorteile wiegen das zig mal auf. ABER, wer zur Hölle hat sich diese Position des Stativgewindes ausgedacht? Das Anbringen einer ARCA-Swiss Platte und meines 2,8/7-14 ist quasi unmöglich. Ganz banal ausgedrückt: DA GEHÖRT DAS STATIVGEWINDE NICHT HIN! Bitte ändert das bei einem Nachfolger ab.

So, das war meine Pro-& Contra-Liste zur PEN-F mit den Auffälligkeiten und Erfahrungen aus 8 Wochen Nutzung. Den wichtigsten Punkt habe ich allerdings noch nirgendwo aufgeführt, die Olympus PEN-F sieht nicht nur klasse aus sondern macht einen riesen Spaß beim fotografieren. Olympus liefert diesmal mehr als „eine“ Kamera!  Die PEN ist extrem vielseitig und der Bildlook ist quasi unendlich anpassbar (dazu folgt noch ein eigner Artikel im Blog). Natürlich fordert sie den User auch, denn die Menge an Möglichkeiten können auf den ersten Blick überfordern, aber keine Sorge, ganz simpel und einfach Bilder machen, das kann die Diva natürlich auch.

Besonders möchte ich Euch den einfach nur genialen S/W Modus ans Herz legen. Neben der Simulation klassischer S/W-Filter, der Körnung, des Farbtons, könnt Ihr auch die Kurven für Highlights & Shadows individuell anpassen. Reicht Euch das immer noch nicht aus, habt Ihr die Möglichkeit sogar eine Vignette in den Bildlook einzustellen. Unabhängig von all diesen Möglichkeiten wird dieser Modus Eure bisherige Fotografie verändern. Es ist so einfach, ein kurzer Dreh am „Kreativ-Einstellrad“ und schon habt Ihr Euer Motiv in S/W im Sucher. Das verändert, weil es stetig neugierig macht, wie denn das Bild in Schwarz/Weiß aussehen würde. Der „Dreh“ macht zwar nicht automatisch kreativ, aber er beflügelt die Neugierde und das sehe ich als ersten Schritt, um kreativ zu werden. Versucht es einfach, macht mal eine Runde Schwarz/Weiß, es verändert Eure Fotografie!

Ein paar Beispielbilder im Schwarz/Weiss Modus

Ein Beispiel für die vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten des SW-Modus in der Olympus PEN-F

Nun, abschließend stellt sich die Frage: „Für wen eignet sich denn die PEN-F?“ Darauf gibt es eine überraschend kurze Antwort: Seid Ihr absolut auf einen super guten C-AF, also kontinuierlichen Autofokus, angewiesen, dann laßt bitte die Finger von der PEN-F. Das kann  sie zwar, aber nicht so gut, dass es für Sport- oder Vogelfotografie im Flug gut ausreicht. Dafür gibt es andere Bodys, die das wirklich drauf haben. Sonst kann die Diva alles und ist in meinen Augen für alle Gebiete der Fotografie sehr gut geeignet. Als Streetkamera, als „Immer dabei Body“ als „HighResolution Maschine“, als „Reservebody“ zum Profimodell, egal was, das kann die PEN-F. Auch für Einsteiger die Spaß daran haben  mit der Kamera zu lernen und fotografisch zu wachsen ist die Olympus PEN-F perfekt geeignet. Und bevor ich es vergesse, jeder, der mit einer Leica M Monochrom liebäugelt sollte sich die PEN-F einmal anschauen. Die Einsparungen könnte man ja in einen gemeinsamen Urlaub mit der besseren Hälfte (und der neuen PEN-F) investieren, oder? Also, kaufen, das Ding macht happy!

Ein paar Beispielbilder, was die PEN-F alles kann

Wie immer bin ich weder gesponsert worden, noch habe ich sonstige Vergünstigungen von einer der genannten (und auch ungenannten) Firmen erhalten. Die PEN-F habe ich selber gekauft und bezahlt und die Erfahrungen sind meine persönliche Meinung. Allerdings muss ich darauf hinweisen, dass ich den Dompfaff mit Sonnenblumenkernen bestochen habe. Das war es aber auch schon.

Link-Tip: Wie man (eindrucksvoll) Bäume fotografiert!

Hallo, ein frohes neues Jahr und herzlich willkommen zum ersten Blogbeitrag im Jahr 2018. Ich hoffe Ihr seid gut in das neue Jahr rein gerutscht und habt ganz viele tolle Fotoprojekte als „gute Vorsätze“ auf Eurer ToDo-Liste stehen. Falls Euch wider erwarten doch noch die ein- oder andere Anregung in Bezug auf unser tolles Hobby fehlen sollte, möchte ich Euch heute zumindest einen Vorschlag machen: fotografiert doch einfach einmal beeindruckende Bäume! Infos wie Ihr das macht, wo Ihr eindrucksvolle Bäume findet und begeisternde Bilder von Bäumen sind hier in dem Artikel auf Petapixel zusammengefaßt. Übrigens auch, warum „focus stacking“, gerade für uns mFT-Nutzer, durchaus nicht nur im Makrobereich sinnvoll eingesetzt werden kann. Unbedingt lesenswert und tolle Bäume gibt es oft und sie sind zu jeder Jahreszeit fotogen. Und wer nun partout keine Bäume findet, für den ist im Artikel sicherheitshalber der Link zu einer (Baum)Datenbank, monumentaltrees.com, nochmals hinterlegt. Also, Weitwinkel raus, Bäume suchen, fotografieren und die besten Bilder ausdrucken. Das kann dann so aussehen und macht wirklich Spaß!

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Ich hoffe, dass ich in der nächsten Zeit wieder etwas mehr posten kann, aber so richtig in alter Frische wird es wohl erst wieder Anfang Februar losgehen. Trotzdem werde ich sicherlich im Januar noch den einen oder anderen kleinen Artikel hier veröffentlichen. Also, schaut immer mal vorbei!

Tipp & Pause: Eindrucksvolle Bäume

Heute gibt es nur ein kurzes Update für 365Photo.de garniert mit einem Lese- und/oder Geschenktip. Auf Spiegel Online habe ich einen Hinweis auf ein grandioses Baumbuch gefunden! Aber seht selbst, hier ist der Link zum Spiegelartikel. Für mich als Baumfreak ein „musst have“.

Der Zweite Hinweis erfolgt heute in eigener Sache, 365Photo.de macht aus gesundheitlichen Gründen eine Pause. Ich hoffe dass ich ab Februar wieder gewohnt Infos und Beiträge liefern kann, vielleicht klappt es auch ein wenig früher. Bis dahin wünsche ich euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir lesen uns in 2018!