Archiv der Kategorie: Ausrüstung

Hands on: Die Panasonic Lumix G9 mit dem Leica Vario-Elmarit DG 2,8-4,0/50-200

Ja doch, ich gebe es zu, zur Weihnachtszeit war ich schwer in Versuchung die Lumix G9 anstelle meiner PEN-F zu bestellen. Ich habe widerstanden und die Gründe sogar hier mit Euch geteilt. Nichts desto trotz war ich immer noch äußerst neugierig auf die Panasonic Lumix G9, Die Diskussionen um den Sucher der Lumix G9, die kurz nach Erscheinen der Kamera einsetzten, verunsicherten mich aber. Stichworte wie „kissenförmige Verzeichnung“, „verschwommene Ecken“ und „schlecht für Gleitsichtbrillenträger“ wurden in verschiedenen Foren genannt. Da für mich persönlich der Sucher eminent wichtig für meine Art zu fotografieren ist und ich selber eine Gleitsichtbrille trage führte kein Weg daran vorbei, das persönlich zu überprüfen. Mein Besuch auf dem  Umweltfestival Horizonte Zingst bot sich daher geradezu an, um endlich die Panasonic Lumix G9 etwas länger in die Finger zu bekommen. Glücklicherweise klappte es  und ich konnte mir über die Lumix G9 in rund 2,5 Stunden im Rahmen eines Fotowalks und einer Ausleihe direkt bei Panasonic einen ersten Eindruck verschaffen.

Die Lumix G9 mit dem Nocticron 1,2/42,5mm im Einsatz

Als langjähriger Olympus User ist es schon ungewöhnlich eine Panasonic zu bedienen, nichts ist im Menü da wo man es vermutet und natürlich ist die Leihkamera auch nicht so konfiguriert, wie die eigenen Kamerabodys. In der knappen Zeit, die ich zur Verfügung hatte, habe ich daher nicht die Kamera an meine Gewohnheiten angepasst, sondern genau umgekehrt, ich habe mich für diese Zeit der Lumix angepaßt. Das ganze hat nach ein paar Minuten Einarbeitungszeit recht gut funktioniert, da die G9 viele Direktwahltasten hat. Eine Ausnahmestellung hatte lediglich der Joystick zur Verschiebung des Fokusfeldes, das war für mich echtes Neuland, da ich bei meine Olympus Kameras immer über das Steuerkreuz gehe. Ich habe ziemlich oft versucht mit dem Steuerkreuz der Lumix den AF-Punkt zu verschieben, aber das war auch der einzige Unterschied in der Bedienung, der mir immer wieder dazwischengekommen ist. Sonst liegt die Panasonic Lumix G9 extrem gut in der Hand, der Griff ist fast perfekt ausgeformt und die Einstellungsräder sind an den üblichen Positionen. Das vordere Rad steht dabei senkrecht vor dem Auslöser, etwas ungewohnt für mich, da es bei der Olympus EM-1 um den Auslöser herum angeordnet ist. Dafür gibt es auf der Rückseite quasi zwei Rädchen, einmal wie gewohnt oben am Body und einmal um das Steuerkreuz herum.  Die Lumix G9 kann wohl so konfiguriert werden, dass auf die 3 Räder im Modus A (Zeitautomatik) Blende, Belichtungskorrektur und ISO gelegt werden können. Das konnte ich zwar mangels Zeit nicht prüfen, aber es wäre ideal, diese 3 Parameter im direkten Zugriff zu haben. Bei der Olympus EM-1 nutze ich dazu immer den Hebel um von Set 1 auf Set 2 zu schalten und damit den Zugriff auf die ISO´s zu haben. Alles in allem unterscheidet sich die Bedienung sicherlich in einigen Nuancen zwischen der Lumix G9 und der Olympus EM-1, aber die Kameras sind so individuell konfigurierbar, dass sie sich zu einem großen Teil an die eigenen Gewohnheiten anpassen lassen. Ein Wechsel von der EM-1 zur G9 oder andersherum sollte daher niemandem vor große Probleme stellen.

Die Panasonic Lumix G9 konnte ich einmal mit dem Panaleica 2,8-4,0/12-60 und danach mit dem neuen 2,8-4,0/50-200 testen. Interessant für mich war aber auch das Verhalten der Lumix G9 mit meinen ja bereits vorhandenen Olympus Objektiven, aber dazu später daher.  Das 12-60 habe ich eigentlich als auffällig unauffällig wahrgenommen, denn es paßt perfekt zur Kamera und bietet einen idealen Brennweitenbereich vom starken Weitwinkel bis zum leichten Tele. Dabei ist es recht leicht und macht von der Verarbeitung her einen wirklich soliden Eindruck, das perfekte Standardzoom für den anspruchsvollen Fotografen. Allerdings fehlt dann (gefühlt) doch die Lichtstärke am langen Ende und im Vergleich mit dem Olympus 2,8/12-40 bietet das Zuiko mit dem  Fokusring und der L-Fn Taste eine im Alltag sehr praktische Ausstattung, die dem PanaLeica fehlt. In meinen Augen ist die Entscheidung zwischen beiden Objektiven Geschmacksache, wobei ich ehr zum 12-40ziger tendieren würde.

Das PanaLeica 2,8-4,0/50-200 an der G9 mit Streulichtblende

Das neue PanaLeica 2,8-4,0/50-200 bietet einen interessanten Brennweiten- bereich, den viele MF (nicht mFT) Fotografen bereits kennen- und schätzen gelernt haben. Olympus hatte lange Zeit das Zuiko 2,8-3,5/50- 200 SWD im Angebot und es wurde hoch gelobt  und noch oft an der EM-1 MkI. eingesetzt. Das neue PanaLeica 2,8-4,0/50-200 ist einen Hauch lichtschwächer und bietet die gleiche Brennweite. es ist sehr gut verarbeitet, etwas kleiner und leichter als das Olympus 2,8/40-150 und kann auch mit einem Telekonverter genutzt werden. Panasonic bietet hierfür den DMW-TC 14 (1,4x) und den DMW-TC 20 (2,0x) an. Das wird in Zukunft keine leichte Entscheidung, denn das Olympus Zuiko 2,8/40-150 ist optisch und selbst mit dem Telekonverter noch richtig gut, das Panasonic 2,8-4,0/50-200 ist lichtschwächer, dafür aber auch leichter und kompakter. Preislich liegt das PanaLeica 50-200 allerdings deutlich vor dem Zuiko 40-150, rund 1.700 € beträgt der Listenpreis, die Olympus-Optik ist (ohne Telekonverter) bereits für ca. 1.200€ zu haben.  In meinen Augen stellt sich hier die Frage, ob man bereit ist etwas mehr an Volumen und Gewicht zu schultern oder ehr nicht. Persönlich gebe ich zu, dass ich schon öfter das 40-150 zuhause gelassen  und dafür das 75-300 in die Tasche gepackt habe. Mehr Brennweite und geringeres Gewicht waren für die Entscheidung verantwortlich. In diese Bresche könnte das neue Panasonic 2,8-4,0/50-200 springen, denn Qualitativ scheint es wirklich sehr gut zu sein.

Wir mFT User können mittlerweile aus einem Riesen Angebot an Objektiven wählen. Als ich die Lumix G9 mit meinem altgedienten Zuiko 2,8/12-40 in Zingst ausprobiert habe, gab es keinerlei Einschränkungen für mich. Die L-Fn Taste funktionierte und auch das Umschalten auf das manuelle fokussieren durch das „Zurückziehen“ des Fokusrings am Objektiv wurde von der Lumix G9 direkt unterstützt.  Toll! Der einzige Wermutstropfen ist, dass die kombinierte Stabilisierung von Objektiven und Kamera nicht Herstellerübergreifend funktioniert, daran sollten Olympus und Panasonic arbeiten!

Kommen wir zum meist diskutierten Punkt der Panasonic Lumix G9, dem Sucher. Das „Guckloch“ ist tatsächlich riesengroß und die Auflösung ist fantastisch, diese Punkte sind über jeden Zweifel erhaben. Auch das Anpassen der Größe des Sucherbilds per Taste am „Sucherbuckel“ geschieht simpel per Knopfdruck und ist durchaus nützlich, denn als Brillenträger ist es unter Umständen  schwierig das komplette Sucherbild in der größten Stufe zu überblicken. Ich persönlich bin besser als erwartet mit dem Sucher klargekommen und habe im Endeffekt die ganze Zeit mit der höchsten Vergrößerung fotografiert. Die Auflösung und das Reaktionsvermögen des Suchers sind eine Wucht, man könnte glatt vermuten, dass es sich hier um optischen Sucher handelt. Spaß beiseite, das Ding ist echt verdammt gut und er ist besser als der Sucher der Olympus EM-1, bildmäßig betrachtet. Was ich allerdings nicht verstehe ist, warum die Lumix Sucher immer so eine kissenförmige Verzeichnung haben müssen. Da ist Olympus wieder vorne, denn da verzeichnet gar nichts und auch die Infos im Sucher sind etwas besser abzulesen. Trotzdem sollte Olympus hier nachlegen, denn die Auflösung des Lumix G9 Sucher ist ein Knaller. Und wenn wir schon beim wünschen sind, hätte ich gerne den Sucher der Lumix G9 ohne kissenförmige Verzeichnung, denn das bietet der Sucher der EM-1 schon immer. Das muss doch lösbar sein. Ich trage übrigens eine Gleitsichtbrille und fotografiere immer MIT! Brille auf der Nase. Bei der Olympus EM-1 MK. I & II geht das absolut problemlos und die Lumix G9 machte mir auch keine Probleme. Trotzdem solltet Ihr, wenn Ihr eine Brille tragt, versuchen vor dem Kauf den Sucher der G9 beim Händler oder auf Messen für Euch zu testen. Gerade mit Brille ist das immer eine sehr individuelle Angelegenheit.

Mit der Lumix G9 ist es Panasonic erstmals gelungen, mich richtig neugierig auf eine Kamera von diesem Hersteller zu machen und tatsächlich eine Alternative zur Olympus EM-1 MkII. zu bieten.  Die Lumix G9 ist eine Kamera für Fotografen und Panasonic hat mit ihr die Auswahl an Spitzenkameras für uns mFT-User ein gutes Stück größer gemacht! Was haben wir mFT-User doch für ein Glück, dass wir die Wahl haben zwischen zwei so exzellenten Kameras von zwei so innovativen Herstellern, von der Auswahl an Objektiven ganz zu schweigen. Also, alles richtig gemacht mit mFT!

 

Service: Peak Design tauscht problematische Anker aus

Scheinbar gibt es Probleme mit den Ankern der 1. und 3. Generation von PeakDesign. Die Anker sind die kleinen runden Plättchen mit den Bändern daran und werden entweder direkt durch die Gurtösen an der Kamera gezogen oder durch die Dreiecksringe, die meistens den Kameras beiliegen. An den Ankern wird dann letztendlich der Gurt oder die Handschlaufe eingeklickt.

Links der Version 3 Anker, rechts wahrscheinlich ein Anker der Version 1

Hintergrund scheint der zu sein, dass bei einem direkten befestigen der Bänder durch die Gurtösen an der Kamera Belastungen auftreten, die die Bänder beschädigen könnten. PeakDesign (PD) hat zwar nur 7 Fälle auf ca. 1. Millionen Anker festgestellt, hat sich aber trotzdem entschlossen, neue und stabilere Anker zu produzieren. Hier könnt Ihr nachlesen, welche Beweggründe der Aktion von PD zugrunde liegen. Dpreview.com hat hierzu übrigens auch schon erste Infos veröffentlicht.

Solltet Ihr also einen Anker der 1. Generation oder der 3. Generation  (eingeführt im August 2017) haben, geht bitte auf die Austauschseite von PD und folgt den Anweisungen dort. Ihr bekommt die neuen Version 4 Anker kostenlos zugeschickt. Da ich selber betroffen bin, habe ich den Prozeß schon durchlaufen und es klappt alles reibungslos, auch mit der deutschen Adresse gibt es keinerlei Probleme. Ihr braucht dabei keinen Kaufnachweis hochzuladen oder Ähnliches, zählt einfach Eure Anker, gebt Eure Infos ein und Ihr seid im Update-Programm dabei.

Auf der Austauschseite wird auch beschrieben, wie Ihr die Anker der 1. und 3. Generation weiter benutzen könnt, bis die Ersatzlieferung eintrifft. PD empfiehlt diese nur noch mit dem Dreiecksring zu nutzen. Übrigens werden mit den Austauschankern auch zusätzlich solche Ringe verschickt.

Unter dem Strich vertraue ich persönlich meinen PD Ankern weiter, weil ich diese immer über die Dreiecksringe an meinen Kameras befestigt habe. Sobald die Ersatzlieferung kommt werden die Anker getauscht und alles ist gut. Ein dickes Kompliment an die Kalifornier für die ganze Aktion. Es gibt eine offene Kommunikation, einen kostenlosen Service für betroffene Kunden und ein einfach zu handhabendes Verfahren, dass man in 5 Minuten durchlaufen hat. Toll. Da könnte die deutsche Automobilbranche doch glatt von lernen 😉 !

CashBack: Alles neu macht der Mai, Olympus Aktion ab heute

Wie jedes Jahr im Sommer hat Olympus auch dieses Jahr  wieder pünktlich zu Beginn der Foto-Saison  eine CashBack Aktion am Start. Ab 1. Mai gibt es für folgende Kameras und Objektive CashBack:

  1. OM-D E-M5 Mark II (200 €/CHF Prämie)
  2. OM-D E-M10 Mark III (75 €/CHF Prämie)
  3. OM-D E-M10 Mark II (75 €/CHF Prämie)
  4. M.Zuiko Digital ED 17 mm F1.2 PRO* (175 €/CHF Prämie)
  5. M.Zuiko Digital ED 25 mm F1.2 PRO* (175 €/CHF Prämie)
  6. M.Zuiko Digital ED 45 mm F1.2 PRO* (175 €/CHF Prämie)
  7. M.Zuiko Digital 25 mm F1.8* (50 €/CHF Prämie)
  8. M.Zuiko Digital ED 60 mm F2.8 Macro* (75 €/CHF Prämie)
  9. M.Zuiko Digital ED 9-18 mm F4.0-5.6* (100 €/CHF Prämie)
  10. M.Zuiko Digital ED 75-300 mm F4.8-6.7 II* (100 €/CHF Prämie)

Bemerkenswert, auch die Top Festbrennweiten mit 1,2er Blende sind diesmal dabei und das CashBack liegt mit 175€/CHF am oberen Ende der Erwartungen. Also, wer immer schon mit einem der schnellen Objektive geliebäugelt hat, kann jetzt zuschlagen.

Und hier ist der Link zu Olympus CashBack Aktion. Viel Spaß beim aussuchen!

Wie immer gilt, ich bekomme keinerlei Zuwendungen von Olympus für die Informationen, die ich Euch hier mitteile.

Tipp: Aktionen zur EM-1 Mk.II und zur G9/GH5/GH5S

Der (Foto-)Frühling naht mit großen Schritten und zum Wochenende hin auch mit den lange ersehnten, steigenden Temperaturen. Passend dazu bringen sich die Kamerahersteller und Fotoshops in Position. Heute möchte ich Euch auf eine Aktion von Foto-Koch in Düsseldorf aufmerksam machen. Ob diese Aktion auch bei anderen Händler kommen wird, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, ich denke aber im Falle der Olympus Aktion könnte dies so sein. Folgende Angebote hat Foto-Koch im Newsletter:

  1. Im Tausch gegen eine funktionsfähige Digitalkamera werden 100€ „Tauschwertbetrag“ bei Kauf einer Panasonic G9/GH5/GH5S  garantiert. Konkret gesprochen also ein Nachlass von 100€ auf den Listenpreis bei Foto-Koch. Ich persönlich finde das Angebot interessant, wenn ich eine der o.g. Kameras kaufen möchte.  Wie lange die Aktion läuft kann ich aus dem Newsletter leider nicht erkennen. Hier geht es zum Angebot bei Foto Koch 
  2. Das zweite Angebot bezieht sich auf das Flaggschiff von Olympus,  die OM-D EM-1 Mk.II. Hier gibt es bei Kauf der Kamera den Handgriff HLD-9 gratis dazu. Wer also den Kauf der Mk.II plant und den Handgriff zu der Kamera dazu anschaffen möchte, kann hier ein echtes Schnäppchen machen, denn der HLD-9 kostet als Zubehör rund 290€. Die Aktion läuft vom 01.04.18 bis zum 31.05.18 und scheint von Olympus unterstützt zu werden, da eine Registrierung der Kamera notwendig ist, um den Handgriff zu erhalten. Wahrscheinlich werden also auch weitere Händler mit Angeboten auf den Markt kommen. Hier ist der Link zum Oly-Angebot.

Wer eh mit einer der Kameras geliebäugelt hat, kann sich ab heute einen kleinen oder etwas größeren Bonus sichern und zuschlagen.

Wie immer gilt, ich bekomme weder von Olympus, Panasonic oder Foto-Koch irgendetwas dafür, dass ich auf die Aktion hinweise, auch sind die Links keine Affiliate-Links.

 

Edit 17.25h: Die EM-1 Mk.II Aktion ist nun auch offiziell bei Olympus auf der Webseite gelistet. Hier ist der Link. Berechtigt sind die Kits mit dem 12-40, dem 12-100 und dem 12-40 & 40-150 und natürlich auch nur das Gehäuse der EM-1 Mk.II. Da es sich um eine offizielle Aktion von Olympus handelt, kann die EM-1 Mk.II natürlich auch bei anderen Händlern gekauft werden.

Have a Look: What’s in my Bag Part I

Ich liebe ja Klischees, nicht weil man sich darüber so gut amüsieren kann, sondern weil sie häufig genug stimmen. Als Beispiel (und die Damenwelt möge mir verzeihen) sei nur das Thema Frauen und Schuhe genannt. Aber wir Amateurfotografen  passen da auch ganz prima rein, denn wer hat weniger als 2 Taschen für seine Kameraausrüstung? Ja, „Fotografen und Taschen“ kann locker mit dem Thema „Frauen und Schuhe“ mithalten. Und was liebt der (schreibende) Fotograf (also ich) fast noch mehr als eine neue Tasche? Natürlich, den Blick in anderer Leute Taschen. Ich habe es immer geliebt und liebe es heute noch, wenn fremde Profi- und Amateurfotografen einen Blick in Ihre Fototaschen ermöglichen.

Nun, heute bin ich an der Reihe Euch einen Blick in meine Tasche werfen zu lassen. Anfangen möchte ich mit meiner „tragbarsten“ Lösung, die wirklich oft einfach dabei ist, wenn ich unterwegs bin, sozusagen mein „Street-Setup“. Wichtigster Punkt dabei ist das Gewicht der ganzen Tasche, denn wenn ich damit unterwegs kann es durchaus sein, dass ich die Ausrüstung 4 oder 5 Stunden durch die Gegend trage. Dazu aber später mehr.

Also, was ist nun drin in meiner Tasche:

  1. Billingham Hadley Small
  2. Olympus PEN-F mit Griff & Peek Design Handschlaufe
  3. Zuiko 1,8/17
  4. Zuiko 1,8/25
  5. Zuiko 1,8/45
  6. Peak Design Leash Ash (Gurt)
  7. Ersatzakku
  8. Speicherkarte
  9. Tempo´s
  10. Mikrofasertuch
  11. Kugleschreiber
  12. Notizblock
  13. Taschenmesser
  14. Objektivdeckel

Kein Zoom, keine lichtstarken 1,2er Festbrennweiten und keine Filter, dafür ist die gepackte Tasche wirklich leicht. Übrigens könnte die Billingham Hadley Small locker noch etwas mehr wegstecken, dabei ist sie an sich ehr klein.  Naja, jedenfalls wirkt sie auf den ersten Blick so.

Die Hadley Small im Größenvergleich zur PEN-F und einer Packung Tempo´s
Ein kurzer Blick ins Innere, links die Olympus PEN-F mit dem 1,8/25 und Griff samt Gurt, rechts oben das 17er (sichtbar) und das 45 (darunter, nicht sichtbar). Übrigens passt die PEN-F auch mit dem 2,8/12-40 und Gegenlichtblende in das linke Fach.
Und so schaut die Billingham Hadley Small aus, wenn alles eingepackt ist.

Verpackt darin ist eine kleine, feine und leichte Ausrüstung mit den Brennweiten 17/25/45 (35/50/90 an KB) die wirklich tragbar ist. Auf der Schulter ist sie für mich kaum spürbar und ich fühle mich damit für die allermeisten Situationen gut gewappnet. Nun, wieviel Kilo zerren denn dann an meiner Schulter, wenn ich mit meiner Billingham Hadley Small und meiner Olympus PEN-F samt Objektiven unterwegs bin ?

Die Tasche alleine hat ein Gewicht von 680 Gramm, das ist wirklich leicht und dabei ist die Billingham schon regendicht, eine separate Hülle ist überflüssig. Und der Rest der Ausrüstung? Siehe unten:

Das gesamte Paket wiegt 1.975 Gramm, also keine 2 Kilo! Und diese 2 Kilo sind kaum auf der Schulter zu spüren und daher auch über einen längeren Zeitraum gut zu tragen. Ohne Taschenmesser, Gurt und Tempos würde das Paket nochmal rund 200 Gramm leichter, ich finde das sensationell.

Wir mFT Shooter vergessen häufig einen der tollsten Vorteile, den uns der „kleine“ Sensor beschert. Die Möglichkeit (im wahrsten Sinne des Wortes) unbeschwert mit der Kamera durch die Gegend zu gehen und diese dadurch öfter dabei zu haben. Die 1,8er Objektiv Serie von Olympus drängt sich da quasi auf. Gut, günstig lichtstark und recht leicht habe ich mit dem Trio an der PEN-F eine Qualität in der Tasche, von der ich in der guten, alten analogen Zeit nur träumen konnte. Da nehme ich doch das etwas höherer Bildrauschen gegenüber einer Vollformat Kamera gerne in Kauf, vor allem  seitdem es „schick“ ist bei schwarz/weiß Bildern wieder „Körnung“ in einer Filmsimulation hinzuzufügen. Kann ich zwar auch mit der PEN-F, muss ich aber nicht.

Erfahrung: Olympus Bonusaktion zur PEN-F

Die ständigen Leser wissen  ja bereits, dass ich mir zu Beginn des Jahres eine „Zweitkamera“ angeschafft habe, die Olympus PEN-F. Natürlich geschah das rechtzeitig genug, um noch an der Bonusaktion zur PEN-F teilnehmen zu können. Meinen Blog-Beitrag hierzu samt der Gründe, warum es gerade die PEN-F wurde findet Ihr hier. Bevor ich demnächst meinen ersten Eindruck mit meiner „Zweitkamera“ etwas ausführlicher beschreibe, wollte ich meine Erfahrungen mit der Bonusaktion von Olympus kurz mit Euch teilen. Ich denke viele Olympus User nutzen die vielfältigen Aktionen (Cash-Back im Sommer & im Winter, Zugaben und was Olympus sonst noch in Zukunft einfällt) und es ist durchaus interessant, wie da welche Aktion abgewickelt wird.

Bei mir persönlich sah es so aus, dass ich die PEN-F im Onlinehandel erworben habe (und NEIN, es war nicht Amazon!), da ich aus persönlichen Gründen auf eine Anlieferung der Kamera angewiesen war. Das funktionierte reibungslos und schnell, hatte allerdings zur Folge, dass mir gesetzlich ein 30 tägiges Widerrufsrecht gewährt wurde. In 99% alle Fälle ist das ein tolle Sache für den Käufer, für die Bonusaktion bedeutete dies allerdings 30 Tage warten, denn erst nach Ablauf der Frist, konnte ich meine Unterlagen bei Olympus einreichen. Vor Ablauf der 30 Tage hätte die Kamera ja noch an den Verkäufer zurückschicken können.

Nun, auch 30 Tage vergehen und können einem „Fotofreak“ Geduld lehren. So war es bei mir und innerlich stellte ich mich geduldig auf eine weitere längere Wartezeit ein, die nach dem Einreichen der Unterlagen unweigerlich auf mich zukommen würde. Übrigens reichte Olympus ein Scan meiner Originalrechnung  per Mail an die vom Verkäufer angegebene Emailadresse als Nachweis der Berechtigung  für die Aktion aus. Ich persönlich habe das als sehr, sehr unkompliziert empfunden, Kompliment dafür! Die Mail habe ich am Donnerstag den 15.02. erstellt und an Olympus geschickt. Über das folgende Wochenende habe ich die ganze Sache mehr oder minder vergessen, oder besser gesagt, in meiner gedanklichen Wiedervorlage auf mindestens 14 Tage in die Zukunft gelegt. Nur so kann ich mir erklären, dass ich am Mittwoch (21.02.!!!) Abend reichlich verdutzt war, als ich eine DHL Benachrichtigungskarte aus meinem Briefkasten zog, und mir partout nicht einfallen wollte, von wem ich denn ein Paket erwarten würde.

Als ich tags darauf dann das Paket in meiner Postfiliale abholte und einen Blick auf den Absender warf, konnte ich es kaum glauben. Es war Olympus, es war mein 1,8/25mm und es wurde in unter einer Woche geliefert. Wow, reife Leistung Olympus. Dazu gab es dann noch einen sehr freundlichen Brief, original unterschrieben von der Mitarbeiterin, die meine Mail erhalten hatte. Da fühlt man sich doch als Kunde direkt gut aufgehoben. Die Bonusaktion ist bei mir absolut problemlos gelaufen und geradezu rasant schnell abgewickelt worden. „Tue Gutes und sprich darüber“ ist ja ein bekanntes Sprichwort. Ich glaube dieser sehr gute Service hat es verdient positiv erwähnt zu werden. Kompliment Olympus, die nächste Aktion schaue ich mir mit Sicherheit auch wieder genau an.

Übrigens, immer wenn ich ein neues Objektiv oder Zubehörteil oder gar eine neue Kamera von Olympus anschaffe, registriere ich den Gegenstand auf MyOlympus. Denjenigen, die diese Möglichkeit noch nicht kennen oder bisher nicht genutzt haben, möchte ich heute darauf hinweisen. Ihr bekommt nicht nur eine kostenlose Garantieverlängerung um 6 Monate, sondern habt selber einen perfekten Überblick über Euer Equipment in Bezug auf die Länge der Garantie, die Seriennummer und alle anderen ggf. relevanten Daten. Praktisch, auch z.B. für den Fall, falls Ihr das mal für eine Versicherung braucht. Und das beste daran ist, Ihr könnte die einzelnen Gegenstände auch wieder löschen. verkauft Ihr eine Objektiv löscht Ihr es aus Eurem Account und der neue Eigentümer kann es dann in seinen Account eintragen. Also, registriert Eure Ausrüstung, mein 25ziger ist schon drin 😉

Soweit also meine positives Erlebnis mit der Olympus Bonus Aktion. Meine Erfahrungsbericht mit der PEN-F folgt, versprochen.

Zweitkamera: Olympus PEN-F, das Biest

Ok, mit dem Begriff „Zweitkamera“ wird man der Olympus PEN-F ganz sicher nicht gerecht, wenn diese eine EM-1 MkI. ergänzt, aber schließlich habe ich die PEN-F ganz bewusst als Zusatz und Backup zur EM-1 gekauft. Dabei hat die kleine PEN Top-Konkurrenten aus dem Feld geschlagen. Als weitere Kandidaten standen neben dem „Biest“ noch die Olympus EM-1 MKII. und die nagelneu auf den Markt gekommene Panasonic Lumix G9 auf der Einkaufsliste. Beides die absoluten Flagschiffe in Sachen Fotografie von Olympus und Panasonic, trotzdem habe ich mich für die PEN F entschieden. Warum?

3F3F919B-40D3-4772-81A6-1454CEE07217

Zum einen bin ich mit meiner EM-1 immer noch sehr zufrieden. Sicher das ein oder andere „Feature“ der neuen Kameramodelle fehlt, aber da ich nicht auf  Geschwindigkeit angewiesen bin, reicht mir meine EM-1 derzeit aus. Außerdem hat mein Arbeitspferd noch recht lange Garantie und ich habe sehr viel Zubehör für die Kamera. Eine MKII. oder G9 würde meine EM-1 mit Sicherheit verdrängen und in die Vitrine oder den Verkauf schicken. Ich würde lediglich die Kamera tauschen, mich selber aber nicht auf etwas neues, ungewohntes einlassen und meine „Komfortzone“ verlassen.

Zum anderen, ich gebe es gerne zu, spielt auch der Preis, bzw. die aktuellen Angebote eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Die Olympus EM-1 MKII. liegt immer noch bei rund 1.800€ nach CashBack , die Panasonic Lumix G9 mit 1.700€ nur knapp darunter, jeweils immer nur der Kamerabody ohne ein Objektiv. Die Olympus PEN-F liegt mit rund 999€ für den Body im Vergleich deutlich unter den Preisen der beiden Flaggschiffe und ist im Kit-Angebot mit dem 1,8/17mm immer noch fast 500€ günstiger. Dazu gab es bei Kauf der PEN-F bis zum 15.01.2018 ein kostenloses Objektiv dazu, das Zuiko 1,8/25mm. Insgesamt ein verlockendes Angebot, welchem ich nicht widerstehen konnte und so hat die PEN-F das Rennen gemacht.

Gereizt hat mich auch die etwas andere Art des fotografierens, die die PEN F fördert. Eine EM-1 oder Lumix G9 ist aufgrund der Form wie gemacht für Zooms, am besten noch die 2,8er Pro Objektive, die liegen samt Kamera wie angegossen in meiner Hand und erinnern mich so absolut an die Fotografie mit Spiegelreflexkameras. Zur PEN-F bieten sich dagegen ehr die 1,8er Festbrennweiten an, also das 17er, das 25ziger und das 45ziger.  Mit den Festbrennweiten erinnert sie ehr an die klassische Sucherkamera mit deren typischen Attributen, unauffällig, klein und leicht. Damit ergänzt die PEN-F nicht nur meine EM-1 auf ideale Weise, sondern zeigt mir außerdem eine etwas andere Art zu fotografieren. Als i-Tüpfelchen dazu gibt es ja noch das berühmt berüchtigte „Kreativ Rad“. Ein Dreh daran reicht aus um die Kamera in einen speziellen Farb-oder in den SW-Modus zu setzen. Überflüssig zu erwähnen, dass diese Modi in zig Varianten individuell angepasst werden können.

Aber das sind natürlich nicht die einzigen Argumente, die mich zum Kauf der Olympus PEN-F bewegt haben. Gespannt bin ich selbstverständlich auf die Qualität des neuen 20MP Sensor der in der PEN-F werkelt. Sicher, 4 MP mehr als in der EM-1 sind nicht die Welt, sollten sich aber schon bemerkbar machen. Da ich sehr gerne direkt im 16:9 Format fotografiere und dadurch schon einiges an Auflösung verliere, bin ich für jede Verbesserung dankbar (und ja, ich nehme neben dem JPEG auch ein RAW auf, sicherheitshalber). Der HighRes Modus den Olympus der PEN-F spendiert hat, ist für mich ebenfalls Neuland. Die EM-1 MK.I bietet diese Möglichkeit (leider) nicht. Die im HighRes Modus durch den PixelShift erreichte Auflösung liegt nochmals deutlich über den 20 MP, Olympus gibt hier eine Bildgröße von 50 MP an. Ohne Stativ geht natürlich in diesem Modus gar nichts, trotzdem freue ich mich sehr darauf diese Funktion auszuprobieren.

Neben den für mich neuen, oben erwähnten, technischen Aspekten gab es einen ganz pragmatischen Pluspunkt für die Olympus PEN-F, die Kamera verwendet den gleich Akkutyp wie meine EM-1 MK.I. Das bedeutet keine weiteren Investitionen in Ersatzakkus und ein zweites Ladegerät und macht dadurch die PEN-F im Vergleich nochmals etwas günstiger. Ach ja, und, das muss ich der „Kleinen“ lassen, sie sieht richtig gut aus und wir Fotoamateure mögen doch schöne Dinge, oder?

Also, die PEN-F ist eine spannende, kleine Kamera, die durchaus fordernd sein kann und doch vielleicht häufiger dabei ist, als eine EM-1, gerade wenn die Festbrennweiten eingesetzt werden. Allerdings, ganz ohne ist sie nicht, die Einstellungsmöglichkeiten in Sachen Bildparameter drohen den User zu erschlagen. Mal sehen, wie sich das alles in der täglichen Praxis bewährt und wie sich der Ablauf mit dem kostenlosen Objektiv dargestellt hat. Ich werde Euch auf dem  Laufenden halten.

 

 

OM-D EM-1 Mk.I: Oder warum die Garantieverlängerungen eine gute Idee ist.

Technische Geräte haben die Eigenschaft in aller Regel gut und fehlerfrei zu funktionieren, wobei natürlich Ausnahmen die Regel bestätigen. Kameras und Objektive machen da keine Ausnahme, die große Mehrzahl tut klaglos Ihren Dienst nur ein paar Geräte haben Defekte und müssen zur Reparatur. Das tückische an diesem ganz normalen Umstand ist der Mensch.

Irrigerweise gehen wir Menschen, der Autor ausdrücklich mit eingeschlossen, immer davon aus, dass uns das schon nicht passieren wird und unsere Kamera klaglos bis zum Ende Ihren Dienst tun wird. Dumm nur, wenn die Kamera diese Auffassung so gar nicht teilen möchte. Genauso ist es mir ergangen. Kurz bevor ich für etwas längere Zeit weg musste, standen noch ein paar Bilder an, die vorher aufzunehmen waren. Gesagt, getan, meine treue EM-1 Mk.I mit dem 12-40mm stand bereit und die ersten Bilder waren schnell im Kasten. Dann aber blieb auf einmal das Sucherbild schwarz. Die Anzeigen der Kamera waren sowohl im Sucher, als auch auf dem hinteren Display zu sehen, allerdings gab es kein Bild, nur absolute Schwärze. In so einem Fall hilft häufig das ein- und ausschalten der Kamera weiter. Die Elektronik sortiert sich neu und es kann mit den noch geplanten Aufnahmen weitergehen. Gesagt getan, nur zeigte sich meine EM-1 davon völlig unbeeindruckt und projizierte weiterhin tiefste Schwärze auf mein Display. Jetzt wurde ich doch ein wenig nervös und entschied mich etwas genauer hinzusehen. Ich nahm das Objektiv ab, blickte mit Schrecken in meine Olympus und sah das:

Schlagartig wurden schlimmste Erinnerungen bei mir geweckt, denn das was ich sah war ein hängender oder klemmender Verschluß.  Den hatte ich bei meiner ersten EM-1 schon einmal in dieser Position gesehen und nichts und niemand bewegte die Kamera damals dazu, sich überhaupt in Betrieb zu setzen, so dass ich sie umtauschen musste. Und jetzt zeigte meine treue EM-1 ein ähnliches Verhalten. Ein Einschicken der Kamera zum Olympus Service schien aufgrund meiner Erfahrungen unausweichlich. Sicher, der Olympus Pro Service ist schnell, aber da ich in zwei Tagen weg musste, bestand keine Chance die Reparatur vorher vernünftig abzuwickeln. Die Konsequenz war, dass ich rund 6 Wochen ohne mFT Kamera auskommen müsste. Alles was mir zum fotografieren in dieser Zeit zur Verfügung stünde, wäre mein Handy. Allerdings hatte ich noch eine Chance die EM-1 wieder in Gang zu setzen:  den Akku entfernen und ggf. ein Reset der Kamera. Zum Glück reichte das entfernen des Akkus um meine EM-1 wieder betriebsbereit zu machen. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich war sehr erleichtert.

Zwei Dinge habe ich aus diesem Geschehen gelernt:

  1. Die 99€ die ich in die Grantieverlängerung meiner EM-1 investiert habe sind gut angelegtes Geld, denn sie beruhigen ungemein in solchen Situationen. Sicher die Kamera ist vielleicht für 14 Tage zur Reparatur, aber bis in das Jahr 2020 kostet mich das keinen Cent. Jedem, der das Angebot für seine EM-1 Mk I noch nutzen kann, empfehle ich von ganzem Herzen, die Grantieverlängerung zu kaufen. Ein besseres Angebot gibt es nicht.
  2. Eine Zweitkamera für mein mFT System ist unverzichtbar. Was nutzen die besten Objektive und das ganze drumherum, wenn tatsächlich der Verschluß streikt? Nichts. Es mag sich vielleicht übertrieben anhören, aber ohne Kamera fühle ich mich persönlich irgendwie nicht komplett. Sicher das Handy macht auch Fotos, aber eine DSLM/DSLR von Olympus, Panasonic, Nikon, Pentax oder Canon ist doch etwas anderes. Das Handy knipst, die Olympus fotografiert, jedenfalls bei mir. Lange Rede, kurzer Sinn, eine weitere mFT Kamera muss her.

Sollte Euch Ähnliches passieren und Ihr einen hängenden Verschluß sehen, nehmt den Akku raus. Sollte das nicht helfen, entfernt bitte die SD Karte, bevor Ihr einen kompletten Reset der Kamera durchführt. Manchmal gibt es auch „Unverträglichkeiten“ zwischen der Olympus Kamera und der ein- oder anderen SD Karte. Helfen all diese Maßnahmen nicht weiter, bleibt nur der Olympus Service, der allerdings bei der EM-1 einen wirklich guten Ruf hat.

Neu: Panasonic 2,8/200 mit Leica Label & Preis!

Neben der vielbeachteten Vorstellung der neunen Panasonic Lumix G9 wurde im Rahmen dieses Events ebenfalls das neue Panasonic Leica 2,8/200mm vorgestellt. Zwar hat Panasonic auf der offiziellen Webseite noch keine unverbindliche Preisempfehlung ausgesprochen, aber ein großer Düsseldorfer Fotohändler führt das neue PanaLeica 2,8/200mm bereits für 2.999€ zur Vorbestellung im Sortiment. Das Objektiv ist staub-  und spritzwassergeschützt, hat den Power OIS und ist DUAL IS kompatibel (d.h. beide Stabilisatoren, in der Kamera und im Objektiv, arbeiten zusammen und ermöglichen eine noch bessere Kompensation von Bewegungsunschärfen) und wird mit einem 1,4x  Telekonverter geliefert. Die Abbildungsleistung soll auf Top Niveau liegen, was aber in meinen Augen eine Grundvoraussetzung ist, wenn ich den Preis berücksichtige.

Ja, der Preis für das Panasonic Leica DG Elmarit 2,8/200, das ist so eine Sache. Offen gesprochen finde ich die UVP ziemlich ambitioniert. Vergleichbare 2,8/200 mm Optiken gibt es von Pentax, Nikon und Canon. Die Preise liegen bei rund 1.000€, 1.100€ und 720€. Selbst 2,8er Zooms im 70-200er Bereich liegen unter der UVP für das PanaLeica. Sicher, nicht alle dieser zum Vergleich herangezogenen Objektive sind stabilisiert oder gedichtet, allerdings kenne ich das 2,8/200er Pentax und das ist optisch wirklich sehr gut.  Aber auch im mFT Bereich gibt es zumindest ähnliche Lösungen, die doch etwas preiswerter sind. Das hervorragende Olympus 2,8/40-150mm mit 1,4x Konverter liegt bei   rund 1.500€ und ist am langen Ende nur eine Stufe lichtschwächer.

Für mich persönlich zieht das gerne genutzte Argument, es würde sich ja „effektiv“  um ein 2,8/400mm Objektiv handeln, auch nicht. Ein 200er bleibt ein 200er, auch an einem mFT Body. Genauso wie eine 2,8er Blende eine 2,8 Blende an einem mFT Body bleibt und nicht, wie so oft von den „Kleinbildfans“ behauptet, effektiv eine 5,6er wäre. Also es ist ein tolles 2,8/200mm und nach den ersten Tests von Imagine-resource.com ist es optisch wirklich auf sehr hohem Niveau. Den ersten Eindruck könnt Ihr hier nachlesen. Trotzdem, es ist teuer, für den Preis bekomme ich die Olympus OM-D EM-5 Mk.II mit dem 2,8/40-150 samt Konverter. Sicher es ist eine Optik für „Pro´s“ aber es toppt selbst das Olympus 4/300mm und das ist nachweislich allererste Sahne und kostet 450€ weniger. Ich persönlich bin da (leider) raus und betrachte die Preisentwicklung mit Sorge. Mir fällt kaum eine Objektiv Neuvorstellung im letzten Jahr für mFT ein, die kein 4-stelliges Preisschild hatte. Wie seht Ihr das? Lobend erwähnen möchte ich das angekündigte Sigma 1,4/16mm, das es auch für mFT geben wird. Der Preis wird zum Glück deutlich 3-stellig bleiben!

Neu: Lumix G9 vorgestellt, neues Panasonic Top Modell für Fotografen

Die Gerüchteküche wusste es zwar schon etwas länger, aber offiziell ist die neue Lumix G9 von Panasonic erst gestern, zusammen mit dem 2,8/200 PanaLeica,  der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Leider nicht zu dem Preis der ganz am Anfang in den Foren vermutet worden ist (1.200€-1.400€), sonder etwas höher. Der Fotohändler Eures Vertrauens möchte gern 1.699€ von Euch für den Body. Soll eine Optik dabei sein, so kostet das kleine Set mit dem 3,5-5,6/12-60 Objektiv 1.899€, das Bundle mit dem lichtstärkeren Leica DG Elmarit 2,8-4,0/12-60 liegt bei 2.299€.

Die Panasonic Lumix G9 zielt sowohl von den Ausstattungsmerkmalen, als auch von der Ausrichtung ganz klar in Richtung des Flaggschiffs von Olympus, der OM-D EM-1MK.II. Die Preisgestaltung stützt diese These, denn die G9 liegt 300€ unter dem Listenpreis der Olympus und immer noch 100€ niedriger, berücksichtigt man die aktuelle CashBack Aktion von Oly. Zu allem Überfluss ist eine gewisse Ähnlichkeit mit der „Ur EM-1“ vorhanden, die mich persönlich sehr anspricht.

Panasonic hat eine Frühbucheraktion für die Lumix G9 in Vorbereitung, ab 17.11.2017 könnt Ihr hier Euer Weihnachtsgeld anlegen. Als „BonBon“ gibt es den Akku-Griff DMW-BGG9 (UVP 349€) kostenlos dazu. Damit beträgt der Preisvorteil gegenüber der Olympus EM-1 MK.II, so man denn den Akkugriff eh kaufen wollte, trotz CashBack, rund 400€ (100€ Preisdifferenz und kostenloser Akkugriff, der bei Olympus mindestens 300€ kostet). Das ist ein geschicktes Marketing seitens Panasonic zur Einführung der G9

Die komplette Pressemitteilung und die wichtigsten technischen Daten könnt Ihr hier bei Panasonic direkt nachlesen. Dazu gibt es hier die Infos zum Akku-Griff.

Die Marketingabteilung von Panasonic hat die Veröffentlichung gewohnt gut vorbereitet und daher gibt es schon viele YouTube Videos und auch erste „hands-on“ Artikel auf diversen Webseiten:

  1. Ein Video von Gordon Laing gibt es hier
  2. Bence Máté´s Video ist sehenswert!
  3. Wex Photo hat auch schon ein eigenes Hands-on Video draussen

Auf YouTube findet Ihr noch mehr, einfach nach Panasonic Lumix G9 suchen und die Videos durchschauen.

Wer lieber Artikel liest und Videos nur selten schaut, wir hier glücklich:

  1. Chip FotoVideo hatte die Lumix G9 schon in den Händen
  2. Die Jungs vom Heise Verlag auch
  3. Das Fotomagazin hat auf der Webseite ebenfalls einen Artikel veröffentlicht
  4. Dpreview hat wie immer einen ganz ausführlichen Vorabbericht
  5. und Steve Hoff sieht die G9 etwas differenzierter als die anderen. 

Steve Hoff sieht die Lumix G9 etwas kritischer. Bevor ich mir meine persönliche Meinung bilden kann, muss ich noch einiges lesen und anschauen. Da sind sehr viele Infos im Netz unterwegs und ich habe leider keine Chance die Kamera auch einmal vorab von Panasonic zu bekommen, um sie in der Praxis auszuprobieren. Also bleibt erstmal nur die Theorie. ABER, die Entscheidung welchen „Zweit-Body“ ich für mein mFT System anschaffen werde, ist nun deutlich komplexer geworden. Ich halte Euch auf dem Laufenden!