Käuflich: camera 3/15 neu am Kiosk

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Fotomagazine gelten ja heute bei vielen schon als „Oldschool“, teilweise durchaus berechtigt. Allerdings stöbere ich immer wieder gerne in den Auslagen und schaue mir das mittlerweile wirklich umfangreiche Angebote gerne an und hoffe die ein oder andere Perle zu finden. Das Magazin „camera“ zählt für mich dazu. Zwar wird ebenfalls über Technik berichtet, oft sind jedoch Artikel dabei, die weit darüber hinausgehen und einen tieferen Einblick gewähren. Sei es ein Blick hinter die Kulissen oder Berichte und Interviews mit und über Fotografen.

Diesen Monat ist neben einem Interview mit der Kriegsfotografin Heidi Levine und einem sehens- und lesenswerten Bericht über ein Projekt von David Pace in Burkina Faso, auch ein Interview mit dem Amateurfotografen Bernd Banken, der 35 Jahre mit der Fotografie pausiert hat, enthalten. Gerade dieses Interview finde ich außergewöhnlich gelungen, weil sonst im ganzen Blätterwald kaum Ähnliches zu finden ist. Und genau dafür bekommt die Ausgabe „camera 3/2015“ eine dicke Kaufempfehlung von mir.

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Übrigens, wer sowieso einen Leinwanddruck im Format 30×20 machen wollte, sollte das Heft kaufen. Den gibt es nämlich umsonst, lediglich die Portokosten fallen an. Diesen Monat ist das eine rundherum gelungene Ausgabe, die wirklich zum „analogen“ Lesen verführt. Kaufen!

Neuzugang: Olympus OM-D EM-1


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Bereits seit ein paar Wochen bereichert die Olympus OM-D EM-1 (was für ein kryptischer Name, bei mir gibt es jetzt nur noch die Kurzform: EM-1) meine Kameratasche. Tatsächlich habe ich letztendlich den Schritt gewagt und habe meine klassische DSLR (mit Spiegel und optischem Sucher) durch eine DSLM (ohne Spiegel und optischem Sucher) dauerhaft ergänzt. Zwar hatte ich bereits mit der kleinen Olympus OM-D EM-10 erste Erfahrungen gesammelt, aber durch die wirklich geringe Größe, und das (für mich) gewöhnungsbedürftige elektrische Pancake Zooobjektiv, konnte ich mir diese Kamera als ernsthafte Alternative zur DSLR nicht vorstellen. Die große Schwester EM-1 kommt einer DSLR in Sachen Handhabung doch deutlich näher.

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Gekauft habe ich die EM-1 im Set mit dem 2,8/12-40. Im Rahmen einer Promotionaktion gab es den Hochformatgriff HLD-7 kostenlos dazu. Da ich diesen Griff aus verschiedenen Gründen sowieso unbedingt haben wollte, war der Zeitpunkt ideal. Der Griff verbessert zum einen die Handhabung im Hochformat und balanciert die EM-1 besser aus, sollten größere Optiken genutzt werden. Zum anderen findet ein zweiter Akku Platz, der die „Einsatzzeit“ der EM-1 doch spürbar verlängert. Griff und Kamera machen einen wertigen Eindruck und gleiches kann ich vom 2,8/12-40 sagen. Diese Optik hat sehr gute Kritiken im Netz bekommen, ist lichtstark, abgedichtet und deckt einen idealen Brennweitenbereich (24-80 KB) ab. Eine wahnwitzig geringe Naheinstellgrenze gibt es noch oben drauf, fast „Makro like“. Also kurzum der ideale Partner für die EM-1. Ein anderes Kit-Objektiv wäre für mich nicht in Frage gekommen, da das mft-System durch den kleineren Sensor doch noch Nachteile in Sachen Freistellung und Rauschen hat. Da sind lichtstarke Optiken in meinen Augen ein „must have“.

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Warum ich mich trotz dieser Einschränkungen für einen Einstieg ins mft-System entschieden habe? Drei wesentliche Punkte sprechen im Augenblick für mft und vor allem für Olympus

1. Abgedichtete robuste Kameras mit einem unglaublichen internen Stabilisator inkl. einem Plus-Service (nur EM-1)

2. Lichtstarke, abgedichtete Zooms und Festbrennweiten mit einem perfekt abgestimmten Line-Up (7-14, 12-40, 40-150+ 1,4 Konverter, dazu 4/300 und wohl noch ein lichtstarkes Fish) ergänzt durch weitere gute bis sehr gute Festbrennweiten.

3. Größe und Gewicht sind noch dauerhaft tragbar und dabei doch variabel. Mal sehen, wie ich mich da weiter in das mft-System einfinden werde.

Einige Dinge vermisse ich, da ist meine Pentax noch ungeschlagen, andere Dinge will ich nicht mehr missen, da mag ich jetzt schon die EM-1 sehr. Jede Neuerwerbung bringt bekanntermaßen ja auch eine gewissen Anfangseuphorie mit sich. Nicht anders ist mir das mit der EM-1 ergangen uns so ganz hat sich die Freude an der Neuerwerbung auch noch nicht gelegt. Daher halte ich mich erstmal mit meinen weiteren Erfahrungen zurück, aber meine Plus/Minus Liste wächst stetig und sobald ich genug Erfahrungen mit der EM-1 gesammelt habe, werde ich das Ergebnis hier posten.

Nachfolger: Epson´s neuer A2 Drucker

Nachdem zur Photokina von Epson bereits der Epson SC-P600 als Nachfolger des bewährten R3000 präsentiert worden ist, wartete die Fachwelt gespannt darauf, wann der Epson 3880 ein entsprechendes Update bekommen würde. Nun, scheinbar dauert es nicht mehr so lange. Das Magazin FineArtPrinter hat erste Informationen über den kommenden SC-P800, den Thronerben des 3880. Hier geht es zum entsprechenden Artikel.

Lesenswert: BlogTimes zum Thema „Print“

Der von mir sehr geschätzte Ronny Ritschel hat auf seinem Blog BlogTimes einen schönen Artikel zum Thema „Print“ gepostet. Von meiner Seite bekommt der Artikel eine Dicke Empfehlung, da er mich zum Nachdenken anregt hat, wo denn die ganze technische „Reise“ noch hingehen wird. Betrachten wir die Bilder demnächst nur noch auf 4 k oder 8 k Monitoren oder wird es das Papierbild schaffen zu überleben?

Erstkontakt: „Fotos“ von Apple

Gestern hat Apple OS-X 10.10.3 veröffentlicht. Mit diesem Update ist auch das neue Programm „Fotos“ veröffentlicht worden, welches von Seiten Apple als Nachfolger für iPhoto und wohl (leider) auch für Aperture gedacht ist. Die wichtigste Neuerung die „Fotos“ mit sich bringt, dürfte wohl die Einbindung von iCloud sein. Die Vorteile liegen zum einen darin, dass auf jedem an iCloud angebundenen Gerät alle Fotos zur Verfügung stehen, zum anderen, dass die Bilder alle in iCloud gesichert sind. Dabei sollte man wissen, dass der kostenlose Speicherplatz in iCloud bei 5GB liegt, mehr kostet Geld. Die Preise starten bei 0,99 für 20 GB, 3,99 € für 200 GB, 9,99 € für 500 Gb und 19,99 € für 1TB. Für die Sicherung meines iPhones reicht mir die 20 GB Variante aus und ich finde den Preis auch fair. Sobald ich aber mein komplettes Fotoarchiv in iCloud sichern möchte, sieht die Sache preislich doch etwas anders aus, denn dann wäre ich schnell bei 9,99 € oder mehr im Monat.

iCloud Preise

Der erste Eindruck von „Fotos“ ist ungewohnt und irgendwie versprüht die Software den Charm einer 1.0er Variante. Es ist zwar alles vorhanden, aber der Feinschliff in Sachen Einstellungen und Möglichkeiten am Programm selber fehlt noch (oder ich hab noch nicht alles gefunden). In meinen Augen hat Apple da noch deutlich Luft nach oben. Eine Schnittstelle zur Einbindung von Drittanbieter Software fehlt (noch?), wäre aber wirklich wünschenswert.

Positiv sind allerdings die Möglichkeiten die Bilder zu bearbeiten und zu „entwickeln“. Im Vergleich zu iPhoto sind die Eingriffsmöglichkeiten doch deutlich umfangreicher geworden. Die Bedienung wurde dabe „Apple typisch“ verbessert und intuitiver gestaltet. In Sachen „Entwicklung“ ist „Fotos“ deutlich besser als das gute, alte iPhoto.

Screenshot "Fotos"

Das ist die Ansicht der Entwicklungsumgebung bei „Fotos“. Interessant ist der Menüpunkt „Anpassen“, denn dahinter verbergen sich doch einige sehr umfangreiche Möglichkeiten, um das Bild zu entwickeln.

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Das erinnert etwas an das Lightroom Entwicklungsmodul und ist deutlich besser als das, was iPhoto geboten hat. Ansonsten ist „Fotos“ doch gerade was die Verwaltung angeht noch gewöhnungsbedürftig. Der Bildschirm zeigt halt wirklich auch alle Fotos an, was auf den ersten Blick doch ungewohnt ausschaut.

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Bilder können über Ordner, Alben & intelligente Alben und Projekte organisiert werden. Unter dem Punkt Projekte befinden sich dann auch die von iPhoto bekannten Fotobücher, Kalender und die Möglichkeit Abzüge und Karten zu bestellen. Wird eine Diashow erstellt, findet sich diese auch als Projekt im neuen „Fotos“ wieder.

Mein vorläufiges Fazit

„Fotos“ ist ein guter Ersatz für iPhoto, obwohl es in der Organisation der Bilder neue Wege geht, die für den langjährigen Nutzer von iPhoto ungewohnt sind. Dafür glänzt „Fotos“ mit den Möglichkeiten, dass Bild zu entwickeln, da ist es definitiv besser als sein Vorgänger. Nicht vergessen sollte man auch die Anbindung an iCloud. Für einige User könnte das ein wirklich ausschlaggebendes Argument für Apple und „Fotos“ sein. In einem Punkt lege ich mich aber zu 100% fest, „Fotos“ kann Aperture in keiner Weise ersetzen. Die Version 1.0 bietet meiner Meinung nach noch viel Potenzial nach oben. Wir dürfen gespannt sein, wie Apple „Fotos“ weiterentwickeln wird.

Fotoprojekt: 365 x 2015

Ein frohes neues Jahr Euch allen. Ich hoffe Ihr seid alle gut „hineingerutscht“, mittlerweile wieder fit und erholt von den gestrigen Festivitäten und habt alle gute Vorsätze gefasst oder zumindest ein Fotoprojekt in Angriff genommen. Kein Tag im Jahr eignet sich doch dafür besser als der 01. Januar.

Klar, dass ich, nachdem ich 2014 irgendwie ausgesetzt habe, auch mit dabei bin und mir für das Jahr 2015 ein Projekt ausgesucht habe. Im Jahr 2013 habe ich meine Aussicht von meinem Balkon jeden Tag fotografiert. Gleicher Standpunkt, gleiche Brennweite, jeden Tag ein Bild. Am Ende wurde mein Kalender für das Jahr 2015 daraus. Es war zwar stressig, jeden Tag das Bild zu machen, am Ende aber ein unglaublich tolles Gefühl, es doch durchgehalten zu haben.

Mein neues Projekt zielt in die gleiche Richtung, jeden Tag ein Bild, allerdings ohne jegliche Themen- oder Motivvorgabe. Einfach jeden Tag ein Bild. Die einzige Bedingung, die ich mir dabei selber auferlegt habe, ist, dass es kein Foto sein darf, was mit einem Handy entstanden ist. Da wäre die Versuchung doch zu groß „mal eben“ im Vorbeigehen das Bild zu „erledigen“ und das möchte ich verhindern. Mal schauen, ob ich diese Idee nicht im Laufe des Jahres verfluche.

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Hier seht Ihr mein erstes Bild in 2015, die Nummer 001/2015. Ausgewählt habe ich mein Setup für meinen geplanten Kalender 2016 (oh Gott…2016, unglaublich). Ich liebe einfach diesen Ausblick und das stetig wechselnde Licht. In den nächsten Tagen richte ich meinen Flickr Account entsprechend ein und poste meine täglichen Bilder, den Link könnt Ihr bei Interesse dann hier in einem der nächsten Posts finden

Habt Ihr Euch auch etwas vorgenommen? Welche Projekte habt Ihr auf dem Radar, welche schon in Arbeit? Schreibt mir einfach, ich stell Eure Ideen und Projekte gerne hier vor.

Zum Jahreswechsel: Foto-Projekte

Pünktlich zum Jahreswechsel steht die Frage nach den guten Vorsätzen für das nächste Jahr auf der Agenda ganz oben. Fotobegeisterte Zeitgenossen, mich eingeschlossen, beginnen dann darüber nachzudenken, welches „Projekt“ man denn wohl 2015 angehen könnte. Im ersten Augenblick mag man über diese Vorsätze schmunzeln, ich denke aber ein Projekt bringt die meisten Hobby- und Amateurfotografen, auf welche Weise auch immer, nach vorne. Bis Silvester sind es ja noch ein paar Stunden und daher gibt es heute ein paar Anregungen und Ideen für potentielle Projekte im Jahr 2015.

1. Jahreszeiten

Wer kennt Sie nicht, die Bilder, die einen Baum zu den vier Jahreszeiten in seiner so unterschiedlichen Blätterpracht zeigen. Das Projekt ist sehr einfach umzusetzen, die Schwierigkeit dürfte sein, einen ansprechenden Baum in attraktiver Umgebung zu finden.

2. 12/52/365 Tage

Eine erweiterte Variante von Vorschlag Nr.1. Mehr Bilder, wechselnde Motive, eine bestimmte Stilrichtung (z.B. SW oder nur Weitwinkelaufnahmen) und viele andere Möglichkeiten zeichnen diesen Vorschlag aus. Alles ist möglich. Die Schwierigkeit hierbei ist: „Dranbleiben“ und wirklich bis zum Ende durchziehen. Selber habe ich die 365 Tage Variante ausprobiert und durchgehalten. Das war nicht immer einfach, aber am Ende des Projekts ein richtig tolles Gefühl es geschafft zu haben.

3. Selfies

Persönlich tue ich mich mit dem „Selfie-Hype“ schwer, andererseits stelle ich fest, dass es doch recht wenige (gute) Bilder von mir gibt. Also, macht doch jede Woche, jeden Monat, jeden Tag ein Selfie und bitte nicht mit dem Handy, sondern so, wie Ihr auch andere Personen fotografieren würdet. Ausserdem ist das Projekt ein guter Grund der besseren Hälfte (oder seinem eigenen Gewissen) mitzuteilen, dass deshalb ein Fernauslöser (falls bereits vorhanden bitte wahlweise ersetzen durch: Hintergrundsystem, Studioblitz, Diffusor oder Ähnlichem) anzuschaffen ist.

4. Kalender

Kalender, jetzt noch? Ja klar, aber schon für 2016, für 2015 wäre es arg knapp. Entweder kombiniert Ihr es mit dem Punkt 2, also tägliche oder wöchentliche Aufnahmen von einem jeweils gleichen Standpunkt und wählt dann zum Jahresende die besten Bilder aus, oder Ihr setzt Euch ein eigenes Thema. Wie wäre es mit Eurer Heimatstadt als Thema, die ihr über das Jahr hinweg fotografiert? Oder Ihr fotografiert Rezepte, für die Herrn der Schöpfung am besten Grillrezepte. Dann habt Ihr für Euren besten Grill-Buddy gleich das passende Weihnachtsgeschenk.

5. Stadtgeschichte

Wer kennt das nicht, aus dem Augenwinkel im Vorbeifahren bemerkt man plötzlich, dass das alte Haus, was eigentlich schon immer dort gestanden hat, weg ist. Einfach weg, fort, futsch und nie mehr gesehen. Mir geht es dann immer so, dass ich mich schwarz ärgere, dass ich den vertrauten und selbstverständlichen Anblick nicht festgehalten habe. Also, holt Euch Infos aus den Zeitungen, lokalen Webseiten, vielleicht direkt von der Stadt und macht Bilder von den Gebäuden und Bereichen in Eurer Stadt, die sich im nächsten Jahr massiv verändern oder vielleicht sogar ganz verschwinden werden.

Das sind ein paar Vorschläge und Anregungen von meiner Seite für Euch für das Jahr 2015. Ich habe übrigens aus meinem Fotoprojekt 2013 einen Kalender erstellt der mich im Jahr 2015 begleiten wird. Das Bild oben ist von diesem Kalender.

Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen jeden Tag ein Bild zu machen. Ganz ohne Motivvorgabe, einfach drauf los. Wer neugierig ist was da raus kommt, kann im Januar nochmal reinschauen. Ich sammle die Bilder einfach im einer Flickr Group. Wer Lust hat kann ja mitmachen, einfach ein Mail an mich und schon seid Ihr dabei.

Ich hoffe ich konnte Euch vielleicht dazu anregen, Euch einmal einen alternativem guten Vorsatz für das Jahr 2015 vorzunehmen. Macht einfach etwas, bleibt dabei, auch wenn es am Anfang lästig oder nervig ist, die Ergebnisse und Fotos nicht Euren Erwartungen entsprechen und Ihr vielleicht schon daran denkt aufzugeben. Ich verspreche Euch aus eigener Erfahrung, irgendwann gewinnt das Projekt eine Eigendynamik die Ihr Euch am Anfang nicht vorstellen konnte und es macht nur noch Spaß.

Erstkonktakt: Nissin i40

Nissin i40

Seit einiger Zeit nutze ich neben meinen DSLR´s auch eine mft Kamera, die Olympus OM-D EM10. Die Oly ist wirklich klein und mit dem Pancakezoom trägt sie kaum auf. Es macht wirklich Spaß sie zu benutzen, was liegt also näher, als etwas Zubehör anzuschaffen. Ganz oben auf der Wunschliste in der dunklen Jahreszeit steht natürlich ein Blitzgerät, bloß hier ein passendes zu finden ist gar nicht so einfach, denn die Dinger sind alle riesengroß im Vergleich zur Kamera. Die Ausnahme bildet hier der Nissin i40, er ist seit Sommer auch mit einem Anschluß für die mft Kameras lieferbar und passt von den Ausmaßen wirklich prima zur Olympus EM10. Angegeben ist er mit einer Leitzahl von 40 bei 105mm, angetrieben wird er von 4 AA Batterien oder Akkus.

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Der Nissin i40 kostet um die € 170,– und wird in einer kompakten und qualitativ guten Tasche geliefert. Neben dem Blitzgerät befindet sich noch ein stabiler Standfuß, ein Diffusor-Vorsatz und ein Karabiner zur Befestigung der Transporttasche in der Verpackung. Sowohl der Standfuß als auch der Diffusor passen samt Blitz übrigens wunderbar in die Tasche.

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Technisch kann der kleine Blitz alles was der mft-Fotograf braucht. Neben iTTL, einem normalen Automatik-Mode und natürlich der manuellen Einstellung, zwei Slave-Modi und einem wireless TTL Slave Modus, der über den internen Blitz der Olympus EM10 als Master gesteuert werden kann, gibt es sogar eine Video-Leuchte. Also alles dabei was benötigt wird. Gesteuert wird der i40 über die zwei sehr gut bedienbaren Einstellungsräder und die beiden Tasten (Power-Taste und Testblitz-Taste). Je nach Eingestelltem Modus werden die notwendigen Markierungen an den Einstellungsrädern beleuchtet, so dass klar ist welche Skala auf dem Rad in diesem Modus zum Einsatz kommt. Hört sich kompliziert an, ist aber sehr einfach. Ich hatte noch keinen Blitz, der so simpel und dabei intuitiv in der Handhabung ist.

IMGP7296 IMGP7308Der Blitzkopf ist um 180° nach links und rechts in der Horizontalen schwenkbar und in 4 Rasterstellungen nach oben in die Vertikale. Indirektes Blitzen ist damit in fast jeder Stellung möglich, vor allem auch im Hochformat. Übrigens, dieses kleine weiße Feld überhalb des Schriftzuges „Nissin“ ist die Videoleuchte.

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Unter dem Aufhellreflektor, hier im ausgefahrenen Zustand befindet sich eine Brennweitentabelle für die manuelle Einstellung des Zoomreflektors. Wirklich pfiffig.

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Die Kontroll LED dient dabei als Anzeige für die Einstellung des Zoomreflektors. Im Normalzustand leuchtet die LED grün, für volle Ladung und Automatik. Hält man die Power-Taste aber 3 Sekunden gedrückt, verändert sich die Stellung des Zoomreflektors und die LED wechselt die Farbe und zeigt damit an, welche Brennweite, welcher Blickwinkel durch den Blitz nun ausgeleuchtet wird. Eigentlich eine total simple Anzeige, aber super einfach in der Praxis anzuwenden. Selbstverständlich passt sich im Auto-Modus der Reflektor bei einem Zoom der jeweiligen Brennweite an, aber das setzte ich sowieso voraus. Hier nochmal Bilder der LED in unterschiedlichen Farben:

Einstellung Auto in Grün

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Einstellung auf 24mm (äquivalente Brennweite KB) in Blau

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Natürlich darf eine Streuscheibe für eine weitere Ausleuchtung als 24mm nicht fehlen. Nissin gibt hier 16mm an die mit der Streuscheibe erreicht werden können. Wenn der kleine Blitz tatsächlich die 16mm gut ausleuchten sollte, dann Hut ab. Bisher habe ich das nicht testen können, da mir einfach die Optik im mft Bereich dazu noch fehlt. Aber testen werde ich das auf jeden Fall. Die Streuscheibe wird unterhalb des Blitzkopfs herausgezogen und macht einen stabilen Eindruck.

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Befestigt wird der Nissin i40 über einen Einschub der mit einem Stift gesichert wird. Zum lösen des Blitz muss auf der Rückseite einfach eine Taste gedrückt werden und der Blitz herausgezogen werden. Das ist manchmal etwas fummelig, da man die Taste entgegen der Richtung drückt, in die man den Blitz ziehen soll. Das geht aber alles nach kurzer Eingewöhnung problemlos und ist Meckern auf hohem Niveau.

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Mein erstes Fazit nach 2 Tagen mit dem kleinen Nissan i40: 

– Er passt von der Größe perfekt zur Olympus EM10.

– Die Bedienung ist intuitiv und gelingt nach kürzester Zeit ohne erneut in die Bedienungsanleitung zu schauen.

– Die Blitzleistung mit LZ 40 liegt im Mittelfeld und ist für die Größe recht ordentlich, die Blitzfolgezeit ist fix.

– Das mitgelieferte Zubehör ist mehr als komplett.

– Qualitativ macht er einen hochwertigen Eindruck.

– Die Gesamtausstattung mit den verschieden Modi und der Videoleuchte lässt keine Wünsche offen.

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Fotoausstellung: NRW Forum Düsseldorf

Auch wenn das Wetter es heute noch nicht vermuten läßt, die dunkle Jahreszeit steht vor der Tür und die Saison neigt sich dem Ende zu. Einen ersten Tipp im für eine feine Ausstellung habe ich heute gehört und möchte darauf hinweisen.

Das NRW-Forum präsentiert bis zum 11.01.2015 eine Retrospektive von Joel Meyerowitz. Wer sich für Street-Fotografie interessiert, sollte sich einen schönen, verregneten Tag aussuchen und mal Bilder gucken gehen.

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