Routine: 7 Ideen wie 2019 fotografisch doch ganz anders wird!

Das neue Jahr ist bald drei Wochen alt und ich bin sicher Ihr alle habt Euch für 2019 einige gute Vorsätze vorgenommen, oder etwa nicht? Es ist kein Zufall, wenn Fitnessstudios und Hersteller von Nikotinpflaster gerade jetzt massive Werbekampagnen fahren und mit günstigen Angeboten locken, denn wir alle nehmen uns doch vor im neuen Jahr etwas zu verändern. Das betrifft sicher nicht nur das Abnehmen oder endlich Nichtraucher zu werden, sonder durchaus auch unser Hobby, die Fotografie. Wir nehmen uns doch vor bessere Fotos zu machen und uns in Sachen Fotografie weiter zu entwickeln.

Dumm nur, dass meistens schon nach 14 Tagen, aber spätestens nach 6 Wochen, der Großteil der „guten Vorsätze“ in Vergessenheit gerät oder ganz aufgegeben wird. Einfach weil der Partner unwiderstehlich gut kochen kann , die Zigarette erst nächstes Jahr endgültig an den Nagel gehangen wird oder einem keine neuen Ideen für unser Hobby einfallen. Zumindest im Sachen Fotografie möchte ich Euch ein paar Anregungen liefern. Also, hier kommt sie, die ultimative Liste 2019 für unser Hobby:

  • Raus aus der Komfortzone: Ihr liebt Aktion-, Porträt-, oder Landschaftsfotografie oder irgendein anderes Genre? Ihr macht das schon sehr, sehr lange und wahrscheinlich seid Ihr auch wirklich gut darin, aber wann habt Ihr mal etwas ganz anders gemacht? Also liebe Landschaftsfotografen, macht mal Porträts und Ihr liebe Sportfotografen, macht doch mal Makro, Schneckenrennen zum Beispiel. Hauptsache ein anderes Thema, wo Ihr nicht alle Tricks und Kniffe kennt, sondern wo Ihr Euch einlesen müsst, versuchen müsst und aus Fehlern neues lernen könnt. Ich selber bin ja ein „Waldfan“, daher werde ich in diesem Jahr auf Porträts und Architektur gehen. Neuland für mich, aber das ist ja der Sinn der Sache.
  • Serie, Serie, Serie und nochmals Serie: Der gute Stefan Wiesner hat in einem seiner letzten Videos das Thema angesprochen. Ein Landschaftsfoto zu verschiedenen Jahreszeiten bei immer gleicher Blickwinkel Einstellung und später dann ausdrucken. Finde ich gut, mache ich aber selber schon seit Jahren mit 12 Bildern und produziere damit meinen eingenen Kalender. Das könnt Ihr auch machen, es ist wirklich interessant, wie sich alles im Laufe des Jahres verändert. Für diejenigen die weniger Zeit haben, bietet sich die thematische Serie an. Also fotografiert Baumwurzeln, Tankstellen bei Nacht, Waldwege, knallgrüne Autos, oder Männer mit Vollbart. Egal, sucht Euch ein Thema und macht was daraus, ein Fotobuch, einen Kalender oder Ausdrucke im Bilderrahmen. Serien machen Spaß und sprechen den „Sammlertrieb“ an. Ich mache wieder meinen Kalender und markante Gebäude meiner Heimatstadt.
  • Ändert die Gegebenheiten: Ihr schießt Porträts immer mit Eurer superduper guten Blitzanlage und kontrolliertem Licht? Ok, macht die nächsten Porträts doch mal nur mit natürlichem Licht und einem Aufheller. Landschaftsfotografie findet Ihr am schönsten, wenn der Sonne- Wolkenmix stimmt? Hey, geht raus wenn es regnet und der Himmel grau ist und macht Fotos! Ihr seid der Top-Könner für Insekten-Makros? Nehmt Euch doch mal die passenden Blümchen zu den Bienchen vor. Und bei Architekturaufnahmen achtet Ihr peinlich genau darauf, dass Ihr ja keine stürzenden Linien habt? Na, dann wird es doch Zeit, diese Linien mal bildwirksam in Szene zu setzen. Ihr seht, es gibt zig verschiedene Möglichkeiten die bekannten und bequemen Umstände zu ändern und Euch herauszufordern. Macht es. Ich selber war vor ein paar Tagen im Regen fotografieren, inklusive beschlagener Brille und pitschnasser Jacke. Trotzdem oder gerade deshalb war es richtig klasse und hat Spaß gemacht. Übrigens habe ich da die Abdichtung meiner Lumix G9 und des Oly 12-40 wieder erneut sehr zu schätzen gewusst.
Makros waren nie meine Stärke
  • Take your Time: Alle gehen wir jeden Tag einer Beschäftigung nach und haben Verpflichtungen. Sei es beruflicher, privater oder ganz anderer Art, wir haben in der Regel „gut zu tun“. Klar stellen wir dabei unser liebstes Hobby notgedrungen zurück, teilweise so sehr, dass wir wochenlang kaum Zeit haben ein Foto zu machen. Das ist doch total unbefriedigend! Die Lösung ist dabei doch so simpel: Blockt Euch eine oder zwei Stunden die Woche, sprecht es mit Eurem Partner/Partnerin ab und nehmt Euch die Zeit und laßt nichts dazwischen kommen. Und wenn Eure bessere Hälfte darüber unglücklich ist, bindet sie doch einfach mit ein. Drückt Ihr die Kamera in die Hand und laßt Euch mal fotografieren!
  • Farbe? Schwarz/Weiss? Egal!: Ihr fotografiert hauptsächlich in Schwarz/Weiss, Farbe lenkt nur vom Motiv ab und es ist sowieso künstlerischer als Farbaufnahmen? Ok. Na dann stellt Euch mal einer Herausforderung und fotografiert künstlerisch in Farbe! Oder seid Ihr der klassische „Bluesky“ Landschaftsfotograf mit Schäfchenwolken und knalligen Farben? Kommt doch immer gut beim Publikum an! Ok. Farbe raus, Graustufen rein, zeigt doch mal, was Ihr in Schwarz/Weiss in Sachen Landschaftsfotografie drauf habt. Egal, wechselt einfach mal zwischen den Möglichkeiten. Ich selber werde mal Landschaft in Schwarz/Weiss versuchen. Mal sehen was da raus kommt!
  • Kauft Euch ein Objektiv!: Der Brexit steht vor der Türe, die Konjunktur flaut etwas ab. Es ist an der Zeit, dass wir alle eingreifen, oder? Spaß beiseite, eine neue Kamera ist immer toll, aber ein neues Objektiv bringt Euch neue Perspektiven und vielleicht auch neue Inspiration. Da ich das mFT-System schätze und kenne, hier ein paar Vorschläge, auch für den kleinen Geldbeutel: Von Olympus das 1,8/25 und 1,8/45, beide günstig, lichtstark und mit schöner Freistellung. Das Oly 8/9mm Fish für nur 85€ ist die Budgetempfehlung mit der wohl ungewöhnlichsten Perspektive. Alternativ, das 1,8/8mm Fish, eine Traumoptik, die auch noch bezahlbar ist. Die neuen Objektive, die demnächst vorgestellt werden kenne ich nicht, aber warum nicht zur Saison davon eines erwerben? Von Panasonic würde ich das 100-400 liebend gerne kaufen, das ist die tragbare Telekanone, oder das 1,2/42,5 PanaLeica, eine tolle Porträtoptik. Das neue Sigma 1,4/56 ist für Fans von Festbrennweiten im Porträtbereich sicher eine ganz interessante Alternative. Ihr sehr, es gibt viel Auswahl und es macht Spaß etwas neues zu versuchen. Und ein Objektiv bekommt Ihr doch vom Finanzminister genehmigt oder? Ich selber trete da demnächst in Verhandlungen mit meiner besseren Hälfte und ich schwanke zwischen dem 1,8/8mm Olympus und dem 100-400 PanaLeica.
Baum mit dem Olympus FishEye 1,8/8mm, eine geniales und kreatives Objektiv, was ich für ein paar Tage leihen konnte!
  • Workshop, Fotowalk, Fotofestival: Macht etwas mit anderen fotobegeisterten Menschen. Lernt neue Techniken, habt Spaß beim fotografieren und stellt Euch neuen Themengebieten. Dabei muss das alles nicht teuer sein. Auf Festivals bieten Olympus und Panasonic häufig kostenlose Workshops an, in Eurer Gegend gibt es vielleicht aktive Fotohändler, die Aktionen starten und im Netz gibt es zig Angebote für Usertreffen. Versucht es einfach. Ich selber werde noch einmal zum Horizonte Festival nach Zingst fahren und wieder eine Menge toller Bilder in den Ausstellungen sehen.
Zingster Fotofestival, diesmal ist die Hautveranstaltungswoche vom 24.Mai bis 2. Juni terminiert!

So, mehr Tips habe ich nicht auf Lager, wer noch Ideen hat, schreibt sie mir gerne in die Kommentare! Euch allen ein spannendes Fotojahr 2019!

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