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Erstkontakt: Das ideale mFT-Stativ? BENRO TSL08CN00

Jetzt im Sommer bin ich gerne draußen im Wald unterwegs und stelle immer wieder verwundert fest, wie dunkel es in einem Buchenwald im Sommer sein kann, wenn das Blätterdach sich komplett ausgebreitet hat Das Grün dominiert und der Wald schluckt richtig viel Licht. Mit unseren mFT-Systemen ist das zum Glück kein Problem mehr. Stabilisatoren in der Kamera und im Objektiv sorgen dafür, dass selbst Zeiten von 1/2 Sekunde aus der Hand möglich sind. Wozu braucht der m-FT- Fotograf da noch ein Stativ? Zugegeben, das Stativ kommt immer seltener zum Einsatz, aber gewisse Situationen sind ohne Stativ kaum zu meistern. Beispiele? Aufnahmen mit Grauverlaufsfilter, HighRes-Aufnahmen, Sternenhimmel/Milchstraße, Aufnahmen mit ND (NeutralDichte) Filtern und langer Belichtungszeit, Zeitrafferaufnahmen oder Nachtaufnahmen mit Live-Composite. Sicherlich gibt es noch viele andere Situationen, in denen ein Stativ notwendig ist, Fakt ist, verzichten können selbst wir mFT-Fotografen auf die Dreibeiner noch lange nicht.

Allerdings haben Stativ häufig eine unangenehme Eigenschaft, sie sind selten da, wenn man sie am meisten braucht. Oft liegen sie dann schön bequem zuhause im Warmen auf dem Schrank und rekeln sich in Ihrer weichen Stativtasche, während der Fotograf draußen vor Ort krampfhaft versucht die Kamera irgendwie auf einem Stein horizontal auszurichten. Und warum? Stative sind oft zu schwer, zu sperrig, zu dick oder passen einfach gerade nicht in den Rucksack hinein. Und, geben wir es doch zu, manchmal sind wir einfach zu faul die extra Kilos auf den Rücken zu schnallen. Ich bin da keinen Deut besser und mein Gitzo Traveller bleibt öfter als gedacht Zuhause.

Entdecke ich dann allerdings ein Stativ, dass bei nur 4 Auszügen eine Höhe mit Mittelsäule und Kugelkopf von 146 cm erreicht, mit eingefahrener  Mittelsäule immer noch 123 cm hoch ist und ein Gewicht von nur rund einem Kilo ausweist, werde ich neugierig. Kommt das Stativ dann noch von einem renommierten Hersteller wie Benro und rufen seriöse Händler einen Straßenpreis von rund 110 € dafür auf, muss ich das Ding einfach in die Finger bekommen, um es näher untersuchen zu können. Gesagt, getan, bestellt (bei einem Fotofachhändler) und geliefert bekommen. Das BENRO TSL08CN00 liegt nun vor mir und ich bin wirklich neugierig wie sich das Stativ in der Praxis schlägt.

Natürlich ist alles was ich bis jetzt schildern kann nur ein erster Eindruck, ein ausführlicher Erfahrungsbericht folgt dann in den nächsten Wochen, aber dieser erste Kontakt ist durchaus interessant. Das BENRO TSL08CN00 wirkt hochwertig verarbeitet, hat prima Zubehör dabei (eine klasse Tasche und einen passenden Inbusschlüssel) und ist mit rund 1 Kilo Gewicht inkl. Kugelkopf wirklich leicht. Die Länge, sprich das Packmaß, des zusammengeklappten Stativs beträgt 51cm. Das ist deutlich länger als mein Rollei Traveller Stativ (5 Segmente)  und nur etwas länger als mein Gitzo Traveller (4 Segmente) zusammengeklappt mißt. Woran liegt es? Nicht an den 4 Segmenten sondern am technischen Aufbau des BENRO TSL08CN00, denn die Stativbeine lassen sich nicht um 180° umschlagen, um so das Packmaß  zu reduzieren. Dieses technische Design hat deutliche Vorteile bei der Größe, bedingt aber eine etwas geringere Stabilität der Stativschulter (der Bereich wo die Beine am Stativ angebracht sind). Also, irgendeinen Kompromiss geht man immer ein und Benro hat sich entschieden auf das etwas längere Packmaß zu setzen.

Der zugehörige Kugelkopf macht einen stabilen Eindruck und ist dabei doch recht klein. Sehr stylisch sieht die knallblaue ARCA kompatible Schnellwechselplatte aus, die Benro mitliefert. Die Klemmung der Schnellwechseleinheit funktioniert mit meinen anderen ARCA Platten übrigens problemlos. Auffällig am Kugelkopf ist der Fakt, dass es nur einen Feststellknopf gibt. Konkret bedeutet das, dass keine Friktionseinstellung vorhanden ist und dass mit dem Knopf sowohl die Kugel, als auch die Basis gelöst wird. Von meinem Gitzokopf mit Friktion bin ich da äusserst verwöhnt und ich werde mit Spannung beobachten, wie ich mit dem Benro-System zurecht komme. Trotzdem, den ersten Versuch hat der kleine Kugelkopf prima überstanden, meine PEN-F mit 2,8/12-40 und Handgriff wurde bombenfest gehalten. Aber ich habe noch größere Kaliber, das BENRO TSL08CN00 ist  mit einer Traglast von bis zu 4 KG angegeben und ich bin gespannt, wie das Leichtgewicht mit der EM-1 und dem 2,8/40-150 zurecht kommt.

Die Stativbeine wirken stabil, sind aber nicht mit Schaumstoff oder anderen Materialien im oberen Segment ummantelt. Das ist im Winter zwar kälter beim berühren und aufstellen des Stativs, spart aber dafür Gewicht ein. Die Verschlüsse des BENRO TSL08CN00 sind Drehverschlüsse, im schicken Blau gehalten und vor allem recht groß. Eine Bedienung mit Handschuhen im Winter sollte keine Problem darstellen. Dazu kommt, dass mit einer halben Drehung der Verschlüsse die Beine freigegeben werden. Der ganze Mechanismus funktioniert reibungslos, macht einen hochwertigen Eindruck und ist mindestens so gut zu bedienen wie bei meinem Gitzo Traveller. Auf den ersten Blick bin ich davon echt beeindruckt. Was dem Benro fehlt sind Spikes. Die Kunststoffkappen der Stativbeine sind fest und nicht wechselbar ausgeführt, so dass keine Spikes montiert werden können. Schade, aber in Anbetracht des Preises und des Gewichts ist  das durchaus zu verschmerzen.

Mein Fazit nach meinem ersten Kontakt mit dem Benro ist durchaus positiv. Das Stativ wirkt sehr gut verarbeitet, fühlt sich leicht an und schaut dabei wirklich gut aus. Der Kugelkopf hält meine PEN-F ohne Probleme und der Unterbau des BENRO TSL08CN00 macht ebenfalls einen stabilen Eindruck. Mal sehen wie sich das Leichtgewicht in der Praxis schlägt.

 

Wie immer habe ich das Stativ selber bestellt, ausgepackt und auch bezahlt! Ich erhalte kein Sponsoring vom Händler, Benro oder sonstigen Firmen. Daher basiert der Bericht auf meinen persönlichen Erfahrungen und Eindrücken.

 

 

 

Zweitkamera: Olympus PEN-F, das Biest

Ok, mit dem Begriff „Zweitkamera“ wird man der Olympus PEN-F ganz sicher nicht gerecht, wenn diese eine EM-1 MkI. ergänzt, aber schließlich habe ich die PEN-F ganz bewusst als Zusatz und Backup zur EM-1 gekauft. Dabei hat die kleine PEN Top-Konkurrenten aus dem Feld geschlagen. Als weitere Kandidaten standen neben dem „Biest“ noch die Olympus EM-1 MKII. und die nagelneu auf den Markt gekommene Panasonic Lumix G9 auf der Einkaufsliste. Beides die absoluten Flagschiffe in Sachen Fotografie von Olympus und Panasonic, trotzdem habe ich mich für die PEN F entschieden. Warum?

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Zum einen bin ich mit meiner EM-1 immer noch sehr zufrieden. Sicher das ein oder andere „Feature“ der neuen Kameramodelle fehlt, aber da ich nicht auf  Geschwindigkeit angewiesen bin, reicht mir meine EM-1 derzeit aus. Außerdem hat mein Arbeitspferd noch recht lange Garantie und ich habe sehr viel Zubehör für die Kamera. Eine MKII. oder G9 würde meine EM-1 mit Sicherheit verdrängen und in die Vitrine oder den Verkauf schicken. Ich würde lediglich die Kamera tauschen, mich selber aber nicht auf etwas neues, ungewohntes einlassen und meine „Komfortzone“ verlassen.

Zum anderen, ich gebe es gerne zu, spielt auch der Preis, bzw. die aktuellen Angebote eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Die Olympus EM-1 MKII. liegt immer noch bei rund 1.800€ nach CashBack , die Panasonic Lumix G9 mit 1.700€ nur knapp darunter, jeweils immer nur der Kamerabody ohne ein Objektiv. Die Olympus PEN-F liegt mit rund 999€ für den Body im Vergleich deutlich unter den Preisen der beiden Flaggschiffe und ist im Kit-Angebot mit dem 1,8/17mm immer noch fast 500€ günstiger. Dazu gab es bei Kauf der PEN-F bis zum 15.01.2018 ein kostenloses Objektiv dazu, das Zuiko 1,8/25mm. Insgesamt ein verlockendes Angebot, welchem ich nicht widerstehen konnte und so hat die PEN-F das Rennen gemacht.

Gereizt hat mich auch die etwas andere Art des fotografierens, die die PEN F fördert. Eine EM-1 oder Lumix G9 ist aufgrund der Form wie gemacht für Zooms, am besten noch die 2,8er Pro Objektive, die liegen samt Kamera wie angegossen in meiner Hand und erinnern mich so absolut an die Fotografie mit Spiegelreflexkameras. Zur PEN-F bieten sich dagegen ehr die 1,8er Festbrennweiten an, also das 17er, das 25ziger und das 45ziger.  Mit den Festbrennweiten erinnert sie ehr an die klassische Sucherkamera mit deren typischen Attributen, unauffällig, klein und leicht. Damit ergänzt die PEN-F nicht nur meine EM-1 auf ideale Weise, sondern zeigt mir außerdem eine etwas andere Art zu fotografieren. Als i-Tüpfelchen dazu gibt es ja noch das berühmt berüchtigte „Kreativ Rad“. Ein Dreh daran reicht aus um die Kamera in einen speziellen Farb-oder in den SW-Modus zu setzen. Überflüssig zu erwähnen, dass diese Modi in zig Varianten individuell angepasst werden können.

Aber das sind natürlich nicht die einzigen Argumente, die mich zum Kauf der Olympus PEN-F bewegt haben. Gespannt bin ich selbstverständlich auf die Qualität des neuen 20MP Sensor der in der PEN-F werkelt. Sicher, 4 MP mehr als in der EM-1 sind nicht die Welt, sollten sich aber schon bemerkbar machen. Da ich sehr gerne direkt im 16:9 Format fotografiere und dadurch schon einiges an Auflösung verliere, bin ich für jede Verbesserung dankbar (und ja, ich nehme neben dem JPEG auch ein RAW auf, sicherheitshalber). Der HighRes Modus den Olympus der PEN-F spendiert hat, ist für mich ebenfalls Neuland. Die EM-1 MK.I bietet diese Möglichkeit (leider) nicht. Die im HighRes Modus durch den PixelShift erreichte Auflösung liegt nochmals deutlich über den 20 MP, Olympus gibt hier eine Bildgröße von 50 MP an. Ohne Stativ geht natürlich in diesem Modus gar nichts, trotzdem freue ich mich sehr darauf diese Funktion auszuprobieren.

Neben den für mich neuen, oben erwähnten, technischen Aspekten gab es einen ganz pragmatischen Pluspunkt für die Olympus PEN-F, die Kamera verwendet den gleich Akkutyp wie meine EM-1 MK.I. Das bedeutet keine weiteren Investitionen in Ersatzakkus und ein zweites Ladegerät und macht dadurch die PEN-F im Vergleich nochmals etwas günstiger. Ach ja, und, das muss ich der „Kleinen“ lassen, sie sieht richtig gut aus und wir Fotoamateure mögen doch schöne Dinge, oder?

Also, die PEN-F ist eine spannende, kleine Kamera, die durchaus fordernd sein kann und doch vielleicht häufiger dabei ist, als eine EM-1, gerade wenn die Festbrennweiten eingesetzt werden. Allerdings, ganz ohne ist sie nicht, die Einstellungsmöglichkeiten in Sachen Bildparameter drohen den User zu erschlagen. Mal sehen, wie sich das alles in der täglichen Praxis bewährt und wie sich der Ablauf mit dem kostenlosen Objektiv dargestellt hat. Ich werde Euch auf dem  Laufenden halten.

 

 

Angekommen: Phil Norton´s Filterhalter für das Olympus 2,8/7-14

Schneller als gedacht hat Phil Norton geliefert. Plötzlich stand GLS vor der Türe und drückte mir eine Postsendung aus England in die Hand, Absender: Phil Norton, Inhalt: sein Filteradapter für das Olympus Superweitwinkelzoom 2,8/7-14mm. Auch klar, dass ich heute im Büro ungeduldig auf den Feierabend gewartet habe. Klar, dass ich Euch einen ersten Eindruck geben möchte. Also, was war in Phils Päckchen drin? Auf den ersten Blick erstaunlich wenig, Aber seht selbst:

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Der Adapter für den Nisi/Rollei Filterhalter

 

Es handelt sich hier nur um einen Adapter für das Nisi/Rollei 100mm Filterhaltersystem, d.h. dieser muss noch zusätzlich angeschafft werden. In diesem Umstand liegt auch der größte Unterschied zum Filterhalter von Logodeckel, deren Filterhalter ist quasi im Adapter integriert und benötigt daher nichts weiter. Allerdings ist der Nisi/Rollei Filterhalter qualitativ weit vor dem Logdeckel Pendant. Zum einen ist er aus Aluminium zum anderen profitiert er von der Großserienfertigung. Der 3D Druck kann da noch nicht mithalten. Der Adapter von Phil Norton kommt zwar auch aus dem 3D Drucker, hat aber nur die Aufgabe den “richtigen” Filterhalter am Objektiv zu befestigen. Die Führung der Filterplatten übernimmt dann der V5 Halter von Nisi/Rollei.

Um das braucht Ihr, damit Ihr dem Olympus 2,8/7-14. Auf der linken Seite die Sachen von Phil, auf der rechten Seite einen GUTEN Schraubenzieher, den Nisi/Rollei V5 Filterhalter und natürlich das Objektiv. Die Bastelarbeit hält sich in Grenzen, das war viel weniger als gedacht und schnell erledigt. Dazu kommt, dass der Filterhalter weiter ganz normal mit anderen Objektiven verwendet werden kann, die ein Schraubgewinde haben. Es ist keinerlei Umbau dafür notwendig.

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Alles was benötigt wird für den Umbau

Auch mit zwei linken Händen kommt Ihr früher oder später zu dem Ergebnis, das das letzte Bild zeigt, ein Olympus 2,8/7-14 mit Filterhalter. Auf den ersten Blick bin ich wirklich positiv überrascht von der Qualität der gesamten Konstruktion und auch erste Testbilder (quick & dirty) mit Verlauffiltern und dem Haida ND1000 sind vielversprechend. Aber bevor ich mich da endgültig festlege, möchte ich dann doch einige weitere Testbilder machen. Toll finde ich, dass Phil es geschafft hat eine Lösung für 100mm Filter anzubieten. Rollei zieht wohl zur Photokina mit dem 150mm Halter nach, allerdings ist der nunmal 150mm, da erreichen Verlaufsfilter ja unter Umständen Ausmaße, die größer sind als DIN A5. Ich finde für mFT sind die 100mm passender und ich hoffe, dass der Adapter gute Ergebnisse liefert.

Und so schaut es dann an meiner E-M1 mit 7-14 aus:

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Einen ausführlichen Test mit Beispielsbildern gibt es demnächst hier. Also bookmarked www.365photo.de 

 

 

First Look: Filterhalter für das Olympus 2,8/7-14 von Logodeckel

Im Frühjahr 2015 brachte Olympus das lang erwartet Top Pro Weitwinkelzoom 2,8/7-14 heraus, quasi pünktlich zur Sommersaison. Das herausstechendste Merkmal des 7-14er, der enorme Blickwinkel, ist gleichzeitig für den einzigen Schwachpunkt (wenn ich dies wirklich so nennen darf) des Objektivs verantwortlich: Die bauartbedingte stark gewölbte Frontlinse läßt einfach kein Filtergewinde zu, auch die tulpenförmige Gegenlichtblende ist  fest am Objektiv verbaut. Schraubfilter und Filtersysteme mit Gewinde können daher nicht verwendet werden.

Zum Glück gibt es bei uns genügend Tüftler und Erfinder und so hat es nicht lange gedauert bis die ersten Lösungen für das Olympus 2,8/7-14 , die den Einsatz von Filtern möglichen machten, vorgestellt wurden. Eine kleine Übersicht der mir bekannten Lösungen habe ich bereits hier veröffentlicht. Logisch, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis ich erstens das Objektiv angeschafft habe und ich zweitens eine Lösung für das anbringen von Filtern ausprobieren wollte. Drittens musste ich auch noch einen entsprechenden Filter ordern, da ich bisher immer nur mit 85mm Filtern gearbeitet habe und die Systeme für das 2,8/7-14 zwingend 100mm oder 150mm Filter voraussetzen.

Damit die ganze Aktion preislichem einigermassen im Rahmen blieb, habe ich mich für ein 100mm System entschieden und das günstigste, in diesem Fall von Logodeckel, ausgewählt. Für 79,90€ zzgl. Versand wurde mir der Filterhalter zügig  zugeschickt, nachdem ich vorab überwiesen hatte (übrigens leider die einzige Zahlungsmethode). Eine vorherige Anfrage per E-Mail wurde schnell und freundlich beantwortet, während der Lieferung per DHL wurde ich per Mail immer auf dem Laufenden gehalten. Das funktionierte alles reibungslos.

Logodeckel habe ich persönlich aus drei Gründen als System ausgewählt. Einmal ist der Halter recht preiswert, dann war ich neugierig wie sich solche “Dinge” aus dem 3D Drucker anfühlen, wie die Qualität ist, und als letztes sprach natürlich die Verwendung von 100mm Filterplatten ebenfalls aus Kostengründen für das System. Die 100er Filter passen natürlich auch auf die anderen Olympus Objektive, wie z.B. das 2,8/12-40 und das 2,8/40-150. Die 150mm großen Filter sähen gerade am 2,8/12-40 doch etwas überdimensioniert aus und man sollte nicht vergessen, dass solche Filter auch transportiert werden wollen. Übrigens mißt das iPad Mini ca. 200mm x 135 mm, nur mal so als Größenvergleich. Und es gibt Verlauffilter, die sind 170mm x 150mm, das ist schon ein Wort für das “kleine” 12-40ziger. Ich halte daher die 100mm Filter für gerade noch praktikabel und bin gespannt, ob diese in der Praxis Vignetten frei eingesetzt werden können.

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Da ist das gute Stück, der Filterhalter von Logodeckel neben dem Oly 2,8/7-14

Grundsätzlich handelt es sich hier um einen Filterhalter, der aus dem 3D Drucker stammt, das erkennt man an den Aufnahmen weiter unten recht gut an dem “Rollenprofil”. Das sind quasi die einzelnen Schichten die vom 3D Drucker aufeinander gelegt werden. Der Filterhalter paßt tatsächlich sehr gut auf das Objektiv, es ist kein Spiel vorhanden und durch das innen angebracht Moosgummi besteht auch nicht die Gefahr, dass das Objektiv beschädigt wird. Links und rechts sind Führungen für die Filterplatten angebracht, am unteren Rand ebenso. Die Führungen sind alle für zwei Filter ausgelegt, weiterhin ist eine Führung für nur einen Filter vorhanden. Diese wird in den unteren Bereich eingesetzt, falls man Graufilter und Verlaufsfilter kombinieren möchte. So kann man den Verlaufsfilter perfekt positionieren, während der Graufilter in seiner Position bleibt und durch die untere Führung quasi fixiert wird.

 

Die Führungen für die Filterplatten sind übrigens ebenso mit einem Streifen Moosgummi versehen, so daß eingeschobene Filter an der Seite nicht durch den harten Kunststoff beschädigt werden. In meinen Augen zeigt sich hier der Blick für das Detail, mein alter Filterhalter von Cokin hat da nur schnöden Kunststoff.

Aufgeschoben wird der Logodeckel Filterhalter von vorne auf das 2,8/7-14, und zwar laut Bedienungsanleitung soweit, bis “…der längere Flügel der Streulichtblende bündig mit (der) Oberseite des Halters ist, bzw. die Unterkante des Halters am Knick des Objektivs sitzt.”. Hört sich schwierig an, ist aber ganz gut in der, durchaus humorvollen, Bedienungsanleitung illustriert. Jeder Besitzer des Olympus 2,8/7-14 wird schnell erkennen, was gemeint ist. Wahrscheinlich wird es aber einfacher sein, einen Filter einzusetzen und dann den Halter vorsichtig auf die Optik zu schieben, bis ein Widerstand (Streulichtblende trifft Filterplatte) spürbar ist. Das dürfte damit die beste Position sein, um eine Vignettierung durch das System zu vermeiden.

Wie sich das System von Logodeckel für mein Olympus 2,8/7-14 in der Praxis schlagen wird, darüber werde ich natürlich auch berichten. Ich muss Euch dafür allerdings um etwas Geduld bitten, da mir (noch) kein 100mm Filter zur Verfügung steht. Allerdings sollte sich das bis zum Ende der Woche geändert haben, so dass ich spätestens dann einen Bericht aus der Praxis nachreichen werde. Also, vorbeischauen lohnt sich.

Wie immer hier noch der kurze Hinweis, dass ich den Filterhalter selber gekauft und bezahlt habe und in keiner Weise Vergünstigungen erhalten habe.

 

Neuzugang: Everyday Messenger von peak design

Was für Frauen die Handtasche (“Frau” kann nie genug davon haben), ist für den emanzipierten Fotografen die Fototasche, einfach unentbehrlich (und “Mann” kann nie genug davon haben). Ich selber bin da keine rühmliche Ausnahme und habe mindestens 8 verschiedene Taschen und Rucksäcke im Einsatz, die sich im Laufe der Jahre heimtückisch angesammelt haben. Diese Anzahl sollte an sich für alle Eventualitäten ausreichen, aber trotzdem hat man(n) ja ein Auge auf den Markt und die Neuerscheinungen.

Allerdings haben mich in der letzten Zeit die neuen Modell der üblichen Verdächtigen (ThinkTank, LoewePro, Tenba, Domke, Tamrac, Kata seien hier einfach exemplarisch dafür aufgeführt) nicht wirklich zu einer Neuanschaffung inspirieren können. Die Modelle die bereits auf dem Markt sind, sind einfach schon richtig gut und etwas Neues habe ich nicht entdeckt. Als dann peak design im Sommer 2015 im Rahmen einer Kickstarter Kampagne eine neue Fototasche ankündigte, war ich neugierig. Die Kameragurte mit dem Ankersystem von peak design nutze und liebe ich, also was lag näher als sich die geplante Tasche mal anzusehen.

Lange Rede, kurzer Sinn, als echter Mann und Fotograf kann man doch nicht an so einem NEUEN! Angebot vorbei gehen, denn später wird das alles noch viel teurer und ich brauche unbedingt eine weitere Tasche und ohne Zweifel ist die Tasche wirklich schick und praktisch (die üblichen Argumentationshilfen, um sein Gewissen zu beruhigen, nicht wahr?) Also ergab ich mich in mein Schicksal und beteiligte mich im Sommer an der Kampagne und wählte ein Set aus. Die Bezahlung lief reibungslos und als Lieferdatum war der Dezember avisiert. Tja und plötzlich war das Paket samt Inhalt auf einmal da.

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Das ist also “the eyeryday MESSENGER”
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“the field POUCH” quasi der kleine Bruder

Am besten Ihr werft einen Blick in die Galerie, ausführlich Zeit zum testen hatte ich noch nicht. Nur soviel, die Verarbeitung ist auf jeden Fall top und ein Gummiband für die Stativbeine ist auch dabei, peak design hat das alles sehr liebevoll auf die Beine gestellt.

Der Everyday MESSENGER ist wirklich groß. Ein Oly 2,8/40-150 samt Stativhalterung und aufgesetzter Gegenlichblende wird einfach verschluckt. Angesetzt an einer E-M1 passt es immer noch locker rein. Mehr dazu in ein paar Tagen, wenn ich den Everyday MESSENGER etwas besser kennen gelernt habe.

Neu: Olympus OM-D EM-10 Mark II

Die Spatzen haben es ja schon länger von den Dächern gepfiffen und gestern hat Olympus Nägel mit Köpfen gemacht, der Nachfolger der EM-10 wurde vorgestellt. Mittlerweile gibt es zig “Hands on” und andere “Reviews” von Bloggern und Websites, die die Kamera schon vorab in den Händen hatten. Ich spare mir daher die technischen Daten, und stelle ein paar Links ein, wo Ihr nachschauen könnt.

Robin Wong in gewohnt souveräner Aufmachung gibt es hier 

Reinhard Wagner mit seinem Pen and Tell hatte sie natürlich auch schon

Die deutsche Olympus Seite zur EM-10 Mark II darf natürlich auch nicht fehlen

Thomas Leuthard´s persönlich Einschätzung gibt es hier

Und wie immer hat DPreview auch schon von Olympus ein Päckchen bekommen und ausgepackt

Schick sieht sie ja aus, mir gefallen vor allem die etwas stärker ausgeformten Drehräder, schaut griffiger aus. Die EM10 MKII macht auch in Silber eine gute Figur.

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Jetzt mal ernsthaft, was ist wirklich interessant an dieser Neuerscheinung von Oly? Drei Dinge sind es, die in meinen Augen wirklich neu und sinnvoll sind:

  1. Fokus-Stacking mit bis zu 99 (oder 999) Bildern. Die Makrofotografen werden es lieben, da werden.
  2. 4K Timelaps-Videos direkt aus der Kamera. Sieht bei Oly auf der Website schon echt klasse aus.
  3. Live-Composite ist per App steuerbar. Genial, wenn es kalt ist wird die Kamera einfach von drinnen bedient.

Die restlichen Neuerungen sind eine prima Evolution (Sucher, 5 Achsen Stabi etc.) der alten Olympus EM10. Preislich liegt der Body inkl. 14-42 bei  799,– €, also genau in dem Bereich, in dem Fuji seine neue X-T10 mit dem 16-50 positioniert hat. Ich persönlich bin echt auf den ersten Vergleichstest gespannt und wie sich die Verkäufe entwickeln werden.

Neuzugang: Olympus OM-D EM-1


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Bereits seit ein paar Wochen bereichert die Olympus OM-D EM-1 (was für ein kryptischer Name, bei mir gibt es jetzt nur noch die Kurzform: EM-1) meine Kameratasche. Tatsächlich habe ich letztendlich den Schritt gewagt und habe meine klassische DSLR (mit Spiegel und optischem Sucher) durch eine DSLM (ohne Spiegel und optischem Sucher) dauerhaft ergänzt. Zwar hatte ich bereits mit der kleinen Olympus OM-D EM-10 erste Erfahrungen gesammelt, aber durch die wirklich geringe Größe, und das (für mich) gewöhnungsbedürftige elektrische Pancake Zooobjektiv, konnte ich mir diese Kamera als ernsthafte Alternative zur DSLR nicht vorstellen. Die große Schwester EM-1 kommt einer DSLR in Sachen Handhabung doch deutlich näher.

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Gekauft habe ich die EM-1 im Set mit dem 2,8/12-40. Im Rahmen einer Promotionaktion gab es den Hochformatgriff HLD-7 kostenlos dazu. Da ich diesen Griff aus verschiedenen Gründen sowieso unbedingt haben wollte, war der Zeitpunkt ideal. Der Griff verbessert zum einen die Handhabung im Hochformat und balanciert die EM-1 besser aus, sollten größere Optiken genutzt werden. Zum anderen findet ein zweiter Akku Platz, der die “Einsatzzeit” der EM-1 doch spürbar verlängert. Griff und Kamera machen einen wertigen Eindruck und gleiches kann ich vom 2,8/12-40 sagen. Diese Optik hat sehr gute Kritiken im Netz bekommen, ist lichtstark, abgedichtet und deckt einen idealen Brennweitenbereich (24-80 KB) ab. Eine wahnwitzig geringe Naheinstellgrenze gibt es noch oben drauf, fast “Makro like”. Also kurzum der ideale Partner für die EM-1. Ein anderes Kit-Objektiv wäre für mich nicht in Frage gekommen, da das mft-System durch den kleineren Sensor doch noch Nachteile in Sachen Freistellung und Rauschen hat. Da sind lichtstarke Optiken in meinen Augen ein “must have”.

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Warum ich mich trotz dieser Einschränkungen für einen Einstieg ins mft-System entschieden habe? Drei wesentliche Punkte sprechen im Augenblick für mft und vor allem für Olympus

1. Abgedichtete robuste Kameras mit einem unglaublichen internen Stabilisator inkl. einem Plus-Service (nur EM-1)

2. Lichtstarke, abgedichtete Zooms und Festbrennweiten mit einem perfekt abgestimmten Line-Up (7-14, 12-40, 40-150+ 1,4 Konverter, dazu 4/300 und wohl noch ein lichtstarkes Fish) ergänzt durch weitere gute bis sehr gute Festbrennweiten.

3. Größe und Gewicht sind noch dauerhaft tragbar und dabei doch variabel. Mal sehen, wie ich mich da weiter in das mft-System einfinden werde.

Einige Dinge vermisse ich, da ist meine Pentax noch ungeschlagen, andere Dinge will ich nicht mehr missen, da mag ich jetzt schon die EM-1 sehr. Jede Neuerwerbung bringt bekanntermaßen ja auch eine gewissen Anfangseuphorie mit sich. Nicht anders ist mir das mit der EM-1 ergangen uns so ganz hat sich die Freude an der Neuerwerbung auch noch nicht gelegt. Daher halte ich mich erstmal mit meinen weiteren Erfahrungen zurück, aber meine Plus/Minus Liste wächst stetig und sobald ich genug Erfahrungen mit der EM-1 gesammelt habe, werde ich das Ergebnis hier posten.

First Look: Tonality

Vor wenigen Tagen bin ich über GigaApple auf die Software Tonality von macphun aufmerksam gemacht worden. Selber verwende ich schon seit ein paar Jahren Silver Efex 2 zur Umwandlung meiner (Farb)Bilder in Schwarzweiss-Bilder und war bisher damit sehr zufrieden. Es geht schnell, die Software gibt Anregungen und Beispiele über Presets und die Qualität der Umwandlung ist tatsächlich hervorragend. Dementsprechend neugierig war ich auf den neuen Wettbewerber Tonality.

Es gibt eine Trialversion für 30 Tage, testen ohne Risiko ist also problemlos möglich. Neben Tonality, dass im Appstore zum Einführungspreis von 17,99 € geladen werden kann, gibt es auch noch noch Tonality Pro. Die Pro Version kann als Plugin in Aperture und Lightroom verwendet werden und bietet noch einige Funktionen mehr. Ich habe mich für meinen First Look für die normale Variante entschieden, da die meisten Funktionen bereits in dieser Version integriert sind, bei einem Upgrade auf Tonality Pro der Kaufpreis angerechnet wird und ich 17,99 € auch für den Amateurfotografen absolut preiswert finde.

 

Tonality Interface 1

 

Im Screenshot seht Ihr das Standard Interface mit der Vorschau einiger Presets am unteren Bildrand. Auf der rechten Seite, ähnlich wie bei Lightroom, sind die Regler für diverse Einstellungen platziert. Und was mit lediglich einem Mausklick passiert, sehr Ihr im folgenden Bild

 

Blog-Tonality Interface 2

 

Ausgewählt wurde das Preset ElCapitan, Ihr erkennt es an der gelben Umrandung in der unteren Leiste. Die verfügbaren Presets sind gruppiert nach Aufnahmethemen. Auf der rechten Seite könnt Ihr das geöffnete Menü mit den verschiedenen Themen sehn. macphun gibt an, das ca. 150 verschiedene Presets mit der Software Tonality mitgeliefert werden. Ehrlich gesagt habe ich noch nicht nachgezählt, aber die gefühlte Menge an Möglichkeiten Fotos umzuwandeln spricht eindeutig für die von macphun angegebene Anzahl.

Ähnlich wie in Silver Efex 2 kann jedes Preset individuell über die Regler verändert werden. Auch können die Effekte mit einem Pinsel aufgetragen oder mit einem Radiergummi zurückgenommen oder abgeschwächt werden. Maskierungen sind möglich, ein Verlaufsfilter ist integriert und es kann mit Ebenen gearbeitet werden. Der Export zu Lightroom oder Aperture ist auf Knopfdruck vorgesehen, ebenso wie das Teilen der Bilder mit sozialen Netzwerken. Flickr, Facebook, Twitter und SmugMug sind hier vorbelegt, ebenso wie der Export zum Mailprogramm.

Mein erster Eindruck: Tonality ist ziemlich komplett, lediglich Schärfung, Druckausgabe und natürlich die Verwaltung der (Schwarzweiss) Bilder würde ich mit einem anderen Programm durchführen. Für den momentanen Einführungspreis im AppStore von 17,99 € ist es sehr günstig. 30 Tage zum kostenlosen testen gibt es bei macphun zum download. Für Windows-User gibt es bisher noch keine Version, Tonality ist im Augenblick also exklusiv für Apple Mac verfügbar.