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Test: Alternative Streulichtblende für das Olympus 2,8/12-40

Manchmal sind es die kleinen Dinge im Leben, die Freude machen. Nachdem Olympus bei vielen Objektiven die Streulichtblende nicht mitliefert, befindet sich diese nun glücklicherweise bei den Pro-Objektiven im Lieferumfang. Ich finde es wichtig, das ein Hersteller dieses „kleine“ Zubehör serienmäßig beilegt, schützt dieses Stück Plastik doch das Objektiv vor Stößen, verbessert die Bildqualität der Optik und ermöglicht damit erst Aufnahmen im Regen, da die Frontlinse frei von Wassertropfen bleibt (ok, wenn Ihr Kap Horn umfahrt und der Regen da horizontal fällt, hilft die Blende auch nicht). Insofern habe ich mich wirklich gefreut, dass mein 12-40 mit Steulichtblende geliefert worden ist. Bitte beibehalten Olympus!

Meine 12-40ziger Blende ist prima verarbeitet, sitzt perfekt und der Bajonettmechanismus funktioniert klaglos. Ein Bajonett finde ich nebenbei bemerkt deutlich praktischer als ein Schraubgewinde. Es ist schneller in der Anwendung und einfacher zu entriegeln. Allerdings gibt es User, denen genau dieser Umstand zum Verhängnis geworden ist und die die Streulichtblende dadurch verloren haben. Tja, dann steht ein Ersatzkauf des Pro Zubehörs an, natürlich auch zu Pro-Preisen.

Die Frage die sich in unserer Zeit natürlich immer zuerst stellt ist: „Geht das nicht auch billiger?“ und die Antwort ist wie immer: „klar geht das auch billiger?“. Die echte Frage, die wir uns wirklich stellen sollten, ist: „Geht das auch preiswerter?“ Nun, ich hab es ausprobiert und mir die einzige am Markt befindliche Alternative bestellt, die JJC LH-J66.

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Preislich liegt diese im Moment bei rund 16 €, das Olympus Original wird beim gleichen Anbieter mit 40 € gehandelt, der Preisunterschied ist recht deutlich. Die Frage die sich stellt ist: Was rechtfertigt den Preisunterschied? Dabei fällt zuerst auf, dass die JJC Blende tatsächlich innovativer ist, als das Original. Durch die Herausnahme einer kleiner Plastikklappe, erlaubt die JJC den Zugriff auf montierte Filter. Ideal also, um den Polfilter trotz aufgesetzter Streulichtblende zu verstellen und den Lichtverhältnissen anzupassen. Punkt für die Kopie.

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Auf der anderen Seite punktet Olympus mit Detailarbeit. Die Innenflächen sind beim Originalprodukt geriffelt ausgearbeitet, was Streulicht besser blockt, als die nur mattierte Oberfläche der JJC. Hier sieht und spürt man tatsächlich die bessere Qualität der Olympus-Blende. Punkt für das Originalprodukt

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Darüber hinaus punktet Olympus mit einem besseren Sitz am Objektiv. Nur ein ganz leichtes „Spiel“ ist zu spüren, die Blende bewegt sich im minimalsten Bereich. Die JJC hat da schon deutlich mehr „Spiel“ sitzt aber auch ganz ordentlich und es fällt im praktischen Betrieb nicht störend auf. Punkt für Olympus.

Preislich brauchen wir nicht zu diskutieren, die JJC ist günstiger und definitiv eine Alternative zum Original. Gut dass wir diese Auswahl haben! Punkt für JJC.

Tja, Unentschieden. Mein Lieblingsprodukt wäre ja die Oly mit dem Plastikfensterchen der JJC. Dafür würde ich auch den Preis bezahlen. Diejenigen unter Euch, die auf Top-Qualität wert legen, empfehle ich klar die Olympus. Sie ist einfach wertiger. Punkt, keine Diskussion, es ist so. Wer allerdings häufig mit dem Polfilter arbeitet oder ein begrenztes Budget hat, der ist mit der JJC sehr gut bedient. Und allen, die ohne Streulichtblende fotografieren empfehle ich dringend eine zu kaufen. Die Kleinen Plastik-Tulpen sind für die Frontlinsen der Objektive nämlich nicht nur Schutz vor unerwünschtem Licht, sondern auch vor unerwünschtem Kontakt mit anderen harten Dingen des Fotografenlebens.

Eine Anmerkung noch zum Schluß. Nur eine der beiden Tasten an den Streulichtblenden funktioniert zur Entriegelung, die andere ist eine reine Blindtaste. Bei der JJC ist es die rechte Taste zur Entriegellung (bei Blickrichtung durch den Sucher), wenn das Plastikfenster oben steht, bei der Olympus auch, wenn der Schriftzug China oben steht. Da manche die Kameras an einem Sunsniper tragen und da wohl schon einige Streulichtblenden verloren gegangen sind, ist das vielleicht hilfreich zu wissen. Man kann ja ausprobieren mit welcher Seite die Kamera anschlägt und die Streulichtblende dann so montieren, dass der Entriegelungsknopf möglichst auf der anderen Seite liegt.

Zubehör: Akkus für die Olympus OM-D EM-1

DSLR Fotografen, die auf Systemkameras (DSLM) gewechselt sind oder diese als Ergänzung zur großen Spiegelreflex angeschafft haben, bemerken häufig als erstes die geringere Akkulaufzeit der Neuerwerbung. Diese fällt systembedingt deutlich knapper aus, nutzen die DSLM´s doch den Monitor und/oder den elektronischen Sucher zur Bildkontrolle, wo die DSLR´s auf das sparsamere optische Suchersystem zurückgreifen kann. Kurz gesagt, wer sich für eine Systemkamera interessiert, sollte direkt mindestens einen, besser zwei oder drei Zusatzakkus direkt beim Kauf einplanen.

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OLYMPUS BLN-1 original Akku

Die Kamerahersteller bieten die Akkus genauso als Zubehör an, wie Fremdhersteller. Das Angebot am Markt ist also breit genug. Interessant ist da schon ehr die Preisgestaltung und die Qualität. Die originalen Akkus sind in der Regel  top, kosten allerdings deutlich mehr als die Nachbauten. Die Nachbauten sind auch nicht unbedingt schlechter, allerdings doch ein gutes Stück unter dem Original eingepreist. Und wenn zwei bis drei zusätzliche Akkus benötigt werden, um lange genug mit der neuen Systemkamera zu arbeiten, dann führt die erhebliche Preisdifferenz doch in Versuchung.

BLN-1 Nachbau von Patona
BLN-1 Nachbau von Patona

Aber nicht nur die Akkus sind für den Betrieb einer Kamera entscheidend, sondern auch das Ladegerät. Häufig wird zu der neuen Kamera (und hierbei ist es egal, ob es sich um eine DSLR, Systemkamera oder um eine Kompakte handelt) zwar ein Reserveakku gekauft, aber kein weiteres Ladegerät. Dass ein zweites Ladegerät durchaus seine Berechtigung hat, merkt der ambitionierte Fotograf spätestens dann, wenn das einzig vorhandene Gerät (meistens mitten auf einer tollen Fernreise) den Geist aufgibt. Dummerweise reicht der Saft in den Akkus selten bis zum Ende der Reise und Amazon liefert auch nicht innerhalb von 24 Stunden an den Urlaubsort. Meine Empfehlung ist daher zusammen mit den Akkus direkt auch noch ein weiteres Ladegerät zu kaufen. Preislich hält sich das in Grenzen und  gerade wenn es in den Urlaub gehen soll, ist das (Zweit-) Ladegerät unverzichtbar.

Akkus & Ersatz-Ladegerät
Akkus & Ersatz-Ladegerät

Für meine neue Olympus E-M1 habe ich logischerweise genau vor dieser Entscheidung gestanden und mich direkt für ein Set aus zwei Akkus samt Ladegerät entschieden. Die Akkus sind gefühlt einen Tick schwächer als das Original von Olympus, für den Hausgebrauch reicht es aber zunächst einmal. Wichtig ist, und das erfüllen die Ersatzakkus, dass diese auch im Original-Ladegerät funktionieren und mit Strom geladen werden. Angeblich klappt das nicht bei jedem Nachbau, meine Patonas laden jeweils klaglos im Oly Ladegerät.

Patona Akku im Oly Ladegerät: Funktioniert!
Patona Akku im Oly Ladegerät: Funktioniert!

Das Ersatzladegerät selber glänzt durch einen kompletten Lieferumfang (neben dem normalen Stromkabel ist auch ein Kabel für die Autosteckdose dabei) und mit diversen Anschlüssen. USB und Micro-USB sind an Bord.

USB und Micro-USB Anschlüsse
USB und Micro-USB Anschlüsse

Mit den beiden USB-Buchsen kann man sehr viele verschiedene Geräte laden. Also ein idealer „Universal-Lader“ für die Reise, denn er kann quasi als Backup für diverse elektronische Helferlein dienen, die auf regelmäßigem Stromnachschub angewiesen sind.

Auch Apple wir klaglos geladen
Auch Apple wir klaglos geladen

Was in die eine Richtung funktioniert, funktioniert natürlich auch andersherum. Über ein einfaches USB Ladegerät, was jedem Handy nach EU Vorgabe ja beizuliegen hat, kann ich nun auch wieder meine Kamera Akkus laden. Das finde ich wiederum extrem praktisch, denn solche USB-Lader hat quasi jeder Zuhause.

Saft aus der Steckdose per einfachem USB-Lader
Saft aus der Steckdose per einfachem USB-Lader

Fazit: Egal ob DSLR oder Systemkamera, Ersatzakkus & ein Backup für das Ladegerät sollten vorhanden sein, denn ohne Strom gibt es nunmal keine Fotos. Während ich mit meiner Pentax DSLR mit 2 zusätzlichen Akkus dicke über mehrere Tage auskomme, ist es mit der gleichen Anzahl an Ersatzakkus bei der Olympus am Abend schon eng. Da werde ich persönlich wohl noch einen Akku nachkaufen. Ob man jetzt das Original vom Hersteller anschafft oder den Nachbau, dass muss jeder für sich selber entscheiden. Wenn wirklich wichtig Shootings anstehen, würde ich auf das Original setzen, für den Hausgebrauch reichen mir aber auch die Nachbauten. Beim Ladegerät würde ich allerdings zum Fremdprodukt greifen, einfach weil es super universell einsetzbar ist und dabei noch kleiner als das Olympus Pendant.