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Tipp: Manueller Fokus beim Zuiko 2,8/12-40

Der Autofokus in den modernen Kameras ist ein Segen. Wer die Zeit miterlebt hat, in der es nur manuell zu fokussierende Spiegelreflexkameras gab, der kann das bestätigen. Da ist der schlechteste AF immer noch besser, als manuell Aktion fokussieren zu müssen (ich weiß, es gab auch da „Könner“ die hatten es drauf, ich war leider keiner). Also, ich bin dankbar für den AF. Allerdings gab und gibt es immer wieder Situationen, da kommt der AF an seine Grenzen. Egal ob ich eine Nikon, Pentax oder eine Olympus benutzt habe, irgendwann kam der AF mit einer bestimmten Situation nicht zurecht. Kein Beinbruch und solche Situationen kommen halt vor. Der findige Fotograf stellt dann halt die Kamera von AF auf MF um. In den meisten Fällen ist das allerdings echt umständlich. „Hebelchen“ am Body umlegen und manchmal am Objektiv, oder noch schlimmer, beides zusammen oder irgendwo im Menü auf MF umstellen. Auf jeden Fall war die Kamera vom Auge, die Hand nicht mehr am Objektiv, sondern an irgendwelchen Knöpfen und in vielen Fällen das Motiv sowieso schon weg.

Bei meiner neuen Olympus mit dem 2,8/12-40 schaut das etwas anders aus, Olympus hat das wirklich genial gelöst. Auf dem Bild seht Ihr den „Normalzustand“ des 12-40 mit eingeschaltetem AF.

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Im Bild hier unten ist das Zuiko 12-40 nun vom AF-Modus in den MF-Modus umgeschaltet worden, ganz simpel dadurch, dass der Fokusring nach hinten gezogen worden ist. Schneller geht es nicht, das Auge bleibt am Sucher und die Hand am Objektiv. Ein besonders schönes Detail zeigt sich dann noch nach dem Wechsel in den MF-Modus, die gute, alte Entfernungsskala. Ich finde das richtig gut durchdacht.

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Die Krönung sind allerdings die „Anschläge“ kurz nach „unendlich“ und kurz vor „0,2m“. Die meisten AF-Objektive können zwar auch manuell fokussiert werden, allerdings ist das „drehen“ am Entfernungsring nicht begrenzt. Olympus hat zwei Anschläge gesetzt, über die der Fokusring nicht hinaus weiter gedeht werden kann. So bekommt man wieder ein „feeling“ für das Objektiv, ganz so wie früher bei den manuellen Optiken. Hier unten seht Ihr nun den Anschlag im Nahbereich.

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Bisher habe ich keine Objektiv/Kamera Kombination erlebt, die sich so einfach und intuitiv vom AF in den MF Modus umschalten ließ. Ganz großes Kompliment an Olympus. Allerdings gibt es zwei Wermutstropfen, die nicht verheimlicht werden sollen:

1. Dieses intuitive Umschalten funktioniert bisher nur mit wenigen Objektiven, darunter die Pro´s 12-40 und 40-150.

2. Neubesitzer eines 12-40 verstellen öfter versehentlich den Fokusring und bemerken es nicht. Fragen wie : „neue E-M1 mit 12-40 fokussiert nicht“ oder „E-M1 mit 12-40 AF defekt“ sind die Konsequenz. Zum Glück gibt es genügend „leidgeprüfte“ User, die selber darauf schon reingefallen sind (mir ist das tatsächlich auch passiert) und gerne weiterhelfen. Der Aha-Effekt war bei mir groß, das Gelächter Zuhause noch größer, aber die AF/MF Funktion des Objektivs vergesse ich nie wieder. Allen, die meinen das diese Funktion am 12-40 nichts besonderes ist, empfehle ich den Live-Test. Es ist so einfach und intuitiv, dass man sich fragt, warum das so lange gedauert hat, bis ein Hersteller auf diese Idee gekommen ist.

Neuzugang: Olympus OM-D EM-1


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Bereits seit ein paar Wochen bereichert die Olympus OM-D EM-1 (was für ein kryptischer Name, bei mir gibt es jetzt nur noch die Kurzform: EM-1) meine Kameratasche. Tatsächlich habe ich letztendlich den Schritt gewagt und habe meine klassische DSLR (mit Spiegel und optischem Sucher) durch eine DSLM (ohne Spiegel und optischem Sucher) dauerhaft ergänzt. Zwar hatte ich bereits mit der kleinen Olympus OM-D EM-10 erste Erfahrungen gesammelt, aber durch die wirklich geringe Größe, und das (für mich) gewöhnungsbedürftige elektrische Pancake Zooobjektiv, konnte ich mir diese Kamera als ernsthafte Alternative zur DSLR nicht vorstellen. Die große Schwester EM-1 kommt einer DSLR in Sachen Handhabung doch deutlich näher.

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Gekauft habe ich die EM-1 im Set mit dem 2,8/12-40. Im Rahmen einer Promotionaktion gab es den Hochformatgriff HLD-7 kostenlos dazu. Da ich diesen Griff aus verschiedenen Gründen sowieso unbedingt haben wollte, war der Zeitpunkt ideal. Der Griff verbessert zum einen die Handhabung im Hochformat und balanciert die EM-1 besser aus, sollten größere Optiken genutzt werden. Zum anderen findet ein zweiter Akku Platz, der die „Einsatzzeit“ der EM-1 doch spürbar verlängert. Griff und Kamera machen einen wertigen Eindruck und gleiches kann ich vom 2,8/12-40 sagen. Diese Optik hat sehr gute Kritiken im Netz bekommen, ist lichtstark, abgedichtet und deckt einen idealen Brennweitenbereich (24-80 KB) ab. Eine wahnwitzig geringe Naheinstellgrenze gibt es noch oben drauf, fast „Makro like“. Also kurzum der ideale Partner für die EM-1. Ein anderes Kit-Objektiv wäre für mich nicht in Frage gekommen, da das mft-System durch den kleineren Sensor doch noch Nachteile in Sachen Freistellung und Rauschen hat. Da sind lichtstarke Optiken in meinen Augen ein „must have“.

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Warum ich mich trotz dieser Einschränkungen für einen Einstieg ins mft-System entschieden habe? Drei wesentliche Punkte sprechen im Augenblick für mft und vor allem für Olympus

1. Abgedichtete robuste Kameras mit einem unglaublichen internen Stabilisator inkl. einem Plus-Service (nur EM-1)

2. Lichtstarke, abgedichtete Zooms und Festbrennweiten mit einem perfekt abgestimmten Line-Up (7-14, 12-40, 40-150+ 1,4 Konverter, dazu 4/300 und wohl noch ein lichtstarkes Fish) ergänzt durch weitere gute bis sehr gute Festbrennweiten.

3. Größe und Gewicht sind noch dauerhaft tragbar und dabei doch variabel. Mal sehen, wie ich mich da weiter in das mft-System einfinden werde.

Einige Dinge vermisse ich, da ist meine Pentax noch ungeschlagen, andere Dinge will ich nicht mehr missen, da mag ich jetzt schon die EM-1 sehr. Jede Neuerwerbung bringt bekanntermaßen ja auch eine gewissen Anfangseuphorie mit sich. Nicht anders ist mir das mit der EM-1 ergangen uns so ganz hat sich die Freude an der Neuerwerbung auch noch nicht gelegt. Daher halte ich mich erstmal mit meinen weiteren Erfahrungen zurück, aber meine Plus/Minus Liste wächst stetig und sobald ich genug Erfahrungen mit der EM-1 gesammelt habe, werde ich das Ergebnis hier posten.

Erstkonktakt: Nissin i40

Nissin i40

Seit einiger Zeit nutze ich neben meinen DSLR´s auch eine mft Kamera, die Olympus OM-D EM10. Die Oly ist wirklich klein und mit dem Pancakezoom trägt sie kaum auf. Es macht wirklich Spaß sie zu benutzen, was liegt also näher, als etwas Zubehör anzuschaffen. Ganz oben auf der Wunschliste in der dunklen Jahreszeit steht natürlich ein Blitzgerät, bloß hier ein passendes zu finden ist gar nicht so einfach, denn die Dinger sind alle riesengroß im Vergleich zur Kamera. Die Ausnahme bildet hier der Nissin i40, er ist seit Sommer auch mit einem Anschluß für die mft Kameras lieferbar und passt von den Ausmaßen wirklich prima zur Olympus EM10. Angegeben ist er mit einer Leitzahl von 40 bei 105mm, angetrieben wird er von 4 AA Batterien oder Akkus.

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Der Nissin i40 kostet um die € 170,– und wird in einer kompakten und qualitativ guten Tasche geliefert. Neben dem Blitzgerät befindet sich noch ein stabiler Standfuß, ein Diffusor-Vorsatz und ein Karabiner zur Befestigung der Transporttasche in der Verpackung. Sowohl der Standfuß als auch der Diffusor passen samt Blitz übrigens wunderbar in die Tasche.

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Technisch kann der kleine Blitz alles was der mft-Fotograf braucht. Neben iTTL, einem normalen Automatik-Mode und natürlich der manuellen Einstellung, zwei Slave-Modi und einem wireless TTL Slave Modus, der über den internen Blitz der Olympus EM10 als Master gesteuert werden kann, gibt es sogar eine Video-Leuchte. Also alles dabei was benötigt wird. Gesteuert wird der i40 über die zwei sehr gut bedienbaren Einstellungsräder und die beiden Tasten (Power-Taste und Testblitz-Taste). Je nach Eingestelltem Modus werden die notwendigen Markierungen an den Einstellungsrädern beleuchtet, so dass klar ist welche Skala auf dem Rad in diesem Modus zum Einsatz kommt. Hört sich kompliziert an, ist aber sehr einfach. Ich hatte noch keinen Blitz, der so simpel und dabei intuitiv in der Handhabung ist.

IMGP7296 IMGP7308Der Blitzkopf ist um 180° nach links und rechts in der Horizontalen schwenkbar und in 4 Rasterstellungen nach oben in die Vertikale. Indirektes Blitzen ist damit in fast jeder Stellung möglich, vor allem auch im Hochformat. Übrigens, dieses kleine weiße Feld überhalb des Schriftzuges „Nissin“ ist die Videoleuchte.

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Unter dem Aufhellreflektor, hier im ausgefahrenen Zustand befindet sich eine Brennweitentabelle für die manuelle Einstellung des Zoomreflektors. Wirklich pfiffig.

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Die Kontroll LED dient dabei als Anzeige für die Einstellung des Zoomreflektors. Im Normalzustand leuchtet die LED grün, für volle Ladung und Automatik. Hält man die Power-Taste aber 3 Sekunden gedrückt, verändert sich die Stellung des Zoomreflektors und die LED wechselt die Farbe und zeigt damit an, welche Brennweite, welcher Blickwinkel durch den Blitz nun ausgeleuchtet wird. Eigentlich eine total simple Anzeige, aber super einfach in der Praxis anzuwenden. Selbstverständlich passt sich im Auto-Modus der Reflektor bei einem Zoom der jeweiligen Brennweite an, aber das setzte ich sowieso voraus. Hier nochmal Bilder der LED in unterschiedlichen Farben:

Einstellung Auto in Grün

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Einstellung auf 24mm (äquivalente Brennweite KB) in Blau

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Natürlich darf eine Streuscheibe für eine weitere Ausleuchtung als 24mm nicht fehlen. Nissin gibt hier 16mm an die mit der Streuscheibe erreicht werden können. Wenn der kleine Blitz tatsächlich die 16mm gut ausleuchten sollte, dann Hut ab. Bisher habe ich das nicht testen können, da mir einfach die Optik im mft Bereich dazu noch fehlt. Aber testen werde ich das auf jeden Fall. Die Streuscheibe wird unterhalb des Blitzkopfs herausgezogen und macht einen stabilen Eindruck.

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Befestigt wird der Nissin i40 über einen Einschub der mit einem Stift gesichert wird. Zum lösen des Blitz muss auf der Rückseite einfach eine Taste gedrückt werden und der Blitz herausgezogen werden. Das ist manchmal etwas fummelig, da man die Taste entgegen der Richtung drückt, in die man den Blitz ziehen soll. Das geht aber alles nach kurzer Eingewöhnung problemlos und ist Meckern auf hohem Niveau.

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Mein erstes Fazit nach 2 Tagen mit dem kleinen Nissan i40: 

– Er passt von der Größe perfekt zur Olympus EM10.

– Die Bedienung ist intuitiv und gelingt nach kürzester Zeit ohne erneut in die Bedienungsanleitung zu schauen.

– Die Blitzleistung mit LZ 40 liegt im Mittelfeld und ist für die Größe recht ordentlich, die Blitzfolgezeit ist fix.

– Das mitgelieferte Zubehör ist mehr als komplett.

– Qualitativ macht er einen hochwertigen Eindruck.

– Die Gesamtausstattung mit den verschieden Modi und der Videoleuchte lässt keine Wünsche offen.

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10×2 Photokina-Tickets bei Olympus zu gewinnen

Die Photokina wirft immer längere Schatten und die Aussteller verlosen fleißig Freikarten, in diesem Fall Olympus. Einfach kurz bei Facebook mitteilen, was man sich anschauen will und man ist in der Verlosung dabei. Vor allem wenn man unter der Woche die PK 2014 besuchen will, ist so eine Freikarte echt praktisch, denn diese Karten sind mit 29,– € im Vorverkauf deutlich teurer als die Karten für das Wochenende. Logischerweise wird das Wochenende auf der Messe dann meistens sehr „kuschelig“.

Sollten noch weitere Karten von Ausstellern verlost werden, werde ich die Links posten. Noch haben wir ja 15 Tage bis zur Eröffnung.

Rahmenprogramm Photokina 2014

Der Olympus Photography Playground kommt im Rahmen der Photokina nach Köln. Alle weiteren Informationen unter diesem Link bei den Jungs von Foto TV zum Thema Olympus Playground & Photokina. Leider hatte ich noch nicht die Gelegenheit einen Playground zu besuchen, werde das aber in Köln definitiv nachholen. Tolle Kunst, die fotografiert werden darf, und dazu noch die Möglichkeit Equipment von Olympus auszuprobieren, in meinen Augen ein ganz tolles Event, was einen Besuch wert ist.