Einfach mal machen: Kalender

Falls es Euch noch nicht aufgefallen sein sollte, trotz der hohen Temperaturen und des sonnigen Wetters, es ist tatsächlich schon November. Kein Scherz, in 41 Tagen ist Weihnachten und in 48 Tagen Silvester und einen Tag später beginnt das Jahr 2019! Also, Zeit über Kalender zu reden, und zwar über aktuelle Kalender für das Jahr 2019 und Eure Planung für das Jahr 2020!

Selbst fotografierte Fotokalender halte ich persönlich neben Fotobüchern für eines der interessantesten Produkte der Industrie. Kalender begleiten durch das gesamte Jahr, können überall platziert werden, egal ob Zuhause oder am Arbeitsplatz, sie bietet sich ebenfalls als tolles Geschenk an und jedes neues Kalenderblatt ist wieder eine kleine Überraschung. Dazu gibt es zig verschiedenen Formate. Vom einfachen Küchenkalender mit Kalendarium zum eintragen von Terminen, über die Formate A4 und A3, in Hoch- und Querformat bis hin zum Panoramaformat in 2:1 oder 3:1 reicht das Angebot. Dazu besteht die Möglichkeit zwischen Digitaldruck und Ausbelichtung auf echtem Fotopapier zu wählen. Und zu guter Letzt gibt es wohl geschätzt um die 8-10 Anbieter, die Eure Bestellung liebend gerne entgegennehmen und Euch den Kalender nach Hause schicken. Wow, was für eine Vielfalt, was für Möglichkeiten. es gibt bloß einen Haken. Das neue Jahr kommt immer so plötzlich und man selber  hat die Bilder thematisch dann doch nicht sofort zur Hand und sortiert. Dazu kommt, dass fast jeder in der Vorweihnachtszeit sehr, sehr  viel zu tun hat, privat, wie auch oft im Job. Und schon wandelt sich der für das kommende Jahr geplante Kalender in einen guten Vorsatz für das nächste Jahr. Von Herzen möchte ich Euch heute den Ratschlag mit auf den Weg geben, vergesst den guten Vorsatz, bringt Eure tollen Fotos auf das Papier und an die Wand. Ich verspreche Euch, Ihr werdet ein ganzes Jahr lang sehr viel Freude daran haben.

Mich selber haben die Fotokalender in Sachen Fotografie wirklich weitergebracht. Zuerst war es eine Laune, eine Idee, ein Projekt, was mich auf den Weg gebracht hat. Ihr kennt sicher diese Challenge, die jedes Jahr von irgendwem im Internet ausgerufen wird, 52 Fotos, jeden Tag ein Foto, etc. Da gibt es zig verschiedene Variationen und ich finde solche Aktionen gar nicht so schlecht, wenn diese auch tatsächlich durchgezogen werden. Nun, ich habe an einer 365 Tage Challenge aus Spaß am fotografieren teilgenommen und aus den Ergebnissen dann einen Kalender produziert. Für irgendetwas mussten die Mühen ja gut sein. Und bis heute bin ich dabei geblieben, allerdings mache ich nicht mehr jeden Tag ein Foto. Vielmehr versuche ich in jedem Monat ein Bild zu machen, das am Ende des Jahres dann in meinem Kalender landet. Hört sich einfach an, ist es aber nicht.

Thematisch plane ich bislang immer zwei Kalender, einmal zum Thema “Bäume” und einmal zu meiner “Aussicht” von meinem Balkon. Ich fotografiere dabei immer im 16:9 Format und mache daraus dann jeweils Panoramakalender. Während meine “Aussicht” immer den gleichen Bildausschnitt zeigt und recht problemlos zu fotografieren ist (raus auf den Balkon, Stativ aufstellen, Bilder machen), ist das Thema Bäume schon herausfordernder. Dazu muss ich bei Wind und Wetter raus und versuche zumindest in einem ähnlichen Stil zu fotografieren. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist das bedingt durch den Job nicht immer einfach, denn da bleiben häufig nur die Wochenenden oder die Feiertage, um im Wald Bilder zu machen. Und dann sollte noch das Licht und die Witterung stimmen. Aber, es macht trotzdem Spaß und im Laufe der Zeit wurden meine Bilder immer besser. Im nächsten Jahr werde ich ein weiteres Thema aufgreifen, aber dazu später mal mehr. Hier als Anregung die Bilder meines letzten “Wald/Bäume-Kalenders”:

Wenn Ihr Spaß daran habt Euren eigenen Kalender zu produzieren, solltet Ihr euch ein Thema setzen und jetzt schon für das Jahr 2020 planen. Es gibt so viele Möglichkeiten thematisch zu fotografieren und ich würde Euch echt empfehlen, haltet Euch an die Monatsregel. ein Bild aus dem Januar, wird auch im Januar im Kalender präsentiert und ein Foto aus dem April wird das Kalenderblatt für den April. Das gibt Euch sanften Druck und Ihr müsst mal heraus aus der Komfortzone und Bilder produzieren, die nicht so einfach zu machen sind! Ich verspreche Euch, das macht zufrieden und bringt sehr viel Freude. Themen gibt es genug, fotografiert Wege, Bäume, Bäche, Wasser, Euer Haustier, die Aussicht aus einem Fenster, Euer Auto an immer anderen Plätzen, Rezepte, die in den Monat passen (oha, Food-Fotografie ist eine Herausforderung), Euren Garten, verschiedene Blumen, die in den Monaten blühen. Ihr seht, es gibt zig verschiedenen Möglichkeiten, auch solche, für die Ihr nicht immer unterwegs sein müsst.

Besonders interessant und sehenswert empfinde ich die Themen, die sich tatsächlich der fortschreitenden Zeit im Jahr widmen. Konkret bedeutet das für mich, einen identischen Bildausschnitt jeden Monat zu fotografieren.  Dadurch wird Veränderung über das Jahr hinweg erst sichtbar und ich persönlich finde, dass ich so den Lauf der Zeit darstellen kann. Nun habe ich gut reden, weil ich das Glück habe eine prima Aussicht von meinem Balkon zu haben, die ich bequem fotografieren kann. Aber jeder hat ein Fenster und warum sollte man es nicht einfach mal ausprobieren, selbst wenn die festgehaltenen Veränderungen klein sind. Und es hindert Euch niemand daran, einen schönen Ort auf zu suchen und dort ein-, zweimal im Monat bei schönem Licht oder ungewöhnlichen Wetter hinzugehen und Bilder zu machen. Es lohnt sich! Hier könnt Ihr meinen Kalender für das Jahr 2018 als Bildstrecke anschauen:

Übrigens, die Bilder für die Kalender wurden jeweils noch mit meiner alten Olympus EM-1 Mk.I in 16:9 geschossen und dann beim Dienstleister auf das Format 35cmx60cm im Digitaldruck produziert. Die Qualität ist top, die 16MP haben selbst beschnitten auf das 16:9 Format locker ausgereicht und zeigen viele Details.

Anbieter gibt es viele verschiedene, allerdings meines Wissens nur wenige die einen richtig großen Kalender im Panoramaformat produzieren. Hier eine kleine Auswahl (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  1. CEWE, wohl einer der größten Anbieter. Hier gibt es auch einen großen Panoramakalender
  2. ifolor, hier habe ich immer meinen Panoramakalender bestellt. Häufig gibt es gute Rabattaktionen!
  3. PosterXXL, hier gibt es einen Kalender im A2 Format und ab und zu interessante Aktionen
  4. pixxum, auch dieser Anbieter hat jetzt einen großen, 62cm x 32cm, Panoramakalender im Angebot! Das Format gewinnt scheinbar Liebhaber
  5. fotokasten hat “echtfoto” Kalender im Angebot und die maximale Größe liegt bei A2, da aber nur im Digitaldruck
  6. Fuji, ist mit myfujifilm am Start und bietet diverse Kalendervariationen an
  7. Saal-digital.de, bietet zwar (noch) kein Panoramaformat an, aber Euren Kalender könnt Ihr vielfältig konfigurieren. Klasse!
  8.  foto-premio, wer quadratische Fotokalender gestalten will, wird hier fündig
  9. albelli, wer mehr als einen Kalender bestellt, bekommt Rabatte, das kann interessant sein

Dazu bieten Aldi, Lidl, DM und viele andere noch Fotokalender an, aber diese werden oft von einem der oben aufgeführten Anbieter produziert. Schaut einfach bei dem einen oder anderen Anbieter rein, sucht Euch 13 Aufnahmen heraus und ladet die Bilder hoch, dann könnt Ihr testweise einen Kalender gestalten.

Und solltet Ihr bewusst für einen Kalender fotografieren wollen, ist gerade jetzt die Zeit dafür, sich ein Projekt zu überlegen, damit Ihr im Januar direkt loslegen könnt. Selber werde ich neben meinen beiden bisherigen Kalendern für einen dritten Kalender anfangen zu fotografieren. Das Thema ist diesmal für mich die Stadt in der ich lebe, und das werde ich in Schwarz/Weiß fotografieren. Das hört sich an sich so simple  an,  aber ich grübel doch schon mehr darüber als gedacht. Allein die Motivauswahl passend zu den Jahreszeiten ist  eine Herausforderung.

Was werdet Ihr fotografieren, bzw. werdet Ihr überhaupt etwas in Sachen Kalender angehen? Schreibt mir Eure Ideen, oder schickt mir Projekte die Ihr schon umgesetzt habt, ich würde gerne darüber berichten, denn ich bin der Meinung Fotos gehören von der Festplatte aufs Papier. Und da sind Kalender eine gute Möglichkeit von Vielen. Also, macht Fotos, denkt Euch ein Projekt aus und macht in einem Jahr 13 richtig tolle Fotos, die Ihr dann in 2020 jeden Monat neu erleben könnt.

 

Wie immer habe ich von den verlinkten Anbietern keinerlei Zuwendungen oder Ähnliches erhalten, die Aufstellung dient einfach dazu, Euch einen Überblick zu geben.

3 Gedanken zu „Einfach mal machen: Kalender“

  1. Mein erster und bisher einziger Kalender war 2017 über das Bergische Land. Man wird sich der Komplexität wirklich erst bewusst, wenn man konkret mit dem Projekt beginnt. Nicht für alle Monate und Jahreszeiten passende Fotos zu besitzen, ist meist schon die erste Erkenntnis. Auch die Aufbereitung der Bilder für den Druck ist keine triviale Sache. Auf einmal muss man sich mit Farbprofilen und Papieroberflächen auseinandersetzen und einen Anbieter suchen, der auch einen bezahlbaren Proof anbietet. Nichts ist ärgerlicher als ein misslungener Print, weil die Fotos zwar auf einem Bildschirm gut aussehen, aber im Druck komplett absaufen oder unscharf sind. Und letztendlich kommt der Faktor Zeit hinzu. Es reicht nicht, erst im August oder September mit der Realisierung zu beginnen. Da sitzen andere schon auf ihren Kisten mit fertigen Kalendern. Für 2020 habe ich einen weiteren Kalender angedacht. Damit sollte ich kurz nach Jahreswechsel schon anfangen, damit der Kalender pünktlich zum Saisonstart fertig ist.

    1. Hallo Dirk, danke für den Einblick in Deine Arbeitsweise, das sind interessante Informationen. Ich bin da absolut bei Dir, das ist schon ein umfangreiches Projekt, was man da auf die Beine stellt. Bezüglich Farbprofilen bin ich bislang sehr gut mit iFolor gefahren, da scheint sich mein Monitor perfekt mit den Druckmaschinen zu vertragen, sowohl was die Farben angeht, als auch die Abstimmung in Sachen Helligkeit. In Sachen Zeit gebe ich Dir allerdings 110% Recht, da bin ich dieses Jahr schon einmal böse auf die Nase gefallen. Ich bin gespannt, was Du da im nächsten Jahr auf die Beine stellst und würde mich freuen, wenn Du vielleicht mal Ergebnisse zeigen magst. Übrigens bist Du scheinbar ganz in der Nähe, ich komme auch aus dem Bergischen Land!

      1. Ja, ich wohne in Witzhelden 🙂 Ich habe erst spät die Liebe zur Region entdeckt. Mittlerweile bin ich regelmäßig im Bergischen unterwegs und poste meine Fotos als “Bergische Bilder” in den sozialen Netzen. Wir können gerne mal etwas unternehmen. Einen Gleichgesinnten in der quasi Nachbarschaft zu haben ist immer schön.

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