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Fotografie in den Zeiten des Vollformat Hypes!

Rund einen Monat ist es her, seitdem die Photokina in Köln die Pforten geschlossen hat und wieder etwas Ruhe in die Foto-Szene eingekehrt ist. Die Neuheiten sind alle besprochen, wurden in unzähligen Reviews vorgestellt und von vielen Experten zum Kauf empfohlen. Das Thema, dass diese Photokina beherrscht hat war ganz klar spiegelloses Vollformat. Die Wucht, die die Marketingmaschinen von Nikon, Canon, Sony, und Panasonic in Bezug auf dieses Thema entfaltet haben, hat (leider!) viele andere interessante Themen an den Rand gedrängt. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass ein fotografisch erfülltes Leben ohne Vollformat Kamera zwar möglich ist, aber doch sinnlos sei. Beeindruckt von der Wucht des Online- und Offline-Marketings gab es dann in den bekannten mFT-Foren erste Stimmen, die nach der Zukunft des mFT-Systems fragten. Es tauchten Videos auf, in denen die Vor- und Nachteile des Sensorformats verglichen wurden und, oh Wunder, meistens gewann Vollformat, selbst gegen die Mittelformat Boliden von Fuji und Pentax. Der Tenor war, und ist es zum Teil noch immer, Vollformat muss sein! Das verunsichert die User bei dem cleveren Marketing der großen Player und auch ich selber habe kurz darüber nachgedacht, ob das denn nichts für mich wäre. Ist es aber nicht und ich möchte allen mFT-User sagen: Keine Bange, das mFT-System war ist und bleibt einzigartig. An dieser Tatsache ändern auch spiegellose Vollformat Kameras nichts.

Wir alle haben uns aus guten Gründen bewusst für mFT entschieden, meistens spielten Größe und Gewicht der Ausrüstung eine entscheidende Rolle. Daran hat sich nichts geändert, diese Vorteile hat mFT weiterhin. Selbst ich, der sich für Olympus aufgrund des Objektiv Line-Up´s und des guten Preis-Leistungsverhältnis  entschieden hat, habe alle diese Vorteile weiterhin. Es hat sich nichts daran verändert, nur weil ein paar Vollformat Bodys vorgestellt wurden. Viel wichtiger war das Statement, dass von Olympus und Panasonic gekommen ist! Das mFT-System wird weiterentwickelt und Olympus selber plant wohl in keiner Weise eine Vollformat Kamera auf den Markt zu bringen. Also, das mFT-System ist in meinen Augen zukunftssicher. Wäre ich ein DSLR-Vollformat User würde mir allerdings das Hemd flattern!

Wirklich, mFT hat seinen Markt, aber die DSLR Systeme wurde gerade zu Grabe getragen, nur fällt das kaum auf. Nikon und Canon werden so gut wie alle Ressourcen  in den Ausbau der neuen spiegellosen Systeme investieren. Die DSLR-Optiken und Bodys, die noch in der Planung sind, werden veröffentlich und in den Verkauf gehen und das war es im Großen und Ganzen. Würde ich eine Vollformat DSLR von Canon oder Nikon besitzen wäre es für mich an der Zeit zu überlegen, was ich jetzt mache. Momentan ist der Gebrauchtmarkt für die DSLR-Objektive noch sehr stabil, für die Bodys zumindest noch stabil. Stehen erstmal genügend Optiken für die DSLM-Bodys zur Verfügung, gehen die Preise in den Sinkflug, denn niemand findet die Verwendung von Adaptern sexy. Ihr meint das ist doch übertrieben dargestellt? Werft einen Blick herüber zu Olympus, die diesen Weg doch bereits gegangen sind. Nach 10 Jahren sind die einfach FT-Objektive so gut wie nichts mehr wert und selbst die TOP-Pro-FT-Objektive, wirklich die Cremé de là Cremé die Olympus je gebaut hat, tun sich sehr schwer beim Weiterverkauf überhaupt zu akzeptablen Preisen einen Käufer zu finden, obwohl sie mit der Adapterlösung weiter betrieben werden können. Die Entwicklung bei Canon und Nikon wird ähnlich sein. Ich persönlich würde jetzt aus dem DSLR-Systemen aussteigen, das Geld nehmen und schauen was ich mache.

Möglichkeiten gibt es doch genügend! Entweder ich bleibe markentreu oder ich wechsle nicht nur von DSLR auf DSLM sondern direkt den Hersteller mit! Sony hat ein mittlerweile gutes Vollformat DSLM System auf dem Markt, Fuji ist zwar APS-C, aber Leute, wow, was die Jungs auf die Beine gestellt haben, Respekt! Oder ich bleibe bei Nikon und Canon und warte auf die neuen Objektiv (natürlich nur wenn ich mir das Warten erlauben kann, für Profis ist das keine Alternative). Das sind sehr viele Möglichkeiten, die sich den Fotografen anbieten und selbstverständlich ist ein Wechsel ins mFT Lager auch denkbar, vor allem wenn ich es leid bin die riesengroßen Objektive für Vollformat zu schleppen. Denn die bleiben auch an den DSLM´s riesengroß. Naja, oder ich verliere Lichtstärke, das neue Nikon f4/24-70 ist doch annehmbar, aber mein 2,8/12-40 Olympus ist immer noch kompakter. Trotzdem, wartet nicht zu lange mit dem Switch ins DSLM Lager, egal zu welcher Sensorgröße oder zu welchem Hersteller, die Gebrauchtpreise für das alte DSLR Equipment kennen auf Sicht nur den Weg nach unten.

Ich persönlich bleibe aus verschiedenen Gründen bei mFT und vertraue Olympus und Panasonic. Das System ist klasse und es ist bezahlbar. Sicher habe ich auch einen Blick auf den Markt aber für mich gewinnen andere Dinge in der Fotografie viel mehr an Bedeutung. Sei es ganz einfach neues Zubehör, ein Workshop  oder Events wie Zingst und Oberstdorf. Das alles wird mir immer wichtiger als das „dritte Zweitsystem“. Ich bin happy mit mFT!

CashBack: Die Olympus Winter-Promo startet!

Kaum sind die Neuheiten der Photokina wieder eingepackt und die Stände abgebaut, geht es Schlag auf Schlag in der Fotoszene weiter. Olympus startet die Winerpromotion 2018, es gibt wieder Kameras und Objektive mit CashBack. Folgende Objektive und Kameras sind dabei:

  1. OM-D EM 5 Mk.II (100€)
  2. OM-D EM 10 Mk.III (100€)
  3. M.Zuiko ED 4,0-5,6/9-18mm (100€)
  4. M.Zuiko 2,0/12mm (100€)
  5. M.Zuiko 1,8/17mm (75€)
  6. M.Zuiko ED 2,8/60mm Makro (75€)
  7. M.Zuiko ED 1,8/75mm (100€)
  8. M.Zuiko ED 4,8-6,7/75-300mm (100€)

Dieses Mal ist das 1,8/75mm mit dabei und auch das 2,0/12mm, beide mit jeweils 100€ CashBack. Ein Schelm wer Böses dabei denkt, dass Olympus auf das neue 1,4/56mm Sigma reagiert und das 1,8/75mm preislich darum attraktiver macht! Das 75mm ist für rund 770€ zu haben, abzüglich CashBack wären das nur noch 670€ und das ist ein sehr attraktiver Preis für dieses Spitzenobjektiv. Aber auch die anderen Angebote sind wie immer klasse, hier nochmal die Objektive und Kameras als Galerie:

Die Aktion ist am 01. Oktober gestartet und endet am 15.Januar 2019. Weihnachten kann also kommen. Hier geht es zur Promotion Seite von Olympus, gönnt Euch mal was!

Wie immer gilt, ich werde nicht gesponsert oder erhalte irgendeine Vergünstigung für das veröffentlichen des Blogartikels.

 

System: Sechs gute Gründe für mFT

Beginnt man als Autor einen Artikel über ein Thema zu schreiben, sollte man immer mit einer möglichst interessanten Einleitung beginnen, um die Leser neugierig zu machen und bei „der Stange zu halten“. Bis ich allerdings solche interessanten „Einleitungen“ für meine Blogeinträge gefunden habe, vergeht doch oft mehr Zeit als gedacht und geplant. Diesmal ist es zum Glück einfacher, denn die Frage ist, warum ich überhaupt über „Gute Gründe für mFT“ schreiben möchte. Kaum ein Kamerasystem wird so häufig in Foren Diskussionen belächelt, keinem anderen System wird so häufig unterstellt, dass die Bildqualität bei weitem nicht an größere Sensoren herankommt und viele mFT User bekommen das Gefühl vermittelt, dass man, um „richtig dabei zu sein in Sachen Fotografie“, mindestens „Vollformat“ in der Fototasche haben muss. Gerne gebe ich zu, dass ich mir damals den Schritt zu mFT mehr als dreimal überlegt habe. Viele der „Kritikpunkte“ schwirrten auch in meinem Kopf umher und erst im Nachhinein ist mir aufgefallen, wie ich mich durch die vorherrschende Meinung in einigen Fotoforen habe beeinflussen lassen.  Nach über drei Jahren mit dem mFT System möchte ich schonungslos Bilanz ziehen und meine persönlichen guten Gründe für das System mit Euch teilen.

Meine beiden mFT´s. Einmal für Grobe und einmal für die filigranen Dinge.

 

Hier kommt sie also, meine Top-Ten pro mFT (und keine Sorge, die Nachteile finden auch noch Platz:

Top 1: Größe / Gewicht

Die Vorteile bei der Größe und dem Gewicht der Kameraausrüstungen werden in Diskussionen immer mit als erstes Argument für das mFT-System angeführt, häufig gekontert durch den Hinweis, dass eine Panasonic Lumix G9 / Olympus EM-1 Mk.II nun ja auch nicht viel kleiner wären, als eine Sony Alpha 7. Richtig ist, dass das mFT-System dem Fotografen bei den Bodys die Wahl läßt zwischen klein, leicht und kompakt (z.b. Olympus PEN-Serie, Lumix GX) und richtig ausgewachsenen Kamerabodys samt Batteriegriff (z.B. Oly EM-1 Mk. I & II, Lumix G9 & GH5) an dem sich auch Objektive wie ein 4/300 oder ein 2,8/200 perfekt einsetzen und bedienen lassen. Die mFT-Objektive unterscheiden sich allerdings teilweise deutlich von Gewicht und Größte von den anderen Systemen, gerade die Vollformat Optiken sind teilweise echte Brummer. Lichtstärke und starkes Tele für Vollformat bedeutet Gewicht, da liegen die Unterschiede zu mFT-Systemen schnell bei mehreren Kilo.

Großes Pro-Zoom oder kleine und leichte 1,8er Festbrennweite, beides bietet das mFT-System an

Der Vorteil des mFT-Systems für den User ist doch, dass er die Wahl hat. Ich kann mit meiner PEN-F mit drei 1,8er Festbrennweiten locker losziehen und stundenlang eine Stadt erkunden ohne zu ermüden, ich kann aber auch meine EM-1 mit dem 2,8/40-150 samt Konverter und Batteriegriff für ein Shooting einsetzen und habe ein perfektes Handling.

Top 2: Preise 

Für die meisten von uns ist die Fotografie ein Hobby. Hobbys dürfen Geld kosten, na klar, auch die Fotografie. Allerdings finde ich persönlich die Preisentwicklung gerade für Objektive und zum Teil auch für Kameras ambitioniert. Ein Nikkor oder Sony 2,8/70-200 für rund 2.700€ finde ich teuer, da ist das Canon mit rund 2.000€  richtig günstig gegen und 2.000€ sind immer noch viel Geld. Im Schnitt sind die Objektive für Vollformat teilweise deutlich teurer als die Pendants bei mFT. Allerdings bewegen sich die Preise auch hier nach oben, wie das Panasonic 2,8/200 und die 1,2er Festbrennweiten von Olympus zeigen. Auf der anderen Seite gibt es zum Glück noch genügend richtig preiswerte Alternativen im mFT-Kosmos, wie z.B. das Olympus 1,8/45. Die Kamerabodys differieren gefühlt preislich nicht so stark wie die Optiken, allerdings liegen die Vollformat Pro-Bodys doch immer noch einen Tick höher, als die vergleichbaren mFT-Gehäuse.

Das 30ziger Makro gibt es für unter 300€ neu

Unter dem Strich wird der Käufer eines mFT-Systems günstiger fahren und ich persönlich hoffe dass das auch in Zukunft so bleibt und die beiden Hersteller nicht zu sehr an der Preisschraube drehen.

Top 3: Vielfalt

Das mFT System profitiert sehr vom offenen Standard. Zwei große Hersteller tummeln sich auf dem Markt und machen sich direkte Konkurrenz bei Objektiven und auch bei Kamerabodys! Was das fü den User bedeutet? Panasonic Preisgestaltung bei Einführung der Lumix G9 führte unmittelbar zu einer Preissenkung des Olympus Flaggschiffs EM-1 Mk.II. auf den Listenpreis der Lumix. Das funktioniert nur im mFT System, denn der einzige Hersteller von Kameragehäusen bei Sony ist? Richtig Sony. Bei Canon? Canon! Bei Nikon und Fuji ist es nicht anders. Den direkten Wettbewerb bei den Bodys gibt es nur bei mFT, bei den Objektiven haben die anderen Systeme zum Glück Alternativen wie Sigma, Tamron und Co.

Gut, sind zwar alles Olympus Optiken und Bodys, aber Panasonic kommt dazu demnächst und ein Kamlan Objektiv habe ich auch schon!

Noch werden nicht viele Fremdobjektive für mFT angeboten, aber rund 77 verschiedene Objektive stehen für den mFT Anschluß zur Verfügung. Beginnend bei ganz preiswerten Kitzooms, über die Mittelklasse bis zu den Pro-Optiken von Olympus und Panasonic-Leica ist alles vertreten. Namen wie Kowa, Samyang, Laowa, Meike, Meyer-Görlitz, Sigma und Lensbaby ergänzen das Angebot der beiden großen Hersteller. Einen Überblick über die Vielfalt des mFT-Systems findet Ihr hier.

Top 4: Objektive Setup

Ok, das hätte ich auch unter dem Punkt „Vielfalt“ abhandeln können, allerdings empfinde ich den Punkt als wirklich wichtig für das mFT-System. Bei meinem Einstieg bot Olympus jeweils mit 2,8er Blende die Objektive 7-14mm, 12-40mm und 40-150mm an. Mit dem Konverter für das 40-150mm Tele stand mir so von 14mm Superweitwinkel bis zum 420mm Supertele (Brennweiten im Vergleich zu Vollformat) alles zur Verfügung, bis 300mm sogar alle Brennweiten mit einer durchgehenden Blende von 2,8. Die 2,8er Blende, also Offenblende, ist übrigens voll nutzbar. Die Abbildungsleistung und die Schärfe der Objektive ist oft bei mFT direkt mit größten Blende schon sehr gut. Bei den o.g. Pro Objektiven ist das definitiv der Fall.

40-150 / 12-40 / 7-14, alle mit 2,8er Anfangsblende, alle abgedichtet und alle mit einer Top Abbildungsleistung

Mittlerweile hat Panasonic nachgezogen und ebenfalls ein Zoom-Triumvirat aufgelegt. Zusammen mit Leica sind die drei Objektive mit den Brennweiten 2,8-4/8-18mm, 2,8-4/12-60mm und 2,8-4/50-200mm auf der Photokina 2016 vorgestellt worden. Genau wie Olympus deckt Panasonic mit diesem Setup die populärsten Brennweiten von 16mm bis 400mm ab, zwar etwas lichtschwächer, dafür aber einen Tick kompakter und leichter.  Der mFt User hat auch hier wieder die Wahl, für welche Objektive er sich entscheidet!

Top 5: Innovation

Ob die „großen Drei“ es wahrhaben wollen oder nicht, die beiden mFT Hersteller sind sehr innovativ und ergänzen Ihre Kameras immer wieder mit neuen Funktionen die uns Amateurfotografen ganz vielfältige Möglichkeiten eröffnen. Stichworte gefällig?

  1. HighResolution Modus
  2. IBIS, aka Stabilisation in der Kamera
  3. Fokus-Stacking in der Kamera
  4. Post Fokus (Pana)
  5. PreCapture (Oly)
  6. 6K Photo (Pana)
  7. Live Time / Live Composite (Oly)
  8. App Steuerung ab Werk (mit die ersten die das ohne Zubehör möglich gemacht haben
  9. Doppel Stabilisator (Kombination von IBIS und Objektiv-Stabi, angebliche Belichtungszeiten von bis zu 2 Sekunden und mehr bei der EM-1 Mk.II und dem 12-100)
Live-Composite Funktion an der PEN-F

Teilweise sind diese Funktionen, soweit technisch möglich, über Softwareupdates kostenlos zur Verfügung gestellt worden. Die EM-1 Mk.I hat z.b. die Funktion Live Composite so nachgeliefert bekommen, wenn ich mich recht erinnere.

High Resolution Shoot Einstellung an der PEN-F. Bilder mit mehr als 40 MP werden so möglich!

Die anderen Hersteller ergänzen Ihre Kameras nach und nach um gleich oder ähnliche Funktionen. Trotzdem, wer einmal mit einer Olympus Kamera und der Live Composite Funktion Gewitter fotografiert hat, will das nicht mehr missen. Von den Möglichkeiten die die Panasonic in Sachen Video bietet, will ich lieber gar nicht erst anfangen, da ist Panasonic wirklich mit das beste was der Amateur bekommen kann. Also, Innovation bietet das mFT System wie kein anderes.

Top 6:  Schärfentiefe

Ok, ein Fotograf, der hauptsächlich den „1,4er Vollformat“ Porträt-Look produzieren möchte, wird die Stirn in Falten legen und fragen, ob ich irgendetwas nicht verstanden habe. Der Makrofotograf oder der Tierfotograf, kann das je nach Aufgabenstellung schon ganz anders sehen und ist vielleicht für jeden mm mehr an Schärfentiefe dankbar. Genauso wie es negativ gesehen werden kann, so kann man dies auch positiv nutzen, jede Medaille hat halt zwei Seiten.Die Liste endet hier, vorerst, mal sehen was noch an Neuheiten, Ideen und anderen Innovationen umgesetzt wird im mFT System. Ich glaube da dürfen wir gespannt sein.

 

Nachteile des mFT-Systems

Kommen wir nun zur „dunklen Seite der Macht“ und den Nachteilen, mit denen sich mFT- User herumschlagen müssen.

  1. Bokeh
  2. Rauschen
  3. niedrige ISO
  4. Schärfentiefe
  5. Dynamik/Farbverhalten
  6.  Wenige Megapixel
  7. AF-C (kontinuierlicher AF, hat sich aber mit der EM-1 Mk.II und der Panasonic G9 erledigt)

Sollte ein Newcomer in Sachen Fotografie diese Aufstellung lesen, müsste er glatt zu dem Schluß kommen, dass vernünftige Bilder mit einer mFT Kamera gar unmöglich gelingen können und er unbedingt Richtung Vollformat gehen sollte, damit seine Bilder (zumindest technisch) brauchbar sein werden. Eine ähnliche Auffassung und Argumentation habe ich in den letzten Jahre zigfach in Internet Foren gelesen und es wurde erbittert darum gerungen, wer den nun Recht hätte. Dabei sind sich alle eigentlich immer in einer Einschätzung einig gewesen, egal ob Vollformat, APS-C oder mFT User. Der mFT Sensor ist zwei Blenden schwächer als Vollformat und eine Blende schwächer als APS-C. Trotzdem ging es immer hoch her.

Der mFT Sensor in der PEN-F

Allerdings fragte nie jemand danach, was denn mit den Bildern passieren solle. Dabei ist das doch die alles entscheidende Frage, oder täusche ich mich in diesem Fall? Wenn ich nur 90×60 Poster drucke und das nicht auf Leinwand, dann brauche ich möglichst viele Megapixel und absolute Top-Optiken, wenn ich Fotobücher gestalte brauche ich ein prima System und weniger Megapixel, und wenn ich mir die Bilder auf einem HD-TV anschaue der nicht kalibriert ist, reicht mein iPhone locker aus. Ach, und wenn ich im Internet veröffentliche weiß ich sowieso nicht, wie diejenigen, die das Bild ansehen, Ihren Monitor eingestellt haben in Sachen Farben und Helligkeit. Professionelle Fotografen haben nochmals ganz andere Ansprüche. Mit meiner EM-1 Mk.I (16MP Sensor) habe ich in der Vergangenheit locker DIN A3+ ausgedruckt, im 16:9 Format Kalender gestaltet die ein Format von 55×30 Zentimeter haben, eine Leinwand ausbelichten lassen von 120cm x 90cm und verschiedene andere Sachen gemacht. Die 16 MP der EM-1 haben mir immer ausgereicht und mittlerweile stehen 20 MP in der PEN-F zur Verfügung.

Das mFT System hat einen Nachteil, die Sensorgröße, das ist unbestritten. Allerdings bin ich mir sicher, dass dies für 80% bis 90% der User unerheblich ist, weil die spätere Betrachtung der Bilder das erkennen der Unterschiede quasi unmöglich macht, Bokeh und bessere Freistellung erstmal ausgenommen. Dafür glänzt das mFT-System mit Preiswürdigkeit, Innovation in jeglicher Hinsicht, Flexibilität hinsichtlich der Systemzusammenstellung und einer Tragbarkeit, die es eigentlich erlaubt immer eine mFT-Kamera dabei zu haben. Und wie sagte einmal ein sehr kluger Fotograf: Die beste Kamera ist immer die, die Du dabei hast! Und meine mFT´s habe ich wirklich öfter dabei als alle andere SLR´s und DSLR´s die ich je besessen habe.

CashBack: Alles neu macht der Mai, Olympus Aktion ab heute

Wie jedes Jahr im Sommer hat Olympus auch dieses Jahr  wieder pünktlich zu Beginn der Foto-Saison  eine CashBack Aktion am Start. Ab 1. Mai gibt es für folgende Kameras und Objektive CashBack:

  1. OM-D E-M5 Mark II (200 €/CHF Prämie)
  2. OM-D E-M10 Mark III (75 €/CHF Prämie)
  3. OM-D E-M10 Mark II (75 €/CHF Prämie)
  4. M.Zuiko Digital ED 17 mm F1.2 PRO* (175 €/CHF Prämie)
  5. M.Zuiko Digital ED 25 mm F1.2 PRO* (175 €/CHF Prämie)
  6. M.Zuiko Digital ED 45 mm F1.2 PRO* (175 €/CHF Prämie)
  7. M.Zuiko Digital 25 mm F1.8* (50 €/CHF Prämie)
  8. M.Zuiko Digital ED 60 mm F2.8 Macro* (75 €/CHF Prämie)
  9. M.Zuiko Digital ED 9-18 mm F4.0-5.6* (100 €/CHF Prämie)
  10. M.Zuiko Digital ED 75-300 mm F4.8-6.7 II* (100 €/CHF Prämie)

Bemerkenswert, auch die Top Festbrennweiten mit 1,2er Blende sind diesmal dabei und das CashBack liegt mit 175€/CHF am oberen Ende der Erwartungen. Also, wer immer schon mit einem der schnellen Objektive geliebäugelt hat, kann jetzt zuschlagen.

Und hier ist der Link zu Olympus CashBack Aktion. Viel Spaß beim aussuchen!

Wie immer gilt, ich bekomme keinerlei Zuwendungen von Olympus für die Informationen, die ich Euch hier mitteile.

Tip: Anzahl Auslösungen bei der PEN-F auslesen

Fotografen sind von Natur aus meist neugierige Wesen, schließlich halten Sie Ihre Umwelt in zig tausenden von Aufnahmen fest und sind stetig auf der Suche nach lohnenswerten Motiven. Das ergeht mir nicht anders und manchmal möchte ich wissen, wieviel Aufnahmen denn meine Kamera schon „auf dem Buckel“ hat. Glücklicherweise gibt es bei Olympus eine Möglichkeit diese Infos aus den Kameras auszulesen. Das Vorgehen wird auf Olypedia unter dem Punkt Tastenkombinationen gut beschrieben. Den Link dazu gibt es hier.

Leider ist die PEN-F da noch nicht aufgeführt und neugierig wie ich bin, musste ich natürlich versuchen, ob das dort geschilderte Verfahren auch für meine Olympus PEN-F funktioniert. Die gute Nachricht ist, es funktioniert, die schlechte ist, es ist genauso umständlich. Daher hier nochmal das Verfahren zum auslesen der Auslösungen in Kurzform:

  1. Kamera ausmachen
  2. Kamera mit gedrücktem „Menüknopf“ einschalten
  3. „Menüknopf“ loslassen und erneut drücken. Die Menüseite erscheint auf der PEN-F
  4. Zum „Schraubenschlüssel“ in der Menüleiste gehen
  5. Die Helligkeitseinstellung auswählen ( 3. Punkt von oben)
  6. „OK“ oder „nach rechts“ im Steuerkreuz drücken und bei den beiden dann erscheinenden Reglern den für Helligkeit auswählen (das ist der mit der Sonne)
  7. Die „Info“ Taste drücken
  8. Die „OK“ Taste drücken
  9. Jetzt die Tasten des Steuerkreuz in nachfolgender Abfolge drücken: oben, unten, links, rechts 
  10. Den Auslöser durchdrücken und loslassen.
  11. Es ändert sich erst nach drücken der Steuerkreuztasten der Bildschirm. Drückt die rechte Taste um in die 2. Seite zu kommen. Da seht ihr dann folgendes Bild

R gibt dabei die Anzahl der Auslösungen an, S die Anzahl der Blitzauslösungen, C könnte die manuellen Reinigung angeben, U sind wahrscheinlich die Reinigungen nach dem Kamerastart. Was B bedeutet kann ich leider nicht sagen, hat da jemand eine Idee? So bekommt Ihr aber schnell einen Überblick über den „Zählerstand“ Eurer PEN-F.

Nachdem Ihr alle Infos gelesen habt kommt Ihr durch das Ausschalten der Kamera wieder in den normalen Betriebsmodus. Für andere Olympus Kameras verweise ich nochmal auf Olypedia, da könnt Ihr nachlesen, wie Ihr an die Infos kommt.

Edit 23.04.:

Der Punkt „B“ gibt die Anzahl der gemachten Bilder mit Stabilisator an. Danke Martin für Deine Information!

OM-D EM-1 Mk.I: Oder warum die Garantieverlängerungen eine gute Idee ist.

Technische Geräte haben die Eigenschaft in aller Regel gut und fehlerfrei zu funktionieren, wobei natürlich Ausnahmen die Regel bestätigen. Kameras und Objektive machen da keine Ausnahme, die große Mehrzahl tut klaglos Ihren Dienst nur ein paar Geräte haben Defekte und müssen zur Reparatur. Das tückische an diesem ganz normalen Umstand ist der Mensch.

Irrigerweise gehen wir Menschen, der Autor ausdrücklich mit eingeschlossen, immer davon aus, dass uns das schon nicht passieren wird und unsere Kamera klaglos bis zum Ende Ihren Dienst tun wird. Dumm nur, wenn die Kamera diese Auffassung so gar nicht teilen möchte. Genauso ist es mir ergangen. Kurz bevor ich für etwas längere Zeit weg musste, standen noch ein paar Bilder an, die vorher aufzunehmen waren. Gesagt, getan, meine treue EM-1 Mk.I mit dem 12-40mm stand bereit und die ersten Bilder waren schnell im Kasten. Dann aber blieb auf einmal das Sucherbild schwarz. Die Anzeigen der Kamera waren sowohl im Sucher, als auch auf dem hinteren Display zu sehen, allerdings gab es kein Bild, nur absolute Schwärze. In so einem Fall hilft häufig das ein- und ausschalten der Kamera weiter. Die Elektronik sortiert sich neu und es kann mit den noch geplanten Aufnahmen weitergehen. Gesagt getan, nur zeigte sich meine EM-1 davon völlig unbeeindruckt und projizierte weiterhin tiefste Schwärze auf mein Display. Jetzt wurde ich doch ein wenig nervös und entschied mich etwas genauer hinzusehen. Ich nahm das Objektiv ab, blickte mit Schrecken in meine Olympus und sah das:

Schlagartig wurden schlimmste Erinnerungen bei mir geweckt, denn das was ich sah war ein hängender oder klemmender Verschluß.  Den hatte ich bei meiner ersten EM-1 schon einmal in dieser Position gesehen und nichts und niemand bewegte die Kamera damals dazu, sich überhaupt in Betrieb zu setzen, so dass ich sie umtauschen musste. Und jetzt zeigte meine treue EM-1 ein ähnliches Verhalten. Ein Einschicken der Kamera zum Olympus Service schien aufgrund meiner Erfahrungen unausweichlich. Sicher, der Olympus Pro Service ist schnell, aber da ich in zwei Tagen weg musste, bestand keine Chance die Reparatur vorher vernünftig abzuwickeln. Die Konsequenz war, dass ich rund 6 Wochen ohne mFT Kamera auskommen müsste. Alles was mir zum fotografieren in dieser Zeit zur Verfügung stünde, wäre mein Handy. Allerdings hatte ich noch eine Chance die EM-1 wieder in Gang zu setzen:  den Akku entfernen und ggf. ein Reset der Kamera. Zum Glück reichte das entfernen des Akkus um meine EM-1 wieder betriebsbereit zu machen. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich war sehr erleichtert.

Zwei Dinge habe ich aus diesem Geschehen gelernt:

  1. Die 99€ die ich in die Grantieverlängerung meiner EM-1 investiert habe sind gut angelegtes Geld, denn sie beruhigen ungemein in solchen Situationen. Sicher die Kamera ist vielleicht für 14 Tage zur Reparatur, aber bis in das Jahr 2020 kostet mich das keinen Cent. Jedem, der das Angebot für seine EM-1 Mk I noch nutzen kann, empfehle ich von ganzem Herzen, die Grantieverlängerung zu kaufen. Ein besseres Angebot gibt es nicht.
  2. Eine Zweitkamera für mein mFT System ist unverzichtbar. Was nutzen die besten Objektive und das ganze drumherum, wenn tatsächlich der Verschluß streikt? Nichts. Es mag sich vielleicht übertrieben anhören, aber ohne Kamera fühle ich mich persönlich irgendwie nicht komplett. Sicher das Handy macht auch Fotos, aber eine DSLM/DSLR von Olympus, Panasonic, Nikon, Pentax oder Canon ist doch etwas anderes. Das Handy knipst, die Olympus fotografiert, jedenfalls bei mir. Lange Rede, kurzer Sinn, eine weitere mFT Kamera muss her.

Sollte Euch Ähnliches passieren und Ihr einen hängenden Verschluß sehen, nehmt den Akku raus. Sollte das nicht helfen, entfernt bitte die SD Karte, bevor Ihr einen kompletten Reset der Kamera durchführt. Manchmal gibt es auch „Unverträglichkeiten“ zwischen der Olympus Kamera und der ein- oder anderen SD Karte. Helfen all diese Maßnahmen nicht weiter, bleibt nur der Olympus Service, der allerdings bei der EM-1 einen wirklich guten Ruf hat.

Neu: Lumix G9 vorgestellt, neues Panasonic Top Modell für Fotografen

Die Gerüchteküche wusste es zwar schon etwas länger, aber offiziell ist die neue Lumix G9 von Panasonic erst gestern, zusammen mit dem 2,8/200 PanaLeica,  der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Leider nicht zu dem Preis der ganz am Anfang in den Foren vermutet worden ist (1.200€-1.400€), sonder etwas höher. Der Fotohändler Eures Vertrauens möchte gern 1.699€ von Euch für den Body. Soll eine Optik dabei sein, so kostet das kleine Set mit dem 3,5-5,6/12-60 Objektiv 1.899€, das Bundle mit dem lichtstärkeren Leica DG Elmarit 2,8-4,0/12-60 liegt bei 2.299€.

Die Panasonic Lumix G9 zielt sowohl von den Ausstattungsmerkmalen, als auch von der Ausrichtung ganz klar in Richtung des Flaggschiffs von Olympus, der OM-D EM-1MK.II. Die Preisgestaltung stützt diese These, denn die G9 liegt 300€ unter dem Listenpreis der Olympus und immer noch 100€ niedriger, berücksichtigt man die aktuelle CashBack Aktion von Oly. Zu allem Überfluss ist eine gewisse Ähnlichkeit mit der „Ur EM-1“ vorhanden, die mich persönlich sehr anspricht.

Panasonic hat eine Frühbucheraktion für die Lumix G9 in Vorbereitung, ab 17.11.2017 könnt Ihr hier Euer Weihnachtsgeld anlegen. Als „BonBon“ gibt es den Akku-Griff DMW-BGG9 (UVP 349€) kostenlos dazu. Damit beträgt der Preisvorteil gegenüber der Olympus EM-1 MK.II, so man denn den Akkugriff eh kaufen wollte, trotz CashBack, rund 400€ (100€ Preisdifferenz und kostenloser Akkugriff, der bei Olympus mindestens 300€ kostet). Das ist ein geschicktes Marketing seitens Panasonic zur Einführung der G9

Die komplette Pressemitteilung und die wichtigsten technischen Daten könnt Ihr hier bei Panasonic direkt nachlesen. Dazu gibt es hier die Infos zum Akku-Griff.

Die Marketingabteilung von Panasonic hat die Veröffentlichung gewohnt gut vorbereitet und daher gibt es schon viele YouTube Videos und auch erste „hands-on“ Artikel auf diversen Webseiten:

  1. Ein Video von Gordon Laing gibt es hier
  2. Bence Máté´s Video ist sehenswert!
  3. Wex Photo hat auch schon ein eigenes Hands-on Video draussen

Auf YouTube findet Ihr noch mehr, einfach nach Panasonic Lumix G9 suchen und die Videos durchschauen.

Wer lieber Artikel liest und Videos nur selten schaut, wir hier glücklich:

  1. Chip FotoVideo hatte die Lumix G9 schon in den Händen
  2. Die Jungs vom Heise Verlag auch
  3. Das Fotomagazin hat auf der Webseite ebenfalls einen Artikel veröffentlicht
  4. Dpreview hat wie immer einen ganz ausführlichen Vorabbericht
  5. und Steve Hoff sieht die G9 etwas differenzierter als die anderen. 

Steve Hoff sieht die Lumix G9 etwas kritischer. Bevor ich mir meine persönliche Meinung bilden kann, muss ich noch einiges lesen und anschauen. Da sind sehr viele Infos im Netz unterwegs und ich habe leider keine Chance die Kamera auch einmal vorab von Panasonic zu bekommen, um sie in der Praxis auszuprobieren. Also bleibt erstmal nur die Theorie. ABER, die Entscheidung welchen „Zweit-Body“ ich für mein mFT System anschaffen werde, ist nun deutlich komplexer geworden. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Lumix: Panasonic Lumix G9 in der Gerüchteküche

Nur noch 9 Wochen und schon ist es wieder vorbei, Heiligabend 2018 samt ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag ist dann bereits Geschichte. Die Marketingabteilung von Panasonic hat dieses Timing verinnerlicht und wird in Kürze die neue Lumix G9 ankündigen, die erst NACH! Weihnachten 2018 in den Verkauf gehen soll. Diese Informationen stammen von Photorumors.com, die bereits ein erstes Bild und einige Infos zu ersten Ausstattungsmerkmalen auf Ihrer Seite veröffentlicht haben. Nachzulesen und anzuschauen ist das hier.

Nach den ersten Infos ist die G9 eine Lumix speziell für Fotografen, quasi eine GH5 ohne die umfangreichen Videomöglichkeiten, aber mit allen Funktionen, die für Fotografie wichtig und nützlich sind. Sollten die Informationen von Photorumors.com richtig sein, bekommt Olympus durch die kommende Lumix G9 einen starken Wettbewerber, denn der in den Gerüchten genannte Preis von 1.200€ nimmt die Zielgruppe der EM-5 Mk.II ins Visier, allerdings mit Fotofeatures, die an das Flaggschiff von Olympus, die EM-1 MK.II, heranreichen.

Die 60 fps, der doppelte SD-Card Slot, der 20MP Sensor, ein High-Resolution Modus und ein (Schulter)-Display auf der Oberseite der Kamera für (hoffentlich) 1.200€ sind im Markt der mFT Bodys  eine Ansage, gerade wenn das Hauptinteresse weniger auf Video und mehr auf der Fotografie liegt. Die Panasonic Lumix G9 scheint eine sehr interessante Kamera zu werden, zwar nicht von Olympus, aber für unsern mFT Kosmos und unsere mFT Objektive. Insofern ist Weihnachten zwar schon in 8 Wochen, aber die Bescherung vielleicht für den ein oder andern erst 14 Tage später. Wer weiß?

Eine Lumix im Einsatz, die G9 dürfte ein ähnliches Body-Design haben

Sobald weitere Informationen zur Panasonic Lumix G9 bekannt sind, werde ich Euch hier darüber informieren. Ich persönlich fand die Lumix G81 vom Preis/Leistungsverhältnis schon interessant, die G9 ist daher für mich erst recht spannend. So, stay tuned, more to come.

CashBack: Olympus startet die Winter-Aktion 2017

Olympus Deutschland hat mit dem heutigen Datum die Winteraktion 2017 gestartet. Vom 01.11.2017 bis zum 15.01.2018 wird jedem Käufer eines der beworbenen Produkte eine Prämie von Olympus bezahlt. Also CashBack! Folgende Objektive und Kameras sind in der Aktion enthalten:

  1. Olympus OM-D E-M1 Mark II (200€)
  2. Olympus OM-D E-M5 Mark II (100€)
  3. Olympus M.Zuiko Digital ED 9-18 mm 1:4.0-5.6 (100€)
  4. Olympus M.Zuiko Digital ED 12 mm 1:2.0 (100€)
  5. Olympus M.Zuiko Digital 25 mm 1:1.8 (50€)
  6. Olympus M.Zuiko Digital ED 60 mm 1:2.8 Macro (75€)
  7. Olympus M.Zuiko Digital ED 75 mm 1:1.8 (100€)
  8. Olympus M.Zuiko Digital ED 75-300 mm 1:4.8-6.7 II (100€)

CashBack gibt es bei den Kameras nicht nur für de Kauf eines Bodys, sondern ebenfalls für den Kauf eines Kits.

Erstmals dabei ist das neue Spitzenmodell von Olympus, die OM-D E-M1 Mark II, die mit 200€ Prämie auch den Spitzenplatz in der Rückerstattung beklagt. Auch interessant für alle Porträt- und Makrofotografen sind die Prämien für das 75ziger und das 60ziger Makro, die ebenfalls recht hoch ausfallen. Alles in allem wieder eine prima Aktion von Olympus für uns mFT User, die sicher dem Ein oder Andren die Entscheidung in Sachen Neuanschaffung „erleichtern“.  Denjenigen unter uns, die sich ein Upgrade auf das neue Spitzenmodell schon in den letzten Monaten überlegt haben, bietet sich mit der Aktion eine gute Gelegenheit, schließlich gewährt Olympus mit der Prämie von 200€ rund 10% Rabatt auf die OM-D E-M1 Mark II.

Selber bin ich hin- und her gerissen, denn mit dem Angebot für die PEN-F, hat Olympus gleich zwei heisse Eisen im Feuer! Und ein Backup-Gehäuse wäre ja sinnvoll, oder? Welche Bodys habt Ihr im Einsatz und welcher ist Euer „Liebling“? 

Neu: Olympus OM-D EM-1 MkII. Der Preis ist heiß… oder?

Olympus hat die Katze aus dem Sack gelassen und das neue Flaggschiff, die Olympus OM-D EM-1 MkII, nun offiziell für den Vorverkauf freigegeben, Kostenpunkt hier in Europa nach ersten Informationen € 1.990. Zur Erinnerung, der Vorgänger kam 2013 für rund € 1.500 „Body only“ auf den Markt. Dummerweise kündigte Olympus den Preis der neuen OM-D EM-1 MkII im Umfeld der Photokina mit den Worten an, dass er etwas (slightly) über dem Einstandpreis des Vorgängers liegen würde. Nun, aus dem „Etwas“ sind hier in Deutschland rund 500€ geworden und nicht nur meiner Meinung nach ist „etwas“ das falsche Wort für eine Preisgestaltung die eine Steigerung von 30% gegenüber dem Vorgänger aufweist. Von Seiten Olympus war das ganz einfach schlechte Kommunikation, was den Preis der neuen OM-D EM-1 MkII angeht.

Die Reaktion der potentiellen Käufer hat natürlich auch nicht lange auf sich warten lassen, denn rund um die Welt wurde auf einen niedrigeren Preis spekuliert. Es hat ordentlich gebrodelt in den Fotoforen und das tut es immer noch. Die Emotionen schlagen hoch und es gibt jede Reaktion in den Posts. Zusammenfassend kann man sagen, dass der Preis allgemein als zu hoch erachtet wird und das man entweder darauf verzichtet die neue OM-D EM-1 MkII zu kaufen, oder, und das habe ich persönlich häufig gelesen, dass man sich ja direkt eine „richtige“ Kamera kaufen kann. Vollformat ist hier das Schlagwort, gepaart mit dem Gedanken an einen Systemwechsel.

Zugegeben, ich war und bin nicht glücklich mit dem Preis der OM-D EM-1 MkII, ich hatte auf einen etwas niedrigeren Einstieg gehofft, wie so viele, aber es ist nunmal wie es ist. Und auch mir ist der Gedanke an einen Systemwechsel durch den Kopf geschossen. Die Anforderungen sind ja gar nicht so hoch, oder? Gute 2,8er Optiken, WR, also wetterfestes System, und bitte stabilisiert, zumindest die Objektive. Also eine Pendant zu meiner Olympus Ausrüstung mit den 2,8er Objektiven  7-14 / 12-40 / 40-150 inkl. Konverter. Zwei Eigenschaften lasse ich bewusst aussen vor, 1. „Tragbarkeit“,also Gewicht und Größe und 2. den EVF (elektronischer Sucher). Würde ich diese Punkte noch mit in den Vergleich nehmen, gäbe es ja kaum ein Konkurrenz System, dass ich zu dem Vergleich hätte heranziehen könnte.
ID: 24476 Ich habe mich dann tatsächlich gestern Abend hingesetzt und überlegt, wohin ich denn wechseln könnte und was das kosten würde. Schließlich, und das ist ein häufig gelesenes Argument, bekommt man ja schon für unter €2.000 eine Vollformat Kamera. Um es vorweg zu nehmen, das Ergebnis ist ernüchternd. Einzig Pentax liefert ein durchgehend abgedichtetes Top-Modell samt 2,8er Optiken. Bei Canon bin ich preislich auf die 6D ausgewichen, also ein Einsteigermodell, bei Nikon habe ich die D750 genommen, also gute Mittelklasse, Sonys A7R II ist gut, aber da habe ich kein 2,8er Weitwinkelzoom gefunden und Fujis X-T2 ist zwar gedichtet, aber entweder sind die Objektive es nicht, oder es fehlt die Stabilisierung oder es gibt auch kein 2,8er Weitwinkelzoom. Eine richtige Alternative zu meinem jetzigen Setup habe ich auf Anhieb nicht gefunden. Und wie gesagt, dabei habe ich den EVF und das Gewicht/Volumen der Ausrüstung nicht berücksichtigt.

Aber gut, auch wenn es denn an einigen Ecken zwickt und es nicht ganz passt, wie schaut es denn finanziell aus, was kosten die anderen System? Kurz gesagt: Pentax K1 mit 3x 2,8er Zooms rund €7.000, Nikon D750 mit 3x 2,8er Zooms rund 7.500, Canon 6D mit 3×2,8er Zooms rund €6.700, Sony A7RII mit 2x 2,8, 1x 4,0 Zooms rund €7.600 und Fuji X-T2 mit  2×2,8er 1×4,0er Zooms rund €5.300. Olympus liegt mit den 3 2,8er Zooms und der neuen OM-D EM-1 MkII bei rund €5.100, also auf Fuji Niveau. Ich glaube die Aufstellung zeigt deutlich, dass es tatsächlich Vollformatkameras gibt die preislich unter dem neuen Olympus Flaggschiff liegen, allerdings nur die Kamera Bodys. Mit 2,8er Objektiven schaut es dann ganz anders aus.

Auch wenn ich über den Preis der Olympus OM-D EM-1 MkII ernüchtert bin, muss ich gestehen, dass ein mFT System im Ganzen betrachtet immer noch günstig ist. Ein Wechsel hin zum Vollformat würde richtig teuer. Und wenn ich „nur“ meine 3 Kriterien zugrunde lege (zur Erinnerung: 1. 2,8er Objektive, 2.WR, 3 stabilisiert) finde ich nur einen!!!  Anbieter, der vergleichbar ist: PENTAX. Ziehe ich dann noch die Wünsche nach dem EVF und der „Tragbarkeit“ hinzu, bleibt wirklich nur Olympus, mit Abstrichen vielleicht auch noch Fuji.

ID: 24471Dieser Systemvergleich nimmt natürlich der Preisdebatte etwas die Schärfe. Dass die Enttäuschung über den nicht erwarteten Preis von knapp €2.000 im ersten Moment überwiegt, habe ich selber bei mir erlebt und ich war wirklich enttäuscht. Aber, mit etwas Abstand betrachtet und vor allem im Vergleich mit den Alternativen relativiert sich das doch ein gutes Stück weit. Olympus ist tatsächlich ziemlich gut aufgestellt. Sie haben ein brillantes Objektiv Setup, alle WR und lichtstark, die Stabilisierung sucht ihres Gleichen auf dem Markt, der EVF ist wirklich top und alles ist noch recht gut tragbar. Das ganze Paket ist dazu im systemübergreifenden Vergleich betrachtet wirklich preiswert.  Ein Systemwechsel ist für mich vom Tisch, auch wenn ich mich noch ein klitzekleines Bißchen über den Preis der neuen OM-D EM-1 MkII ärgere.

Also, ist die neue Olympus OM-D EM-1 MkII zu teuer? Nein. „Ambitioniert eingepreist“ würde ich sagen, wenn die technischen Features das halten, was Olympus verspricht. Ich denke wir alle dürfen gespannt sein!

Wie immer ist der Artikel meine persönliche Meinung. Ich bekomme weder  Werbung oder andere Zuwendungen oder Testgeräte. Ich muss meine Ausrüstung (leider) selber bezahlen.