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Das Lumix PanaLeica 4,0-6,3/100-400 mm, in jeder Hinsicht tragbar

Sommerzeit ist Fotozeit ist Einkaufszeit, oder? Die Hersteller überschlagen sich mit Cash-Back- und Rabatt- Aktionen, geben weiteres Zubehör dazu oder auch gerne mal direkt ein Objektiv quasi für „lau“ mit, wenn ein Body samt Kitlinse gekauft wird. Panasonic und Olympus bilden da keine Ausnahme. Über die aktuelle Olympus Aktion habe ich bereits hier berichtet, die Sommer Aktion von Panasonic, die noch bis zum 31.Juli läuft, könnt Ihr Euch unter diesem Link anschauen. Beide Angebote unserer „Lieblingshersteller“ sind in meinen Augen wirklich gelungen und beinhalten interessante Objektive und Kameras. Da kommt man schon ins Grübeln, wenn man noch das ein oder andere Objektiv auf seiner Wunschliste hat, oder ein neuer Kamerabody lockt!

Mich hat es dieses Mal auch erwischt. Das PanaLeica 4,0-6,3/100-400mm hatte ich schon immer auf meinem Wunschzettel. Zu verlockend war die Aussicht auf ein leichtes Super-Tele mit 800mm KB Blickwinkel. Aber es war und ist teuer. Rund 1.700€ ruft Panasonic als Listenpreis heute noch für die Linse auf, die Straßenpreise bewegen sich knapp unter 1.400€. Zu teuer für mich damals und so wurde es erstmal das Olympus 4,8-6,7/75-300mm. Das Objektiv war zwar erschwinglich, leicht und kompakt, schwächelte aber am langen Ende. Trotzdem mochte ich es und habe einige gelungene Aufnahmen damit gemacht. Allerdings behielt ich das PanaLeica 4,0-6,3/100-400mm immer im Auge.

Und irgendwie bekam ich dann vor ein paar Tagen mit, dass die Optik bei einem seriösen Händler sehr günstig angeboten wurde, dazu noch der Rabatt aus der Sommer Aktion von Panasonic und der Preis war wirklich sehr verlockend. Ich konnte nicht anders und habe bestellt, wohlgemerkt mit Rückgaberecht, denn ich war mir nicht sicher, was das PanaLeica 4,0-6,3/100-400mm im Vergleich zum Olympus leistet. Aber dazu später mehr. Erstmal möchte ich Euch ein paar Bilder des Objektivs an der G9 und im Vergleich mit anderen mFT Objektiven zeigen.

Wie Ihr unschwer erkennen könnt, ist das PanaLeica 4,0-6,3/100-400mm schon recht groß. Angesetzt an der Lumix G9 mißt die komplette Kombination vom Sucher bis zum Frontdeckel in der Länge 24cm. Das Gewicht dürfte so bei 1,65 Kilo liegen, wobei das Objektiv mit rund einem Kilo zu Buche schlägt. Trotz oder gerade wegen der beeindruckenden Werte sollten man sich vor Augen halten, welche Kombination da an dem Schulterriemen baumelt. Auf Kleinbild (oder neudeutsch Vollformat) Blickwinkel gerechnet, wird da ein 200-800mm Tele spazieren getragen. An meiner alten APS-C Nikon D80 hatte ich das Sigma 4,5-5,6/80-400, das wog schon ohne die D80 rund 1.75 Kilo, war vom Durchmesser richtig „fett“ und hatte „nur“ einen KB Blickwinkel von 160-600mm. Von Vollformat möchte ich hier gar nicht erst anfangen, da sprengen solche Objektive jeglichen Rahmen. Das PanaLeica 4,0-6,3/100-400mm ist für dass, was es bietet wirklich zierlich und günstig. In jeder Hinsicht für den Amateur noch „tragbar“. Die große Frage ist, was leistet es denn an einem mFT Body?

Häufig ist in Rezensionen und Objektivtest zu lesen, dass Objektiv A im Gegensatz zu Objektiv B oder C wesentlich besser abbildet und das deutlich sichtbar wäre. Ich persönlich kenne nur wenige Objektive, wo es mir aufgefallen ist. Darunter sind das Oly 2,8/40-150mm und das Oly 1,2/17mm, beide sind scharf und haben einen ganz speziellen „Look“. Bei allen anderen bin ich entweder nicht kritisch genug oder ich habe nur richtig gute Optiken gekauft. Mir fallen die Unterschiede von denen häufig berichtet wird schlicht nicht auf. Allerdings gibt es für mich seit ein paar Tagen eine Ausnahme. Vergleiche ich das Oly 75-300 mit dem PanaLeica 4,0-6,3/100-400mm, sehe ich am langen Ende sehr deutliche Unterschiede in der Auflösung und der Schärfe. Ich bin wirklich überrascht, wie gut das 100-400 auch noch bei 400mm abbildet. Ein paar Beispiele hierzu:

Sicher, ich habe bislang vielleicht erst 100 Fotos mit dem PanaLeica 4,0-6,3/100-400mm aufgenommen, aber dabei sind schon ein paar gute Bilder herausgekommen. Ein Wort noch zum Handling im Allgemeinen und an der Lumix G9 im Speziellen. Die Optik ist tragbar, auch über mehrere Kilometer hinweg in einer Schultertasche. Damit ist eine meiner größten Sorgen ausgeräumt, denn Super-Tele eignen sich selten als „dabei“ Objektiv. Fast immer nimmt man diese Teleobjektive bewusst mit und damit auch die Nachteile in kauf. Beim PanaLeica ist das anders, hier kann ich die G9 mit dem 12-40 und das 100-400 locker auf eine Wanderung mitnehmen, auch wenn ich keinen spezifischen Einsatzzweck im Sinn habe. Das 100-400er ist nicht zu schwer, nicht zu groß oder erfordert ein Stativ. Ich kann es problemlos „dabei“ haben. Gerade der Dual IS hilft hier ungemein das Objektiv fast immer einsetzten zu können. Zeiten von 1/100 bei maximaler Brennweite liefern noch knackscharfe Aufnahmen, längere Zeiten sollten auch noch funktionieren, allerdings habe ich das nicht versucht, sondern nur in anderen Rezensionen gelesen. Der AF an der Lumix G9 packt zuverlässig zu und ist schnell, wird der Fokusbegrenzer eingesetzt sogar sehr schnell. Unter dem Strich ist es ein vielseitig einsetzbares Objektiv und kein „Stubenhocker“.

Optisch richtig gut und vielseitig einsetzbar, dabei ab und zu noch günstig zu bekommen, was will man mehr. Ihr solltet es einfach einmal ausprobieren und ggf. zuschlagen, wenn wieder gute Angebote kommen. Alternativ ist auch der Gebrauchtkauf eine Option, hier würde ich aber das PanaLeica 4,0-6,3/100-400mm auf jeden Fall vorher ausprobieren, da es wohl mit ganz frühen Chargen der Objektive ein paar Probleme mit dem Zoomring gab. Diese treten zumindest bei meinem Exemplar nicht mehr auf. Falls Ihr in der Nähe von Remscheid wohnen solltet und ihr mal eine paar Probeschüsse machen möchtet, schreibt mich an! Einen Kaffee gibt es dann sogar umsonst dazu.

Leider werde ich immer noch nicht von Olympus oder Panasonic gesponsert und daher ist der Artikel meine ungeschminkte Meinung und hat keinerlei Nebenwirkungen für Euch.

Neu: Panasonic 2,8/200 mit Leica Label & Preis!

Neben der vielbeachteten Vorstellung der neunen Panasonic Lumix G9 wurde im Rahmen dieses Events ebenfalls das neue Panasonic Leica 2,8/200mm vorgestellt. Zwar hat Panasonic auf der offiziellen Webseite noch keine unverbindliche Preisempfehlung ausgesprochen, aber ein großer Düsseldorfer Fotohändler führt das neue PanaLeica 2,8/200mm bereits für 2.999€ zur Vorbestellung im Sortiment. Das Objektiv ist staub-  und spritzwassergeschützt, hat den Power OIS und ist DUAL IS kompatibel (d.h. beide Stabilisatoren, in der Kamera und im Objektiv, arbeiten zusammen und ermöglichen eine noch bessere Kompensation von Bewegungsunschärfen) und wird mit einem 1,4x  Telekonverter geliefert. Die Abbildungsleistung soll auf Top Niveau liegen, was aber in meinen Augen eine Grundvoraussetzung ist, wenn ich den Preis berücksichtige.

Ja, der Preis für das Panasonic Leica DG Elmarit 2,8/200, das ist so eine Sache. Offen gesprochen finde ich die UVP ziemlich ambitioniert. Vergleichbare 2,8/200 mm Optiken gibt es von Pentax, Nikon und Canon. Die Preise liegen bei rund 1.000€, 1.100€ und 720€. Selbst 2,8er Zooms im 70-200er Bereich liegen unter der UVP für das PanaLeica. Sicher, nicht alle dieser zum Vergleich herangezogenen Objektive sind stabilisiert oder gedichtet, allerdings kenne ich das 2,8/200er Pentax und das ist optisch wirklich sehr gut.  Aber auch im mFT Bereich gibt es zumindest ähnliche Lösungen, die doch etwas preiswerter sind. Das hervorragende Olympus 2,8/40-150mm mit 1,4x Konverter liegt bei   rund 1.500€ und ist am langen Ende nur eine Stufe lichtschwächer.

Für mich persönlich zieht das gerne genutzte Argument, es würde sich ja „effektiv“  um ein 2,8/400mm Objektiv handeln, auch nicht. Ein 200er bleibt ein 200er, auch an einem mFT Body. Genauso wie eine 2,8er Blende eine 2,8 Blende an einem mFT Body bleibt und nicht, wie so oft von den „Kleinbildfans“ behauptet, effektiv eine 5,6er wäre. Also es ist ein tolles 2,8/200mm und nach den ersten Tests von Imagine-resource.com ist es optisch wirklich auf sehr hohem Niveau. Den ersten Eindruck könnt Ihr hier nachlesen. Trotzdem, es ist teuer, für den Preis bekomme ich die Olympus OM-D EM-5 Mk.II mit dem 2,8/40-150 samt Konverter. Sicher es ist eine Optik für „Pro´s“ aber es toppt selbst das Olympus 4/300mm und das ist nachweislich allererste Sahne und kostet 450€ weniger. Ich persönlich bin da (leider) raus und betrachte die Preisentwicklung mit Sorge. Mir fällt kaum eine Objektiv Neuvorstellung im letzten Jahr für mFT ein, die kein 4-stelliges Preisschild hatte. Wie seht Ihr das? Lobend erwähnen möchte ich das angekündigte Sigma 1,4/16mm, das es auch für mFT geben wird. Der Preis wird zum Glück deutlich 3-stellig bleiben!

Neu: Olympus M.Zuiko Digital 1,2/45mm & 1,2/17mm vorgestellt

Weihnachten steht vor der Türe und das Weihnachtsgeld muss verplant werden. Pünktlich zum (Verkaufs-) Saisonhöhepunkt stellt Olympus zwei neue M.Zuiko PRO Objektive vor, das 1,2/45mm, Erscheinungstermin Anfang Dezember 2017 und das 1,2/17mm, Erscheinungstermin ab März 2017. Beide Objektive folgen laut Olympus im Design und der Ausstattung dem schon bekannten 1,2/25.  Leider auch im Preis, das 1,2/45mm kostet 1.299€, das 1,2/17mm liegt sogar bei 1.399€.  Olympus bietet damit ein komplettes Set Festbrennweiten,17(35KB), 25(50KB), 45(90KB) mit einer 1,2er Lichtstärke an und baut damit die PRO-Linie im mFT System weiter aus.

Die drei 1,2er Festbrennweiten

Wer das 1,2/25mm bereits kennt wird erwarten können, dass die beiden jetzt angekündigten Objektive in der optischen und mechanischen Qualität auf dem gleichen hohen Level gefertigt werden. Also wirklich (kleine?) Schmuckstücke, die Olympus auf dem Markt bringen wird. Anbei eine kleine Galerie der offiziellen Produktbilder. An der EM-1 wirken beide Objektive auf mich richtig stimmig, wie diese an einem kleineren Body, wie der PEN-F, aussehen, wird sich erst im Dezember, bzw. März prüfen lassen. Olympus Deutschland  hat leider dazu noch keine Bilder eingestellt.

Olympus baut das System aus und bringt richtig tolle Objektive. Allerdings sind die Preise meiner Meinung nach für den normalen Hobbyfotografen  gesalzen. Im professionellen Bereich mag das anders aussehen, für den durchschnittlichen Amateurfotografen stellen sich aber gerade ganz aktuell andere Frage. Ich möchte einfach auf die Olympus Aktion mit der PEN-F hinweisen, bei Kauf dieser wundervollen Kamera gibt es ein 1,8/25 kostenlos hinzu. Wähle ich nun die PEN-F mit dem 1,8/17mm (rund 1.399€) liege ich exakt mit dem Listenpreis des neu vorgestellten 1,2/17mm gleichauf UND! bekomme gerade noch das 1,8/25mm hinzu. Ich gestehe, ich bin Amateur und würde das PEN-F Set dem 1,2/17er vorziehen. Für mich ist es einfach eine Frage des Preises. Wäre mein Sparschwein besser gefüllt, würde ich meiner EM-1 ganz sicher die neuen Pro Objektive gönnen, keine Frage, aber ich glaube mich persönlich reizt die PEN-F Lösung mehr.

Absolut positiv ist  zu bewerten, dass Olympus User jetzt die Wahl in Sachen Festbrennweiten haben, entweder günstig und mit einer größten Blende von 1,8 oder lichtstarke 1,2er Optiken auf Top-Niveau, allerdings auch zu einem deutliche höheren Preis. Anderen Systemen fehlt diese Möglichkeit auszuwählen. Daher Daumen hoch von mir für die neuen Zuiko Pro Optiken und die komplettierte Reihe der 1,2er Festbrennweiten.

Die ersten Reviews und „Hands on“ berichte sind auch schon im Netz verfügbar. Anbei ein paar Links dazu:

Ming Teins Bericht findet Ihr hier

TracieJeanPhoto hat das 1,2/45 in den Händen gehabt

hahn-photography konnte das 17er testen, tolle Bilder!

dpreview hatte natürlich auch schon beide Optiken in den „Fängen“

Auf youtube gibt es von Olympus je ein Video zum 17er & ein Video zum 45ziger

Steve Huff hat zwar noch keinen Test, ABER! ein Bild des 45ziger an der PEN-F

So, ich glaube das ist genug Stoff zum träumen. Eigentlich müsste man ja beides haben, die 1,8er Reihe, wenn es klein und leicht sein soll und die 1,2er Reihe, wenn es hart auf hart kommt und maximale Qualität gefordert ist.

Ich bin dann mal Lotto spielen… 😉

Eingetroffen: Das Kamlan 1,1/50mm von Sainsonic für mFT

Vor ein paar Tagen habe ich das Kamlan 1,1/50mm für mFT über Amazon bestellt und gehofft, dass die avisierte Lieferzeit, 23. bis 29. September, doch etwas kürzer ausfällt. Tja, was soll ich sagen. Es ist da! Sainsonic, der Hersteller des Kamlan 1,1/50mm, hat die Globalisierung für mich erlebbar gemacht. Geordert hatte ich das Objektiv am 03.09. gegen Abend, geliefert wurde es am 07.09. gegen 12.00h, ich war wirklich „platt“. Das Ding kommt immerhin aus China und das innerhalb von rund 60 Stunden! Wow! Irgendwie toll, aber irgendwie macht das auch nachdenklich, die Welt ist tatsächlich ein Dorf.

Erhalten habe ich einen gut verpackten Karton in dem das Objektiv mindestens eben so gut aufgehoben war. Eingebettet in zwei Schaumstoffblöcke war es perfekt gegen die äußeren Einflüsse der langen Reise geschützt. Der Lieferumfang ist erfreulich komplett, Gegenlichtblende, Objektiv Front- und Rückdeckel in stabiler Ausführung und ein Mikrofasertuch samt chinesischer Bedienungsanleitung liegen bei. Das Objektiv selber ist auf den ersten Blick angenehm klein für ein 1,1er, macht aber einen hochwertigen Eindruck. Die Verarbeitung ist überraschend gut, der Fokusring läuft seidenweich und gleichmäßig mit der richtigen Dämpfung zum manuellen Scharfstellen, der Blendenring ist straffer ausgeführt, was aber dem unabsichtlichen Verstellen der Blende in der Tasche oder im Einsatz entgegen wirkt. Insofern sinnvoll, wobei ich es persönlich gerne einen Tick leichtgängiger hätte. Aber das ist tatsächlich „Meckern auf hohem Niveau“ und sollte niemandem abhalten, das Objektiv auszuprobieren. Tatsächlich macht das kleine Objektiv beim fotografieren einfach Spaß, es vermittelt „good Vibrations“ und es ist mal wieder etwas ganz anderes, manuell zu fokussieren.

Kommen wir zum Thema Bildqualität. Nach meinen ersten Aufnahmen ist das so eine Sache. Der erster Eindruck ist, dass die Optik im Zentrum scharf abbildet aber zum Rand hin abfällt. DAs Objektiv ist nicht so kontrastreich wie das 45mm Olympus, und erst bei Blende 4,0 in der Schärfe auf Augenhöhe mit dem 45ziger. Das Bokeh des Kamlan 1,1/50mm ist allerdings dem des Oly überlegen und zwar bei jeder Blende. Ob das nun an den 5mm mehr Brennweite liegt oder woran auch immer, ich weiß es nicht. Es sind meine (vorläufigen) Beobachtungen und ich werde dazu in den nächsten Tagen, neben normalen Aufnahmen, noch ein paar Vergleichsbilder nachliefern. Ok, man könnte jetzt sagen: „War ja klar, dass es nicht gut sein kann, wenn der Rest stimmt“. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Ein Bild wirkt schließlich nicht auf Pixelebene sondern in seiner Gesamtheit und da liefert das Kamlan 1,1/50mm ab. Auch wenn die Formulierung abgedroschen klingt, der China-Import hat „Charakter“. Der Schärfe/Unschärfe Verlauf gefällt mir persönlich exorbitant gut bei den Blenden 1,1 bis 2,8. Klar ist es ganz offen etwas weich, aber das paßt. Dieser Effekt fügt sich einfach gut in den Bild-Look ein. Das Bokeh tut das Übrige dazu und zaubert den Hintergrund zu einem zarten Schmelz, das „Langnese“ glatt neidisch werden könnte. Kurz, wem es auf Pixelschärfe ankommt, der wird nicht ganz glücklich werden mit dem Kamlan 1,1/50mm. Derjenige, der auf den Gesamteindruck eines Fotos Wert legt, bekommt ein Objektiv, das durchaus sehr positiv überraschen kann.

Kommen wir zum Preis. Die 159,99€ inkl. Versand aus China sind richtig, richtig günstig für das, was da an Gegenwert geliefert wird. Eine Alternative fällt mir nicht ein. Das PanaLeica 1,2/42,5mm ist zwar von den Werten her vergleichbar, aber preislich liegen Welten dazwischen und auch optisch ist es überlegen. Das Olympus 1,8/45mm hat AF, ist schärfer bis Blende 4,0, etwas kontrastreicher, aber auch ehr analytisch und irgendwie steril im Vergleich zum Kamlan 1,1/50mm. Ach ja und es ist rund 1,5 Blenden lichtschwächer. Wer gerne ab und zu Porträts macht, den Look eines Bildes mit Offenblende mag und auch vor manuellen fokussieren nicht zurückschreckt, dem möchte ich den kleinen „Chinakracher“, das Kamlan 1,1/50mm, ans Herz legen. Es macht großen Spaß damit zu fotografieren. Hier unten sind 5 Beispielbilder, leider nicht in Orginalgröße. Wer die Originale möchte, dem sende ich sie gerne per Mail zu.

Das ist soweit mein persönlicher, erster Eindruck, etwas ausführlicheres Bildmaterial wird die Tage noch folgen. Übrigens habe ich das Gefühl, dass das Kamlan einen Hauch lichtstärker ist, als das Oly, so vom Gefühl her eine knappe 1/3 Blende. Ich hoffe dass ich dazu dann auch etwas sagen kann. Also, stay tuned!

Ach ja, das Übliche. Weder Sainsonic, noch Amazon haben mich mit irgendwelchen Zuwendungen bedacht. Ich hätte aber nichts dagegen, wenn Sainsonic mir noch das Fish-Eye zum testen schicken würden. Kann wer chinesisch? 😉

 

 

Neu: Das Kamlan 1,1/50mm für mFT ist bestellbar!

Der Sommer neigt sich definitiv dem Ende zu. Das bemerkt man nicht nur an der Tatsache, dass es deutlich früher dunkel wird, nein, auch die Fotoindustrie ist erwacht. Die Sommerpause ist um und die Hersteller geben wieder Gas. Für uns mFT User wurde ja gerade von Olympus ein Nachfolger der OM-D EM10 MkII vorgestellt und nun ist auch das seit Anfang Juli nur in der Gerüchteküche herumschwirrende Sainsonic Kamlan 1,1/50mm bestellbar. Ich habe hier schon darüber berichtet.

Nochmal zur Erinnerung: ein 50mm Objektiv mit der größten Blendenöffnung von 1,1, also ideale Porträtbrennweite an mFT, für 159,99€! Gut, fokussiert wird manuell und auch die Blende wird per Hand am Objektiv eingestellt, trotzdem, der Preis ist wirklich gut. Bestellbar ist es bei Amazon (hier der Link) und ich habe zugeschlagen. Jetzt heisst es neugierig warten und hoffen, dass die avisierte Lieferzeit (20.-29. September) unterschritten wird. Sobald es eingetroffen ist gibt es auf meinem Blog natürlich den ersten, persönlichen  Eindruck und Produktbilder des Objektivs.

Wie immer der Hinweis, dass ich weder von Amazon noch von Sainsonic irgendwelche Zuwendungen erhalte. Ich glaube einfach, dass das eine unglaublich interessante Optik ist zu dem Preis und sich das schreiben drüber lohnt.