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Gratis: Zur PEN-F ein 1,8/25ziger dazu

E-Mail Newsletter gibt es im Überfluss. Meistens wissen wir ja eh nicht, warum, wieso und woher die uns kennen und uns etwas zuschicken. Aber es gibt auch die Newsletter, die interessant sind und die wir selber angefordert haben. Und manchmal bekommen wir dann eine Aktion mit, die sich wirklich lohnt. Im Moment hat Foto Koch in Düsseldorf eine Aktion im Programm, die für den ein oder anderen vielleicht interessant ist.

Angeboten wird die Pen-F im Set mit dem 1,8/25 zum Preis von 999€, die Aktion läuft bei Foto Koch bis zum 30.11.2017. Der reguläre und im Moment auch günstigste Preis für den Body der PEN-F, ohne Kit Objektiv, beträgt genau 999€, das 1,8/25 gibt es demnach quasi als Zugabe kostenlos oben drauf. Wer schon immer mit der PEN-F geliebäugelt hat, der sollte jetzt zuschlagen… oder vielleicht doch bis zum 01.11. warten? Denn erfahrungsgemäß beginnt um dieses Datum die alljährliche CashBack Aktion für das Weihnachtsgeschäft bei Olympus und vielleicht ist dieses Jahr die PEN-F mit dabei. Das wäre dann ein doppeltes Schnäppchen, allerdings mit noch 2 Monaten Wartezeit und der Ungewissheit, ob die PEN-F wirklich mit dabei ist. Schwierige Sache…, oder?

Persönlich finde ich das Angebot von Foto Koch sehr interessant und da ich beim Festival Horizonte Zingst die Gelegenheit hatte, die PEN-F für einen Tag zu testen, komme ich wirklich ins grübeln. Wer mich kennt, weiß, dass ich ehr der „DSLR/DSLM plus Zoom“ Typ bin, ABER, die PEN-F mit dem 1,8/17 und dem SW/Modus hat mich wirklich begeistert. Die SW Umsetzung und die Bilddateien die die JPEG-Engine daraus produziert, finde ich sehr gut. Dazu hatte ich erstmals die Gelegenheit das 17er zu testen und auch dieses Objektiv hat mir sehr gut gefallen. Das ganze Paket wiegt dabei nicht viel und ist recht kompakt gegen meine EM-1 mit dem 12-40. Der Sucher ist für mich als Brillenträger groß genug, das „Creativ Dial“ fand ich wirklich nützlich und auch die restliche Handhabung hat mir gut gepaßt, bloß der Schwenkmonitor, mit dem müsste ich mich noch anfreunden. Für Selfies toll, für Street ehr störend.

Fazit, bist zum 30.11.2017 ist die PEN-F eine noch größere Versuchung als bisher. Optisch schon extrem gut gelungen, kommt die Kamera jetzt in einem sehr gutem Angebot mit 25ziger. Wäre es das 17er, würde ich sofort zuschlagen. So muss ich noch ein bisschen überlegen, ob ich meinen Zooms untreu werde.

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Schon ein Schönheit, die PEN-F

Übrigens ist der Artikel ein reiner Hinweis, um auf ein günstiges Angebot hinzuweisen. Ich bekomme weder von Olympus noch von Foto Koch irgendeine Vergünstigung oder Ähnliches.

UUPS: Details der neuen OM-D EM-10 geleakt. Und das auf deutsch!

Die Spatzen pfeifen es ja schon länger von den Dächern, ein Nachfolger der EM-10 II steht vor der Türe. Die Olympus OM-D EM 10 III. Details waren in Grundzügen bekannt, aber bei weitem nicht alles. Nun, Foto Mundus hat heute hier einen kompletten Presstext online gestellt, der so ziemlich alles verraten hat. Also, wer neugierig ist und nachschauen will, hier könnt Ihr alles nachlesen (ich hoffe die Seite wird nicht offline geschaltet).

Update: Olympus 75-300 II bei Amazon

Vor rund 14 Tagen hatte ich hier auf die 20% Aktion bei Amazon auf  „Warehouse Deals“ hingewiesen.  Die im Rahmen dieser „Warehouse Deals“ angebotenen Waren sind Rückläufer und können deshalb nicht wieder als neu verkauft werden, daher die günstigeren Preise. Beim Olympus 75-300 II habe ich letztendlich selber zugeschlagen. Ich habe eine leichte lange und Brennweite für unterwegs immer vermißt. Mit der 20% Aktion und der Möglichkeit eventuell noch Cash Back im Rahmen der Olympus Sommeraktion zu erhalten, wollte ich mir die einmalige Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Aber das soll hier nicht das Thema sein, ehr die Frage, was bekomme ich denn günstig und „gebraucht“ geliefert? Kurz gesagt quasi ein absolut neuwertiges Objektiv mit einem lustigen Aufkleber auf der Verpackung. Tatsächlich war ich wirklich skeptisch, konnte aber keine Gebrauchsspuren entdecken und die optische Leistung stimmt in meinen Augen auch. Aber seht selbst:

 

Selbst bei genauem Hinsehen und prüfen konnte ich nichts entdecken, was auf Gebrauchsspuren hinweisen würde. Die Optik sieht wie aus „dem Ei gepellt“ aus, quasi Neuzustand. Die Linsen sind klar, da ist kein Staubkorn zu sehen. Ich bin echt positiv überrascht und da man auch bei diesem „gebraucht Kauf“ ein Rückgaberecht hat, kann ich nur empfehlen es auch mal zu versuchen. Preislich hat es sich in diesem Fall absolut gelohnt.

Sicherlich, das 75-300 ist meinem 2,8/40-150 optisch nicht ebenbürtig, aber es bietet 300mm Brennweite (nur zur Erinnerung, das sind 600mm an Kleinbild) in einem kompakten und tragbaren Gehäuse. Gut, 422 gr. sind nicht gerade ein Leichtgewicht und Hosentaschen tauglich ist das Olympus 75-300 II ganz bestimmt nicht. Aber neben meiner E-M1 samt 2,8/12-40 und 2,8/7-14, passt das 75-300 als tragbares Tele noch recht gut in die Tasche. Und 300mm bleiben 300mm, da komme ich mit meinem 40-150 selbst mit dem 1,4er Konverter nicht hin, ganz abgesehen davon, dass ich das 40-150 nicht immer mitschleppen möchte. Die optische Qualität ist gut, selbst am langen Ende wie Ihr sehen könnt.

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Kohlmeise bei 300mm durch eine Fensterscheibe aufgenommen
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„Wildlife“ Reh im Garten, diesmal ohne Fensterscheibe

Unter dem Strich bin ich wirklich zufrieden. Mit meinem neuen 75-300 II und meinen anderen Objektiven decke ich einen Brennweitenbereich von (KB) 14mm-600mm ab und kann das alles tatsächlich auf einen Spaziergang mitnehmen, ohne mit Rückenschmerzen nach Hause zu kommen. Das Olympus 75-300 II ist dabei kompakt, optisch gut und wirklich günstig. Sollte Euch also noch eine Ergänzung nach „oben“ fehlen, werft einen Blick auf das Telezoom. Es ist gebraucht um die 300€ zu haben und mit etwas Glück auch noch etwas günstiger im Rahmen der (leider jetzt abgelaufenen) Cashback Aktion von Olympus.

 

 

Schnäppchen: Oly 75-300 II bei Amazon

Amazon startet ja den „Prime Day“ und hat im Vorfeld einige interessante Angebot, unter anderem auch 20% auf „ausgewählte Warehouse Deals“. Für uns mFt User ist diesmal auch etwas dabei, das Olympus m.Zuiko digital 1:4,8-6.7/75-300 II. Im Warehouse Deal liegt der Preis bei rund 396€, abzüglich 20 % wären das 316€ für die Optik. Das allein ist schon ein guter Preis, auch wenn das Objektiv vielleicht kleine Schönheitsfehler hat, ABER es gibt da ja noch die Sommeraktion von Olympus, mit Cash Back für genau dieses Objektiv.

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass das nicht für dieses Angebot klappt, aber probieren würde ich es trotzdem. Fragen kostet nichts, Amazon ist als Händler gelistet und 100€ CashBack würden das Objektiv sensationell günstig machen. Aber auch für 316€ ist das ein richtig gutes Angebot, da komme ich selber schwer ins grübeln, ob ich da nicht zuschlagen soll. Also, falls Ihr entscheidungsfreudiger seid, als ich, 2 Stück sind noch da und ihr findet die Angebote unter diesem Link bei Amazon (übrigens ist das kein affiliate Link). Viel Spaß und einen schönen Sonntag!

 

Wettbewerb: Light in Nature

Olympus ist zusammen mit Profoto Sponsor des Wettbewerbes “ Seeking Light in Nature“ der bei 500px ausgeschrieben worden ist. Hier gibt es Details zum Wettbewerb, der nur bis zum 23.05.2017 läuft.

Wer also gute Bilder hat und wem eine E-M1 MkII noch fehlt (die gibt es nämlich als Preis für den 1. Platz), sollte sich den Wettbewerb mal näher anschauen. Einfach mitmachen und wer weiß, vielleicht gewinnen. Ich drücke Euch die Daumen, ABER! ich mache diesmal auch mit. Irgendwie muss ich ja an eine E-M1 MKII zum testen kommen, oder ? 😉

Test Teil 2: Phil Norton´s Filterhalter für das Olympus Zuiko 2,8/7-14mm

Im September letzten Jahres habe ich bereits über den Filterhalter für das Olympus 2,8/7-14mm von Phil Norton berichtet, das war quasi ein „erster Blick“ auf das was angekommen ist. Mittlerweile ist einige Zeit vergangen und ich wurde über Facebook von Lesern  darum gebeten, noch einmal etwas über den Filterhalter zu schreiben. Gerade die Vignettierung im Bereich von 7mm mit einem oder zwei Filtern interessiert einige Nutzer des Olympus 2,8/7-14mm. Lange Rede, kurzer Sinn, heute spielte das Wetter mit, ich hatte etwas Zeit und sogar meine Aussicht vom Balkon sah recht attraktiv aus.

Ihr findet in der Galerie zum einen ein paar Bilder vom Setup an der EM-1 samt Beschreibung (Handyfotos, ich bitte da etwas nachsichtig zu sein), zum anderen natürlich die Aufnahmen der EM-1 mit den Filter am 2,8/7-14mm. Die Belichtung habe ich teilweise extrem angepaßt, so dass eine ggf. auftretende Vignettierung gut zu erkennen ist.

Am Filterhalter kamen folgende Filter zum Einsatz: 1. Der Nisi Verlaufsfilter (Hard Nano IR GND8 (o,9), 2. der ND( (0,9) Reversed der ULTIMATE line von 84.5.com und als 3. der Haida ND3.0, 1000x. Sowohl der Nisi, als auch der Haida Filter sind beide aus Glas gefertigt. Der Filter von 84.5.com ist aus Kunststoff. Beide Verlaufsfilter haben ein Format von 150mm x 100mm, der Haida ND Filter von 100mm x 100mm. Mit allen Filtern habe ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht, gerade der Nisi ist in Sachen Farbtreue wirklich top.

An dieser Stelle möchte ich kurz eine Lanze für die Verlaufsfilter brechen. Klar kann man in Lightroom heute eine Menge machen und wahrscheinlich noch viel mehr als ich es mir vorstellen kann. Was mir persönlich aber bei der Aufnahme selber abgeht ist der Bildeindruck im Moment der Aufnahme, den ich gerade bei den Digitalkameras im LV perfekt abschätzen und einstellen kann. Das ist für mich extrem hilfreich. Unabhängig davon ist die Tatsache, dass ich lieber die Zeit beim fotografieren verbringe als vor dem PC, eine persönliche Meinung. Da kann es ja auch Fotografen geben, die es lieber umgekehrt handhaben.

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So sieht es ohne Filterhalter aus
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Und so mit SCHIEF ausgerichtetem Halter. Bitte die linke obere Ecke beachten.

Bei den ersten Bildern war der Filterhalter nicht 100% gerade ausgerichtet. Das habe ich dann natürlich korrigiert. Eine Vignette ist bei den folgenden Bildern für mich nicht mehr zu erkennen. Bei den folgenden Bildern saßen der Haida und der Nisi Filter im Halter, bei extremen Seitenlicht.

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Hier mit korrekt ausgerichtetem Halter und zwei Filtern bei 7 mm
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Und hier habe ich die Belichtung dann mal ganz hochgezogen. Eine Vignettierung konnte ichdicht feststellen.

Diese drei Bilder sind mit dem Haida ND 1000x aufgenommen worden. Eine Vignettierung ist bei 7mm nicht zu sehen und der Filter ist lichtdicht, die Schaumstoff Lichtdichtung des Haida macht einen guten Job.

Unter dem Strich bleibt festzustellen, dass ich selbst bei 7mm und KORREKTER ! Ausrichtung des Filterhalters keine störende Vignettierung erkennen konnte. Auch mit zwei Filterplatten übereinander konnte ich nichts auffälliges feststellen.

Hervorheben möchte ich noch die gute Qualität des Adapters für das Olympus 2,8/7-14 mm. Obwohl Phil Norton ebenfalls „nur“ den 3D Druck einsetzt, habe ich doch sehr große Unterschiede zu einem anderen Produkt „gespürt“ und „gefühlt“,  der Kunststoff scheint besser und feiner verarbeitet zu sein. Die Qualität des Nisi Filterhalters kann ich guten Gewissens als sehr gut bezeichnen. Sowohl der Halter, als auch der Adapter und die passenden Gewindeadapter sind aus Aluminium und sehr hochwertig verarbeitet. Besonders beim einschrauben in das Filtergewinde meines 2,8/12-40 fällt mir das immer wieder auf, das ist exakt gearbeitet und paßt. Billigere Filterhalter, die ich in der Vergangenheit ausprobiert habe, waren da bei weitem nicht so hochwertig. Es ist halt so, „you get what you payed for“.

Ein weiterer Pluspunk des Nisi-Systems ist der, dass ich den Adapter ohne den Halter am jeweiligen Objektiv befestigen kann. Über eine Klemmung kann ich dann den Filterhalter samt eingefügter Filter mit einem Handgriff an den Adapter einrasten lassen und fotografieren oder die Filter fein justieren. Das klappt wirklich schneller als hier beschrieben und hat den Vorteil, dass beim Einschieben der Filter keine Kräfte auf den Adapter und damit das Objektiv ausgeübt werden, was ggf. zu Problemen führen könnte.

Hier oben nochmal zur Verdeutlichung des „Schnappsystems“ drei Detailaufnahmen. Es geht wirklich schnell und die Filter werden vor dem anbringen an den Adapter ausgerichtet. Das ist gerade bei ND Filtern mit Lichtdichtung absolut wichtig und vor allem simpel. Zur Fokussierung kann der ND Filter natürlich einfach und schnell abgenommen und aufgesetzt werden. Ich selbst bin von der Handhabung wirklich begeistert, kein Vergleich mit dem einschieben der Filter in einen z.B. Cokin Filterhalter. Das ist echt clever gelöst von Nisi. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass auch noch ein Polfilter in den Halter geschaut werden kann, allerdings funktioniert das nicht mit dem Adapter von Phil für das Olympus 2,8/7-14mm, sondern nur bei Objektiven, bei denen  der Filterhalter über ein Filtergewinde angebracht werden kann. Allerdings ist der Polfilter dann auch problemlos „drehbar“, also einstellbar auf den Lichteinfall und zwar auch mit eingesetzten anderen Filtern (z.B. Verlauf- oder ND-Filter).

Abschließend kann ich jedem den Halter von Phil Norton empfehlen. Er funktioniert am Olympus 2,8/7-14mm nach meinen Test bei 7mm ohne Randabdunklung, wenn man den Adapter exakt ausrichtet und nutzt ein wirklich hervorragendes Filtersystem von Nisi. Preislich ist der Nisi Filterhalter zwar im oberen Bereich angesiedelt, aber das ist er auch wert, sowohl vom Material, als auch von der Verarbeitung. was so ein einfacher 0.9er Verlaufsfilter ausmacht, könnt Ihr an den beiden nachfolgenden Bildern sehen:

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Die Aufnahme ohne Filter, der Vordergrund säuft ab, die Wolken haben schon ausgefressene Stellen. Mit EBV ist sicher etwas zu retten
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Der gleiche Blick kurz darauf mit Filter. Sowohl der Vordergrund, als auch der Himmel profitiert vom Ausgleich durch den Filter. Mit EBV wird die Aufnahme sicher noch besser.

 

Solltet Ihr Fragen haben, schreibt mich an.  Wohnt Ihr in der Nähe von Remscheid und wollt mal einen Blick darauf riskieren, könnt Ihr mich auch gerne ansprechen, da findet sich bestimmt eine Möglichkeit.

Wie immer an dieser Stelle der Hinweis, ich bekomme KEINERLEI Zuwendungen von Nisi, Phil Norton, Haida oder 84.5com (ich hätte aber nichts dagegen ;-)). Die Dinge habe ich alle selber gekauft, bezahlt und auch schon ein paar Tage im Einsatz. Ich hoffe meine Meinung hilft Euch etwas, da es ja inzwischen einige Adapter für das Olympus 2,8/7-14 gibt.

Neu: Olympus OM-D EM-1 MkII. Der Preis ist heiß… oder?

Olympus hat die Katze aus dem Sack gelassen und das neue Flaggschiff, die Olympus OM-D EM-1 MkII, nun offiziell für den Vorverkauf freigegeben, Kostenpunkt hier in Europa nach ersten Informationen € 1.990. Zur Erinnerung, der Vorgänger kam 2013 für rund € 1.500 „Body only“ auf den Markt. Dummerweise kündigte Olympus den Preis der neuen OM-D EM-1 MkII im Umfeld der Photokina mit den Worten an, dass er etwas (slightly) über dem Einstandpreis des Vorgängers liegen würde. Nun, aus dem „Etwas“ sind hier in Deutschland rund 500€ geworden und nicht nur meiner Meinung nach ist „etwas“ das falsche Wort für eine Preisgestaltung die eine Steigerung von 30% gegenüber dem Vorgänger aufweist. Von Seiten Olympus war das ganz einfach schlechte Kommunikation, was den Preis der neuen OM-D EM-1 MkII angeht.

Die Reaktion der potentiellen Käufer hat natürlich auch nicht lange auf sich warten lassen, denn rund um die Welt wurde auf einen niedrigeren Preis spekuliert. Es hat ordentlich gebrodelt in den Fotoforen und das tut es immer noch. Die Emotionen schlagen hoch und es gibt jede Reaktion in den Posts. Zusammenfassend kann man sagen, dass der Preis allgemein als zu hoch erachtet wird und das man entweder darauf verzichtet die neue OM-D EM-1 MkII zu kaufen, oder, und das habe ich persönlich häufig gelesen, dass man sich ja direkt eine „richtige“ Kamera kaufen kann. Vollformat ist hier das Schlagwort, gepaart mit dem Gedanken an einen Systemwechsel.

Zugegeben, ich war und bin nicht glücklich mit dem Preis der OM-D EM-1 MkII, ich hatte auf einen etwas niedrigeren Einstieg gehofft, wie so viele, aber es ist nunmal wie es ist. Und auch mir ist der Gedanke an einen Systemwechsel durch den Kopf geschossen. Die Anforderungen sind ja gar nicht so hoch, oder? Gute 2,8er Optiken, WR, also wetterfestes System, und bitte stabilisiert, zumindest die Objektive. Also eine Pendant zu meiner Olympus Ausrüstung mit den 2,8er Objektiven  7-14 / 12-40 / 40-150 inkl. Konverter. Zwei Eigenschaften lasse ich bewusst aussen vor, 1. „Tragbarkeit“,also Gewicht und Größe und 2. den EVF (elektronischer Sucher). Würde ich diese Punkte noch mit in den Vergleich nehmen, gäbe es ja kaum ein Konkurrenz System, dass ich zu dem Vergleich hätte heranziehen könnte.
ID: 24476 Ich habe mich dann tatsächlich gestern Abend hingesetzt und überlegt, wohin ich denn wechseln könnte und was das kosten würde. Schließlich, und das ist ein häufig gelesenes Argument, bekommt man ja schon für unter €2.000 eine Vollformat Kamera. Um es vorweg zu nehmen, das Ergebnis ist ernüchternd. Einzig Pentax liefert ein durchgehend abgedichtetes Top-Modell samt 2,8er Optiken. Bei Canon bin ich preislich auf die 6D ausgewichen, also ein Einsteigermodell, bei Nikon habe ich die D750 genommen, also gute Mittelklasse, Sonys A7R II ist gut, aber da habe ich kein 2,8er Weitwinkelzoom gefunden und Fujis X-T2 ist zwar gedichtet, aber entweder sind die Objektive es nicht, oder es fehlt die Stabilisierung oder es gibt auch kein 2,8er Weitwinkelzoom. Eine richtige Alternative zu meinem jetzigen Setup habe ich auf Anhieb nicht gefunden. Und wie gesagt, dabei habe ich den EVF und das Gewicht/Volumen der Ausrüstung nicht berücksichtigt.

Aber gut, auch wenn es denn an einigen Ecken zwickt und es nicht ganz passt, wie schaut es denn finanziell aus, was kosten die anderen System? Kurz gesagt: Pentax K1 mit 3x 2,8er Zooms rund €7.000, Nikon D750 mit 3x 2,8er Zooms rund 7.500, Canon 6D mit 3×2,8er Zooms rund €6.700, Sony A7RII mit 2x 2,8, 1x 4,0 Zooms rund €7.600 und Fuji X-T2 mit  2×2,8er 1×4,0er Zooms rund €5.300. Olympus liegt mit den 3 2,8er Zooms und der neuen OM-D EM-1 MkII bei rund €5.100, also auf Fuji Niveau. Ich glaube die Aufstellung zeigt deutlich, dass es tatsächlich Vollformatkameras gibt die preislich unter dem neuen Olympus Flaggschiff liegen, allerdings nur die Kamera Bodys. Mit 2,8er Objektiven schaut es dann ganz anders aus.

Auch wenn ich über den Preis der Olympus OM-D EM-1 MkII ernüchtert bin, muss ich gestehen, dass ein mFT System im Ganzen betrachtet immer noch günstig ist. Ein Wechsel hin zum Vollformat würde richtig teuer. Und wenn ich „nur“ meine 3 Kriterien zugrunde lege (zur Erinnerung: 1. 2,8er Objektive, 2.WR, 3 stabilisiert) finde ich nur einen!!!  Anbieter, der vergleichbar ist: PENTAX. Ziehe ich dann noch die Wünsche nach dem EVF und der „Tragbarkeit“ hinzu, bleibt wirklich nur Olympus, mit Abstrichen vielleicht auch noch Fuji.

ID: 24471Dieser Systemvergleich nimmt natürlich der Preisdebatte etwas die Schärfe. Dass die Enttäuschung über den nicht erwarteten Preis von knapp €2.000 im ersten Moment überwiegt, habe ich selber bei mir erlebt und ich war wirklich enttäuscht. Aber, mit etwas Abstand betrachtet und vor allem im Vergleich mit den Alternativen relativiert sich das doch ein gutes Stück weit. Olympus ist tatsächlich ziemlich gut aufgestellt. Sie haben ein brillantes Objektiv Setup, alle WR und lichtstark, die Stabilisierung sucht ihres Gleichen auf dem Markt, der EVF ist wirklich top und alles ist noch recht gut tragbar. Das ganze Paket ist dazu im systemübergreifenden Vergleich betrachtet wirklich preiswert.  Ein Systemwechsel ist für mich vom Tisch, auch wenn ich mich noch ein klitzekleines Bißchen über den Preis der neuen OM-D EM-1 MkII ärgere.

Also, ist die neue Olympus OM-D EM-1 MkII zu teuer? Nein. „Ambitioniert eingepreist“ würde ich sagen, wenn die technischen Features das halten, was Olympus verspricht. Ich denke wir alle dürfen gespannt sein!

Wie immer ist der Artikel meine persönliche Meinung. Ich bekomme weder  Werbung oder andere Zuwendungen oder Testgeräte. Ich muss meine Ausrüstung (leider) selber bezahlen.

 

 

Neuzugang: Olympus M.Zuiko ED 3,5/30 Macro

Gestern Abend ist mein erstes Makro-Objektiv für Olympus bei mir eingetroffen, das gerade erst vorgestellte Zuiko ED 3,5/30mm. Klar, dass ich dazu ein paar Zeilen schreiben muss, um zumindest meinen ersten Eindruck an Euch weiterzugeben.

Also, was ist das 30ziger? Vor allem vereint es die Tugenden von mFT, es ist klein und leicht. Mit 128 gr Gewicht und 57mm Durchmesser paßt es locker in jede Jacken- oder Fototasche und fällt auf der Fototour in keiner Weise negativ ins Gewicht. Es ist wie das 45ziger, man hat es einfach dabei und bemerkt es nicht einmal. Die Fotos zeigen es im Vergleich mit dem Olympus 1,8/45 und meinem Arbeitspferd, dem 2,8/12-40.

Der Autofokus ist für ein Makroobjektiv überraschend schnell und, auf den ersten Blick, auch treffsicher. Das manuelle fokussieren läuft sehr geschmeidig über den großen Fokusring, die „Übersetzung“ hat Olympus nahezu perfekt hinbekommen, der Fokusweg ist für meinen Geschmack weder zu lang, noch zu kurz. Passt prima!

Das einzige was heute natürlich nicht passt, ist das Wetter. Tolle Aufnahmen sind mir auf die Schnelle im Regen leider nicht gelungen.  Hier sehe ich auch den einzigen Kritikpunkt, das kleine Olympus Makro ist leider nicht gegen Regen und Staub geschützt. Das finde ich persönlich extrem schade. Na gut, dafür hat das 3,5/30 Makro einen internen Fokus und sollte mit einem Filter (46mm Gewinde) vor der Frontlinse doch etwas aushalten.

Erfreulich ist der Preis des Olympus 3,5/30 Makro, für 299 € bekommen wir einen wirklich reellen Gegenwert. Im Lieferumfang ist zwar weder Tasche noch Steulichtblende, aber 299 € finde ich doch fair.

Hier noch ein paar Bilder die „quick & dirty“ im Regen und Wind entstanden sind. Unbearbeitet und nur für die Website verkleinert. Auf den ersten Blick gefällt mir die Farbwiedergabe des kleinen 3,5/30 Makro ausgesprochen gut. Mal sehen, wie es sich in der nächsten Zeit bei mir in der Fototasche schlägt.

Alle Bilder sind aus der Hand bei Wind und im Regen entstanden, daher bitte ich um Nachsicht. Allerdings ist der AF wirklich gut. Die gelbe Blume schwankte doch schon ziemlich hin und her, trotzdem gelang  das Bild mit dem AF problemlos (S-AF).

Weiter Infos zu dem Objektiv findet Ihr hier bei Olympus. Das Objektiv habe ich mir übrigens selber gekauft und ich werde auch nicht von Olympus gesponsert.

 

Photokina Teil 1: mFt Neuheiten

Seit Dienstag hat die Photokina Ihre Pforten geöffnet und die (Bild) Begeisterten strömen in die Hallen. Klar gibt es wie immer Technik und Produkte aus wirklich allen Ecken der Welt zum anschauen und teilweise auch zum ausprobieren, es gibt genial gute Vorträge, kostenlos, von bekannten Fotografen, die wirklich ein AHA Erlebnis bringen (an dieser Stelle verneige ich mich vor #Zack Arias und das klingelnde Handy tut mir echt leid, wirklich!). Aber! es gibt Bilder, ausgedruckte, verdammt gute Bilder überall. Und ganz ehrlich, wer vor Ort ist und sich die Bilderschauen, gerade bei Leica in Halle 1, entgehen läßt, der verpaßt wirklich das Beste der Photokina. Gigantisch gute Fotos sehr gut präsentiert. Hingehen!!!

Ok, nun aber zu mFT. Erstmal poste ich in Teil 1 Bilder, die ich machen konnte. Olympus, Panasonic, Laowa und YI M1 konnte ich bisher besuchen. Die E-M1MkII habe ich leider nur in der Vitrine sehen können, allerdings hatten große Händler schon die Möglichkeit „Hand anzulegen“ . Original Kommentar eines Händlers dazu: „Das ist ein Biest“.  Allerdings wollte er nicht mit dem Preis rausrücken, da war er wirklich standhaft. Leider. Am Sonntag werde ich mich nochmal umhören. Hier erstmal ein paar Bilder der Olympus E-M1 MarkII und der neuen Objektive, leider mindert die Vitrine die Qualität. Trotzdem, einfach anschauen.

 

Überraschend solide wirkte übrigens die neu vorgestellte mFT Kamera von YI M1. Das Ding sieht von Design her aus wie eine Leica, selbst das Logo schaut von der Farbgebung her sehr ähnlich aus. Beeindruckt war ich, dass sich die Kamera auch recht solide anfühlte. Gespannt sein darf man auf die Bildqualität, denn da steckt laut Hersteller ein 20MP Sony Sensor drin! Fehlt für mich nur der Sucher! Diese Neuerscheinung sollte man ernst nehmen und im Auge behalten. Leider wollte auch hier niemand etwas zum Preis sagen.

Und für alle Freunde der extrem lichtstarken Weitwinkel hat Laowa noch das 2,0/7,5 im Programm. Ein Vorserienmodelle gab es am Stand zu sehen. Das Objektiv ist wirklich leicht und klein und macht einen guten Eindruck.  Auch hier gab es keinerlei Infos zum Preis. Allerdings macht das erste Bild das ich mit der E-M1 machen konnte einen sehr vielversprechenden Eindruck. Das letzte Bild in der Galerie, mit dem netten Herrn, ist mit dem Laowa gemacht. 

 

Panasonic darf bei mFT natürlich nicht fehlen. Bei allem Hype um Olympus geht mir die Lumix G81 etwas unter, ich halte die Kamera von den technischen Daten und vor allem vom Preis her für sehr attraktiv. Leider konnte ich sie mir nicht in Ruhe ansehen, aber das hole ich am Sonntag nach. Dafür habe ich mir die neuen Objektive ansehen können. Da hat Panasonic zusammen mit Leica eine beeindruckende Reihe auf die Beine gestellt. Übrigens bis auf das Weitwinkel Zoom  alle mit Stabi im Objektiv und alle haben ein Filtergewinde. Das Tele hat sogar einen Fokusbegrenzer. Leider standen die Optiken auch alle in einer Vitrine, echt schade. Ich finde die drei Objektive richtig gut, kompakt und mit Blende 2,8 – 4,0 auch ausreichend lichtstark. Die würde ich gerne mal zusammen mit einer Lumix Kamera testen, gegen die E-M1 mit den 3 vergleichbaren Objektiven. Das wäre doch was. naja, träumen darf man ja wohl noch. Anbei die ersten Bilder, mal sehen ob ich am Sonntag noch bessere bekomme.

 

Teil 2 der Photokina Infos kommt Morgen, da aber etwas allgemeiner.

 

 

 

 

 

 

Evolution?: Olympus stellt E-M1 Mark II vor

Wie erwartet hat Olympus heute Abend in Köln das neue Flaggschiff der OM-D Serie vorgestellt, die E-M1 Mark II. Die meisten Features sind im Vorfeld schon durchgesickert und waren bekannt. Wer diese trotzdem nochmal nachlesen möchte, kann hier die technischen Daten der E-M1 Mark II im Detail auf der Olympus Webseite finden. Klar, dass auch Bilder nicht fehlen dürfen, die findet Ihr ebenfalls bei Olympus oder Ihr blättert einfach hier durch die Galerie.

Was hat der Nachfolger der E-M1 also neues zu bieten? Vor allem mehr Tempo in allen Bereichen, mehr Präzision und Möglichkeiten beim AF, mehr AF Felder (121), dabei alle als Kreuzsensoren ausgelegt, eine Gruppierung/Clusterung  im CAF die im Sucher eingeblendet wird und noch einiges mehr. „Pro Capture“ nimmt vor der eigentlichen Aufnahme bis zu 14 Bilder auf, der „richtige“ Moment kann so im Nachhinein ausgewählt werden. Aber das kennen wir ja auch schon von anderen digitalen Kameras, trotzdem, gut dass es jetzt an Bord ist. Übrigens schafft die neue Olympus E-M1 Mark II bis zu 60 fps im S-AF Modus und bis zu 18fps im C-AF Modus. Und zwar RAW, nicht Jpeg! 4k Video ist ebenfalls an Bord und dafür auch ein Display, was seitlich ausklappbar ist. Das gefällt mir persönlich allerdings überhaupt nicht, ich liebe das Klapp-Display meiner E-M1. Der Sensor hat ebenfalls auf 20MP zugelegt, soll eine höhere Dynamik bringen und im Rauschenverhalten eine Stufe besser sein.

Was hat Olympus uns heute präsentiert? Eine Revolution war es mit Sicherheit nicht. Olympus hat eine hervorragende Kamera behutsam und klug! weiterentwickelt. Erstmals wurde die voraussichtliche Lebensdauer des Verschluß angegeben, Olympus spricht von 200.000 Auslösungen. Weiterhin betont Olympus die Zuverlässigkeit unter allen Widrigkeiten, egal ob naß oder staubig, warm oder kalt (-10° bis 40° im Betrieb). Dazu passt auch der neu vorgestellte Systemblitz FL-900R sowie der Makro Zangenblitz STF-8, beide sind ebenfalls gegen Witterungseinflüsse geschützt. Alle positiven Eigenschaften des Vorgängers wurden übernommen und ausgebaut. Mir persönlich gefällt der zweite SD Karten Schacht, die weiterhin vorhande AF Kombination aus Kontrast-AF und Phasen-AF sowie der Sensor mit 20 MP. Der neue Akku verspricht mehr Leistung und kürzere Ladezeiten und Olympus hat jetzt einen 3-stufigen Pro-Service eingeführt, der im besten Falle wohl innerhalb von einem! Tag eine Ersatzkamera bereitstellt. Der High-Res Shoot ist auch an Board, in der E-M1 Mark II wird er mit 50MP angegeben. Allerdings ist in keinem Satz die Rede davon, dass dieser aus der Hand erfolgen kann. Das Stativ wird wohl erstmal weiterhin notwendig sein. Sei es drum, es muss ja auch Raum für kommende Software Updates geben.

Was ich clever von Olympus finde, ist die Tatsache, dass das Tastenlayout der E-M1 Mark II mit der E-M1 fast identisch ist. Wer die Mk1 kennt, wird mit der Mk2 keine Probleme haben. Ich denke auch ein gemischter Einsatz der Kameras wird aufgrund des Layouts problemlos möglich sein. Schade, dass Olympus keine Lösung für ein eingebautes GPS gefunden hat, aber es muss ja noch Luft für die Mk3 bleiben. Alles in allem eine gelungene Evolution des Spitzenmodells. Die Olympus E-M1 Mark II schaut sogar ein ganz kleines Bißchen der alten und legendären Olympus E-1 ähnlich, finde ich. Der Handgriff samt Auslöser liegt fast auf dem Höhenniveau des Blitzschuhs, ganz wie früher bei der E-1. Und die hatte schon „Klebstoff“ an der Kamera, man wollte sie gar nicht mehr aus der Hand legen. Mal sehen, ob das dem neuen Olympus Flaggschiff auch gelingt. Mittwoch Abend weiß ich darüber mehr zu berichten.