Tip: Geschenke unter 100€ für Fotografen

Ok, sehen wir den unweigerlich auf uns zukommenden Tatsachen ins Auge. Weihnachten ist nicht mehr zu verhindern und wenn die beste Frau von allen uns fragt, was wir uns denn zum Weihnachtsfest wünschen, beginnen wir Hobbyfotografen verwirrt an zu stottern, weil uns natürlich genau in diesem Moment nichts passendes einfällt. Oder sagen wir so, uns fällt natürlich viel wünschenswertes ein, allerdings würde der persönliche Finanzminister die Adventszeit dann mit Schnappatmung verbringen. Tolle Dinge kosten halt! Nun, in diese Lücke stößt 365Photo.de heute mit diesem Beitrag und Geschenkideen für Fotografen für unter 100€. Alles was Ihr nun tun müsst, ist diesen Beitrag so zu verlinken, dass Eure bessere Hälfte unweigerlich beim surfen darauf stößt. Dann habt Ihr eine gute Chance am 24. Dezember unter dem Weihnachtsbaum etwas für Euere Leidenschaft zu finden. Also, let´s go!

  1. Sofortbild Kamera. The Trend is your friend! Sofortbild ist sowas von in und Fuji bietet günstige Kameras und Filme an. Auch die Lomografische Gesellschaft hat etwas im Angebot. Da geht Vieles unter 100€ und vor allem könnt Ihr das Geschenk direkt an den Weihnachtsfeiertagen einsetzen.
  2. HP-Fotodrucker! Echt jetzt? Warum HP? Kurz gesagt, unter 100€ bietet HP einige gute A4 Fotodrucker und mit dem Instant-Ink Service einen unschlagbaren Mehrwert. Ihr bekommt 15 Seiten jeden Monat gratis. Dabei ist es egal, ob Ihr einen Brief ausdruckt, oder ein tolles DIN A4 Foto! Eine geniale Sache und mal ehrlich, Eure Frau/Mann hat die Fotos doch auch lieber an der Wand als auf der Festplatte, oder? Also, Pixel to Paper!
  3. Mögt Ihr Fisch? Seid Ihr mFT Fotografen? Ok, dann holt Euch das Olympus 1:8/9mm BodyCap Fish-Eye Objektiv. Super klein, super leicht, super günstig und qualitativ überraschend gut. Da eröffnen sich Weihnachten ganz neue Perspektiven!
  4. Der Brexit rollt unausweichlich auf uns zu und bevor die Grenzen schließen möchte ich Euch das Panorama-Papier von Fotospeed empfehlen. Geliefert wird in die EU, Pfund und Euro werden 1:1 umgerechnet und das Papier mit dem Seitenverhältnis 3:1 passt in jeden A4 Drucker. Ich habe die Jungs auf der Photokina getroffen und ich könnte heulen bei dem Gedanken, dass sie bald nicht mehr zur EU gehören (die Jungs von Fotospeed finden den Brexit übrigens auch zum k…..).
  5. Steckdosen können wir Fotografen dochnie genug haben, oder? Immer wird eine für das Ladegerät benötigt, oder direkt per USB die Powerbank geladen. Eine Steckdosenleiste ist da oft sehr hilfreich, allerdings häufig auch nicht besonders schick und meistens noch recht voluminös. Abhilfe verspricht EGG Electronics mit der PowerStation. Ein flaches Gehäuse, verschiedene Designs und neben normalen Steckern auch noch USB Anschlüsse machen die PowerStation attraktiver als die Ikea-Buchsen, allerdings auch teurer. Trotzdem, gucken kostet bekanntlich ja nix.
  6. Alle Fotografen, die gerne in der Natur unterwegs sind, kennen sicherlich den Augenblick, in dem man sich wünscht eine Decke dabei zu haben. Entweder um die Kamera, bzw. die ganze Ausrüstung darauf abzulegen, oder sich selber ganz profan nicht in die nasse Wiese setzen zu müssen. Nur, Decken sind schwer, haben ein großes Packmaß und so richtig weiß man ja dann doch nicht, ob man sie am Ende braucht. Die Lösung heißt Matador Pocket Blanket 2.0. Eine Decke mit rund 110g Gewicht, einem Maß von 160cmx110cm und einer Größe einer Packung Tempotaschentücher zum Preis von rund 35€. Gibt es nicht? Doch gibt es. Werft einen Blick drauf, ich finde das Ding interessant!
  7. In meinen Tips  darf natürlich etwas Spezielles für die Olympus PEN-F nicht fehlen. Gut, es passen auch andere Kamerabodys hinein, aber für die PEN-F ist das für Streetfotografie ganz praktisch. Der geneigte Leser wird sich denken können, dass ich von einer Tasche spreche. Da aber Billingham und ThinkTank außerhalb des 100€ Rahmens liegen, wird es eine Cosyspeed. Die  Gürteltasche Streetomatic wechselt für knapp unter 100€ den Besitzer und macht eine PEN-F vielleicht in Zukunft glücklich. Enjoyyourcamera bietet die Tasche an.
  8. Zum oben bereits vorgestellten Panoramapapier von Fotospeed fehlt natürlich noch etwas. Der passende Rahmen. Wobei “passend” echt schwer zu finden ist. Ikea hat da leider nichts im Angebot, daher bleibt nur der Spezialist. Und einer der bekanntesten Hersteller von Rahmen dürfte Halbe sein. Tatsächlich ist es möglich sich seinen ganz speziellen Rahmen samt passendem Passepartout zu bestellen. Entwerfen und anpassen kann man das ganz bequem auf der Webseite von Halbe. Das habe ich für das Panoramaformat von Fotospeed gemacht und müsste für den Edelstahl Magnetrahmen von Halbe inkl. Passepartout in Weiß rund 77€ bezahlen. Sicherlich nicht billig, aber dafür habe ich einen passenden Rahmen für mein Bild in einem extrem ungewöhnlich Format. Ich finde es toll, dass so etwas überhaupt in bezahlbarem Rahmen möglich ist. Und Halbe verkauft bestimmt auch Gutscheine, da kann der Beschenkte später in aller Ruhe etwas aussuchen.
  9. Diese Geschenkidee paßt zwar prima in den gesetzten Preisrahmen, zieht aber unter Umständen ein paar Folgekosten nach sich. Ein Fotoworkshop! Und zwar auf dem Darß in Zingst bei der dortigen Fotoschule. Da gibt es Tagesworkshops für um die 59€, da lohnt es sich, es einfach mal zu versuchen. Der Kurzurlaub geht allerdings auf eine Extra Rechnung. Alternativ bietet die Fotoschule auch Geschenkgutscheine an, falls Ihr bei der Auswahl des Workshops für den zu Beschenden noch unsicher seid. Ausserdem ist das doch eine ganz elegante Möglichkeit, mal einen Kurzurlaub zu “organisieren”!

So, ich hoffe ich konnte ein paar Anregungen und Geschenkideen auflisten, die nicht gerade alltäglich sind und ein gewisses Überraschungspotential bieten. Viel Spaß beim stöbern und Geschenke kaufen.

Wie immer bekomme ich von den verlinkten Seiten keinerlei Vergütung oder sonstige Vorteile dafür, dass ich diese hier aufgeführt habe. Auch der Weihnachtsmann hat bislang, völlig unverständlich,  jegliches Sponsoring abgelehnt (sehr zum Leidwesen meinerseits, wäre doch cool so ein Slogan “sponsored by Santa” auf der Seite zu haben).

Ab morgen: Advent, Advent… Adventskalender für Fotografen!

Ja, doch, ernsthaft! Es ist soweit, übermorgen ist der erste Advent. Neben der Tatsache, dass Ihr eine Kerze auf Eurem Adventskranz anzünden könnt, dürft Ihr morgen schon das erste Törchen Eures Adventskalender öffnen. Für all diejenigen, die keinen Adventskalender haben und auch für alle anderen Interessierten, hat die Fotoindustrie zum Glück wieder etwas zum Gewinnen auf die Beine gestellt. Folgende Adventskalender mit Gewinnspiel findet Ihr im Netz:

  1. Das Fotomagazin hat traditionell immer einen klasse Kalender mit tollen Gewinnen.
  2. Die Zeitschrift Foto-Hits zieht ebenfalls mit, hier gibt es einen Adventskalender mit Gewinnen im Gesamtwert von 6.200€
  3. Als dritter im Bunde präsentiert das Magazin Photographie Ihren Adventskalender (wobei ich nicht ganz sicher bin, ob der wirklich aktuell ist, aber Versuch macht klug, morgen wissen wir es)
  4. Panasonic ist auch dabei und drei Türchen haben einen Bezug zur Fotografie, die anderen Gewinne sind aber ebenfalls vom Feinsten!
  5. Nummer 5. lebt und es ist der Objektivhersteller Tamron. Schon in guter Tradition gibt es hier jeden Tag die Möglichkeit ein Türchen zu öffnen.
  6. Adobe, naja, kein echter Adventskalender, aber jeden Tag eine Gewinnchance auf Instagram. Ich führe den “Kalender” mal ausnahmsweise mit auf.
  7. Als (vorläufig) letzter Hinweis etwas “nicht fotografisches”. Aber der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail und wenn man dann doch mal die Bilder am PC organisiert und bearbeitet, sorgen die Soundsysteme von Teufel für gute Laune. Daher hier der Hinweis auf den Adventskalender.

Die Liste werde ich noch aktualisieren. Solltet Ihr noch Hinweise haben, immer her damit. Dieses Jahr scheint es weniger Aktionen im Netz zu geben als in 2016 und 2017, aber ein paar habe ich ja gefunden. Euch allen viel Glück und viel Spaß beim mitspielen.

Wie immer gilt, ich bekomme nichts von den verlinkten Firmen, nicht mal die Pressemitteilungen schicken die Burschen mir zu ;-)!

EDIT: 

  1. Und hier kommt der erste Nachzügler. Kwerfeldein hat ebenfalls einen Adventskalender am Start. Den habe ich gestern schon vermisst, denn die Jungs und Mädels der Webseite haben da schon eine lange Tradition. Hier gehts zum Adventskalender.
  2. Schon kommt der zweite Nachzügler. Die Fa. Rollei hat Ihren Adventskalender gerade “scharfgeschaltet” Zu finden ist er hier und zum Start könnt Ihr ein super Filtert gewinnen.

Luminar: Neuer Filter, Himmel verstärken

Ok, Luminar dürfte den meisten unter uns mittlerweile ein Begriff sein, auch Skylum, der Hersteller ist bekannt, aber “Himmel verstärken” als deutsche Übersetzung für einen Filter zu wählen, finde ich schon schrullig. Zugegeben, mir fällt auf Anhieb auch nichts viel besseres ein, “Sky Optimizer” ist zu englisch und “Firmament Optimierer” ist noch schrulliger als die gewählte Übersetzung, aber sei es drum. Reden wir darüber, wie wir den “Himmel verstärken”.

Kurz vor dem nächsten großen Update, dass uns wohl kostenfrei Ende Dezember zur Verfügung stehen wird, hat Skylum Luminar um den Filter “Himmel verstärken” ergänzt. Der Filter basiert wieder auf künstlicher Intelligenz und geht ein zentrales Problem der meisten Landschafts-, Reise-, Urlaubs- und Stadtfotografien an, den Kontrast zwischen dem Himmel und dem übrigen Bildinhalten. Das konnte man entweder direkt vor Ort mit Filtern in den Griff bekommen oder in der Nachbearbeitung mit virtuellen Verlaufsfiltern die Lightroom oder Luminar natürlich bieten. Oder, wenn der Fotograf es wirklich perfekt wollte, hat man die Filter vor Ort noch mit den virtuellen Filtern kombiniert. Auf jeden Fall wird massiver Aufwand betrieben, um diesen Kontrast in den Griff zu bekommen. Skylum verspricht nun mit diesem Filter, die ganze Prozedur zu vereinfachen und den Himmel einfach per Schieberegler zu verbessern. Schön wäre es, aber geht das auch? Die folgenden  Bildbeispiele finde ich auf jeden Fall schon ziemlich eindrucksvoll. Aber seht selbst:

Gut finde ich bei dem Filter, dass er scheinbar wirklich erkennt wo der Himmel verläuft und welche Bereiche  wirklich sinnvoll zu “verstärken” sind. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass er natürlich auch wie ein “BonBon” Filter wirken kann, wenn der Regler auf 100% gezogen wird, hier ist tatsächlich weniger manchmal mehr! Übrigens ist es möglich den Filter auch selektiv auf Bildbereiche anzuwenden, Ihr könnt die “Verstärkung” mit dem Pinsel einfach auf die Bereiche des Himmels aufmalen, die Ihr verstärkt haben wollt. Praktisch und es funktioniert. Alles in allem eine interessante Ergänzung der Software um einen weiteren AI Filter.

Zum Abschluss möchte ich Euch das YouTube Video von der RAW-Akademie empfehlen. Es zeigt prima die Einsatzmöglichkeiten. Einfach mal reinschauen. Hier geht es zum Video.

Wie geht es weiter mit Luminar? Ich hatte auf der Photokina Gelegenheit mit einem der Entwickler zu sprechen, das große Thema ist im Moment eine Bildverwaltung aufzubauen. Ab 18. Dezember soll das entsprechende Update zur Verfügung stehen. Eine Wermutstropfen ist allerdings dabei, Keywords fehlen am Anfang noch und werden erst in einem weiteren Update nachgereicht. Nun, ok, dafür ist das Update kostenlos und das Versprechen steht, dass Luminar weiter verbessert wird. Dennoch wird meine Verwaltung erstmal noch bei Apples”Fotos” bleiben. Positiv habe ich während des Gesprächs auf der Photokina wahrgenommen, dass die Entwickler den Usern zuhören. Auf das Thema “Druck & Druckmodul” angesprochen (da muss ich zugeben ist Lightroom wirklich top), wurde mir versichert, dass auch diese Erweiterung für Luminar kommen wird. Allerdings gibt es da ungeahnte Schwierigkeiten laut Aussage von Skylum, denn die Programmierer, alles smarte, junge Leute, wissen mit dem Thema “Drucken” nichts anzufangen. Dass müssen die älteren Semester erstmal erklären, was da gebraucht wird und warum das gemacht wird. Ehrlich gesagt hat mich das ein Bißchen aus den Socken gehauen, ich bin echt oldschool. Aber für mich ist ein richtig gutes Foto erst dann ein richtig gutes Foto, wenn es auf Papier ausgegeben ist. Vorher ist das eine beliebige Datei, die jeder Rechner und jeder Bildschirm so darstellt, wie er gerade mag. Nun, Skylum hat eine Menge vor und ich finde sie machen das Programm Stück für Stück besser. Ich bleibe Luminar definitiv treu, auch wenn das nächste Update mal wieder kostenpflichtig wird, die Software ist es wert!

Wie immer bekomme ich nichts für meine Artikel und daher ist das auch meine persönliche Meinung zu dem neuen Filter und dem Programm Luminar.

 

Einfach mal machen: Kalender

Falls es Euch noch nicht aufgefallen sein sollte, trotz der hohen Temperaturen und des sonnigen Wetters, es ist tatsächlich schon November. Kein Scherz, in 41 Tagen ist Weihnachten und in 48 Tagen Silvester und einen Tag später beginnt das Jahr 2019! Also, Zeit über Kalender zu reden, und zwar über aktuelle Kalender für das Jahr 2019 und Eure Planung für das Jahr 2020!

Selbst fotografierte Fotokalender halte ich persönlich neben Fotobüchern für eines der interessantesten Produkte der Industrie. Kalender begleiten durch das gesamte Jahr, können überall platziert werden, egal ob Zuhause oder am Arbeitsplatz, sie bietet sich ebenfalls als tolles Geschenk an und jedes neues Kalenderblatt ist wieder eine kleine Überraschung. Dazu gibt es zig verschiedenen Formate. Vom einfachen Küchenkalender mit Kalendarium zum eintragen von Terminen, über die Formate A4 und A3, in Hoch- und Querformat bis hin zum Panoramaformat in 2:1 oder 3:1 reicht das Angebot. Dazu besteht die Möglichkeit zwischen Digitaldruck und Ausbelichtung auf echtem Fotopapier zu wählen. Und zu guter Letzt gibt es wohl geschätzt um die 8-10 Anbieter, die Eure Bestellung liebend gerne entgegennehmen und Euch den Kalender nach Hause schicken. Wow, was für eine Vielfalt, was für Möglichkeiten. es gibt bloß einen Haken. Das neue Jahr kommt immer so plötzlich und man selber  hat die Bilder thematisch dann doch nicht sofort zur Hand und sortiert. Dazu kommt, dass fast jeder in der Vorweihnachtszeit sehr, sehr  viel zu tun hat, privat, wie auch oft im Job. Und schon wandelt sich der für das kommende Jahr geplante Kalender in einen guten Vorsatz für das nächste Jahr. Von Herzen möchte ich Euch heute den Ratschlag mit auf den Weg geben, vergesst den guten Vorsatz, bringt Eure tollen Fotos auf das Papier und an die Wand. Ich verspreche Euch, Ihr werdet ein ganzes Jahr lang sehr viel Freude daran haben.

Mich selber haben die Fotokalender in Sachen Fotografie wirklich weitergebracht. Zuerst war es eine Laune, eine Idee, ein Projekt, was mich auf den Weg gebracht hat. Ihr kennt sicher diese Challenge, die jedes Jahr von irgendwem im Internet ausgerufen wird, 52 Fotos, jeden Tag ein Foto, etc. Da gibt es zig verschiedene Variationen und ich finde solche Aktionen gar nicht so schlecht, wenn diese auch tatsächlich durchgezogen werden. Nun, ich habe an einer 365 Tage Challenge aus Spaß am fotografieren teilgenommen und aus den Ergebnissen dann einen Kalender produziert. Für irgendetwas mussten die Mühen ja gut sein. Und bis heute bin ich dabei geblieben, allerdings mache ich nicht mehr jeden Tag ein Foto. Vielmehr versuche ich in jedem Monat ein Bild zu machen, das am Ende des Jahres dann in meinem Kalender landet. Hört sich einfach an, ist es aber nicht.

Thematisch plane ich bislang immer zwei Kalender, einmal zum Thema “Bäume” und einmal zu meiner “Aussicht” von meinem Balkon. Ich fotografiere dabei immer im 16:9 Format und mache daraus dann jeweils Panoramakalender. Während meine “Aussicht” immer den gleichen Bildausschnitt zeigt und recht problemlos zu fotografieren ist (raus auf den Balkon, Stativ aufstellen, Bilder machen), ist das Thema Bäume schon herausfordernder. Dazu muss ich bei Wind und Wetter raus und versuche zumindest in einem ähnlichen Stil zu fotografieren. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist das bedingt durch den Job nicht immer einfach, denn da bleiben häufig nur die Wochenenden oder die Feiertage, um im Wald Bilder zu machen. Und dann sollte noch das Licht und die Witterung stimmen. Aber, es macht trotzdem Spaß und im Laufe der Zeit wurden meine Bilder immer besser. Im nächsten Jahr werde ich ein weiteres Thema aufgreifen, aber dazu später mal mehr. Hier als Anregung die Bilder meines letzten “Wald/Bäume-Kalenders”:

Wenn Ihr Spaß daran habt Euren eigenen Kalender zu produzieren, solltet Ihr euch ein Thema setzen und jetzt schon für das Jahr 2020 planen. Es gibt so viele Möglichkeiten thematisch zu fotografieren und ich würde Euch echt empfehlen, haltet Euch an die Monatsregel. ein Bild aus dem Januar, wird auch im Januar im Kalender präsentiert und ein Foto aus dem April wird das Kalenderblatt für den April. Das gibt Euch sanften Druck und Ihr müsst mal heraus aus der Komfortzone und Bilder produzieren, die nicht so einfach zu machen sind! Ich verspreche Euch, das macht zufrieden und bringt sehr viel Freude. Themen gibt es genug, fotografiert Wege, Bäume, Bäche, Wasser, Euer Haustier, die Aussicht aus einem Fenster, Euer Auto an immer anderen Plätzen, Rezepte, die in den Monat passen (oha, Food-Fotografie ist eine Herausforderung), Euren Garten, verschiedene Blumen, die in den Monaten blühen. Ihr seht, es gibt zig verschiedenen Möglichkeiten, auch solche, für die Ihr nicht immer unterwegs sein müsst.

Besonders interessant und sehenswert empfinde ich die Themen, die sich tatsächlich der fortschreitenden Zeit im Jahr widmen. Konkret bedeutet das für mich, einen identischen Bildausschnitt jeden Monat zu fotografieren.  Dadurch wird Veränderung über das Jahr hinweg erst sichtbar und ich persönlich finde, dass ich so den Lauf der Zeit darstellen kann. Nun habe ich gut reden, weil ich das Glück habe eine prima Aussicht von meinem Balkon zu haben, die ich bequem fotografieren kann. Aber jeder hat ein Fenster und warum sollte man es nicht einfach mal ausprobieren, selbst wenn die festgehaltenen Veränderungen klein sind. Und es hindert Euch niemand daran, einen schönen Ort auf zu suchen und dort ein-, zweimal im Monat bei schönem Licht oder ungewöhnlichen Wetter hinzugehen und Bilder zu machen. Es lohnt sich! Hier könnt Ihr meinen Kalender für das Jahr 2018 als Bildstrecke anschauen:

Übrigens, die Bilder für die Kalender wurden jeweils noch mit meiner alten Olympus EM-1 Mk.I in 16:9 geschossen und dann beim Dienstleister auf das Format 35cmx60cm im Digitaldruck produziert. Die Qualität ist top, die 16MP haben selbst beschnitten auf das 16:9 Format locker ausgereicht und zeigen viele Details.

Anbieter gibt es viele verschiedene, allerdings meines Wissens nur wenige die einen richtig großen Kalender im Panoramaformat produzieren. Hier eine kleine Auswahl (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  1. CEWE, wohl einer der größten Anbieter. Hier gibt es auch einen großen Panoramakalender
  2. ifolor, hier habe ich immer meinen Panoramakalender bestellt. Häufig gibt es gute Rabattaktionen!
  3. PosterXXL, hier gibt es einen Kalender im A2 Format und ab und zu interessante Aktionen
  4. pixxum, auch dieser Anbieter hat jetzt einen großen, 62cm x 32cm, Panoramakalender im Angebot! Das Format gewinnt scheinbar Liebhaber
  5. fotokasten hat “echtfoto” Kalender im Angebot und die maximale Größe liegt bei A2, da aber nur im Digitaldruck
  6. Fuji, ist mit myfujifilm am Start und bietet diverse Kalendervariationen an
  7. Saal-digital.de, bietet zwar (noch) kein Panoramaformat an, aber Euren Kalender könnt Ihr vielfältig konfigurieren. Klasse!
  8.  foto-premio, wer quadratische Fotokalender gestalten will, wird hier fündig
  9. albelli, wer mehr als einen Kalender bestellt, bekommt Rabatte, das kann interessant sein

Dazu bieten Aldi, Lidl, DM und viele andere noch Fotokalender an, aber diese werden oft von einem der oben aufgeführten Anbieter produziert. Schaut einfach bei dem einen oder anderen Anbieter rein, sucht Euch 13 Aufnahmen heraus und ladet die Bilder hoch, dann könnt Ihr testweise einen Kalender gestalten.

Und solltet Ihr bewusst für einen Kalender fotografieren wollen, ist gerade jetzt die Zeit dafür, sich ein Projekt zu überlegen, damit Ihr im Januar direkt loslegen könnt. Selber werde ich neben meinen beiden bisherigen Kalendern für einen dritten Kalender anfangen zu fotografieren. Das Thema ist diesmal für mich die Stadt in der ich lebe, und das werde ich in Schwarz/Weiß fotografieren. Das hört sich an sich so simple  an,  aber ich grübel doch schon mehr darüber als gedacht. Allein die Motivauswahl passend zu den Jahreszeiten ist  eine Herausforderung.

Was werdet Ihr fotografieren, bzw. werdet Ihr überhaupt etwas in Sachen Kalender angehen? Schreibt mir Eure Ideen, oder schickt mir Projekte die Ihr schon umgesetzt habt, ich würde gerne darüber berichten, denn ich bin der Meinung Fotos gehören von der Festplatte aufs Papier. Und da sind Kalender eine gute Möglichkeit von Vielen. Also, macht Fotos, denkt Euch ein Projekt aus und macht in einem Jahr 13 richtig tolle Fotos, die Ihr dann in 2020 jeden Monat neu erleben könnt.

 

Wie immer habe ich von den verlinkten Anbietern keinerlei Zuwendungen oder Ähnliches erhalten, die Aufstellung dient einfach dazu, Euch einen Überblick zu geben.

Lese-Tip: Foto Hits 12/2018

Heute möchte ich Euch zur Abwechslung wieder einmal auf etwas Analoges hinweisen, naja, streng genommen halb analog, halb digital. Es geht um die neue Ausgabe der Foto-Hits, 12/2018. Neben der bekannt guten Qualität des Magazins und dem fairen Preis gibt es in dieser Ausgabe ein, wie ich finde, ganz besonderes “BonBon”. Als PDF könnt Ihr Euch bis zum 7. Dezember die deutschsprachige Ausgabe des Buchs “Photography Q & A” von Zack Arias herunterladen.  Kostenlos! Ein tolles Give Away und es lohnt sich.

Ich habe bereits die englisch Ausgabe als Buch und kann es wirklich nur empfehlen. Zack betreibt ein Blog  und da hat er auf jede Frage, die an Ihn als Profifotograf gestellt wurde geantwortet. Das Buch beinhaltet quasi in Frage- und Antwortform die wohl interessantesten Themen, die er beantwortet hat. Es ist prima zu lesen, weil man sich immer einfach zwischendurch eine Frage herausnehmen kann. Auch mit wenig Zeit kommt man so richtig gut durch das Buch. Also von mir eine Empfehlung! Kauft euch mal wieder etwas Analoges, die Foto-Hits lohnt sich sowieso und das Buch gibt es kostenlos obendrauf!

Theorie & Praxis: Das mFT-System im “wahren Leben”

Nachdem ich gestern in meinem Artikel zum Voll-Format Hype ja voraus gesagt habe, dass das mFT-System immer seine Marktnische haben und behalten wird, möchte ich Euch heute ergänzend dazu zwei Links zu englischsprachigen Artikeln ans Herz legen. Beide Beiträge finde ich sehr interessant, weil Sie die Realität Wiederspiegeln und erahnen lassen was noch alles in Zukunft  möglich sein wird, bzw. worauf die Menschen, die die Kameras benutzen, wert legen.

Der erste Link führt zu einem Artikel auf der Webseite fStoppers.com und beschreibt die Situation eines Fotografen der “Rücken” hat! Lesenswert und ich hoffe ich komme nie in die Bredouille “Rücken” zu bekommen.

Panasonic hat mal den Gewichtsunterschied plastisch dargestellt.

Link Nummer Zwei geht Richtung YouTube.com und da zu Tyler Stalman. Tyler hat das iPhone XS in Sachen “Dynamic Range” mit der Canon 5D Mk. IV verglichen. Die Ergebnisse sind durchaus interessant und dürften den ein oder anderen Vollformat Jünger auf den Boden der Tatsachen zurück holen. Aber seht selbst.

Zählt man eins und eins zusammen, so kann man erahnen wohin sich die Fotografie in Zukunft entwickeln wird. Software wird in den nächsten Jahren das beherrschende Thema in den Systemkameras werden. Ob HDR, HighRes, Live Composite, Live Bulb, 6K Photo, 4K Photo oder PostFocus, die mFT Kamerahersteller sind da schon ziemlich gut aufgestellt. Das iPhone beherrscht SmartHDR verdammt gut und die Ergebnisse lassen eine Canon 5D Mk. IV ziemlich alt aussehen. Der Porträtmodus des iPhone bringt künstliche Unschärfe auf “offenblend Niveau” ins Bild, noch nicht perfekt, aber schon nicht übel.  Und wenn Apple das alles aus dem Minisensor des iPhones heraus kitzeln kann, was könnte dann der mFT-Sensor leisten? Vollformat hätte dann nur noch das Thema Rauschen auf “seiner Seite”. Dynamik Range und Unschärfe wird zukünftig mit Software erledigt, High Resolution ist bereits jetzt schon soweit Bilder in Top Qualität mit 50MB bis 80MB zu produzieren.

Und so kommen wir zu der Frage, warum soll ich mich dann noch mit Voll-Format abschleppen und mir “Rücken” holen? Stefan Wiesner, dessen Arbeiten ich toll finde und dessen YouTube Kanal ich abonniert habe und sehr schätze, schrieb bei Facebook einem Kommentar zu einem Artikel von Tony Northrup, Wortlaut: “mFT ist tot”.  Ich glaube das ist ein wenig zu eindimensional betrachtet. Die Kameraschmiede, die es verpaßt alle technischen Möglichkeiten zu nutzen (und das wird in Zukunft zum großen Teil Software sein) und in Vorteile für den Kunden umzusetzen, wird vom Markt verschwinden. Warten wir ab, welcher Hersteller das sein wird. Bis dahin und darüberhinaus bin ich weiter “rückenschonend” mit mFT unterwegs.

Ach ja, an dieser Stelle doch noch einen weiteren Link zu einer sehr speziellen Kaufberatung von Akigrafie Live. Schaut Euch das einmal an, gefällt mir wirklich gut, was Aki da empfiehlt. Übrigens würde ich Euch ans Herz legen Aki´s YouTube Kanal zu abonnieren, er macht echt sehenswert Videos und richtig tolle Fotos!

Fotografie in den Zeiten des Vollformat Hypes!

Rund einen Monat ist es her, seitdem die Photokina in Köln die Pforten geschlossen hat und wieder etwas Ruhe in die Foto-Szene eingekehrt ist. Die Neuheiten sind alle besprochen, wurden in unzähligen Reviews vorgestellt und von vielen Experten zum Kauf empfohlen. Das Thema, dass diese Photokina beherrscht hat war ganz klar spiegelloses Vollformat. Die Wucht, die die Marketingmaschinen von Nikon, Canon, Sony, und Panasonic in Bezug auf dieses Thema entfaltet haben, hat (leider!) viele andere interessante Themen an den Rand gedrängt. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass ein fotografisch erfülltes Leben ohne Vollformat Kamera zwar möglich ist, aber doch sinnlos sei. Beeindruckt von der Wucht des Online- und Offline-Marketings gab es dann in den bekannten mFT-Foren erste Stimmen, die nach der Zukunft des mFT-Systems fragten. Es tauchten Videos auf, in denen die Vor- und Nachteile des Sensorformats verglichen wurden und, oh Wunder, meistens gewann Vollformat, selbst gegen die Mittelformat Boliden von Fuji und Pentax. Der Tenor war, und ist es zum Teil noch immer, Vollformat muss sein! Das verunsichert die User bei dem cleveren Marketing der großen Player und auch ich selber habe kurz darüber nachgedacht, ob das denn nichts für mich wäre. Ist es aber nicht und ich möchte allen mFT-User sagen: Keine Bange, das mFT-System war ist und bleibt einzigartig. An dieser Tatsache ändern auch spiegellose Vollformat Kameras nichts.

Wir alle haben uns aus guten Gründen bewusst für mFT entschieden, meistens spielten Größe und Gewicht der Ausrüstung eine entscheidende Rolle. Daran hat sich nichts geändert, diese Vorteile hat mFT weiterhin. Selbst ich, der sich für Olympus aufgrund des Objektiv Line-Up´s und des guten Preis-Leistungsverhältnis  entschieden hat, habe alle diese Vorteile weiterhin. Es hat sich nichts daran verändert, nur weil ein paar Vollformat Bodys vorgestellt wurden. Viel wichtiger war das Statement, dass von Olympus und Panasonic gekommen ist! Das mFT-System wird weiterentwickelt und Olympus selber plant wohl in keiner Weise eine Vollformat Kamera auf den Markt zu bringen. Also, das mFT-System ist in meinen Augen zukunftssicher. Wäre ich ein DSLR-Vollformat User würde mir allerdings das Hemd flattern!

Wirklich, mFT hat seinen Markt, aber die DSLR Systeme wurde gerade zu Grabe getragen, nur fällt das kaum auf. Nikon und Canon werden so gut wie alle Ressourcen  in den Ausbau der neuen spiegellosen Systeme investieren. Die DSLR-Optiken und Bodys, die noch in der Planung sind, werden veröffentlich und in den Verkauf gehen und das war es im Großen und Ganzen. Würde ich eine Vollformat DSLR von Canon oder Nikon besitzen wäre es für mich an der Zeit zu überlegen, was ich jetzt mache. Momentan ist der Gebrauchtmarkt für die DSLR-Objektive noch sehr stabil, für die Bodys zumindest noch stabil. Stehen erstmal genügend Optiken für die DSLM-Bodys zur Verfügung, gehen die Preise in den Sinkflug, denn niemand findet die Verwendung von Adaptern sexy. Ihr meint das ist doch übertrieben dargestellt? Werft einen Blick herüber zu Olympus, die diesen Weg doch bereits gegangen sind. Nach 10 Jahren sind die einfach FT-Objektive so gut wie nichts mehr wert und selbst die TOP-Pro-FT-Objektive, wirklich die Cremé de là Cremé die Olympus je gebaut hat, tun sich sehr schwer beim Weiterverkauf überhaupt zu akzeptablen Preisen einen Käufer zu finden, obwohl sie mit der Adapterlösung weiter betrieben werden können. Die Entwicklung bei Canon und Nikon wird ähnlich sein. Ich persönlich würde jetzt aus dem DSLR-Systemen aussteigen, das Geld nehmen und schauen was ich mache.

Möglichkeiten gibt es doch genügend! Entweder ich bleibe markentreu oder ich wechsle nicht nur von DSLR auf DSLM sondern direkt den Hersteller mit! Sony hat ein mittlerweile gutes Vollformat DSLM System auf dem Markt, Fuji ist zwar APS-C, aber Leute, wow, was die Jungs auf die Beine gestellt haben, Respekt! Oder ich bleibe bei Nikon und Canon und warte auf die neuen Objektiv (natürlich nur wenn ich mir das Warten erlauben kann, für Profis ist das keine Alternative). Das sind sehr viele Möglichkeiten, die sich den Fotografen anbieten und selbstverständlich ist ein Wechsel ins mFT Lager auch denkbar, vor allem wenn ich es leid bin die riesengroßen Objektive für Vollformat zu schleppen. Denn die bleiben auch an den DSLM´s riesengroß. Naja, oder ich verliere Lichtstärke, das neue Nikon f4/24-70 ist doch annehmbar, aber mein 2,8/12-40 Olympus ist immer noch kompakter. Trotzdem, wartet nicht zu lange mit dem Switch ins DSLM Lager, egal zu welcher Sensorgröße oder zu welchem Hersteller, die Gebrauchtpreise für das alte DSLR Equipment kennen auf Sicht nur den Weg nach unten.

Ich persönlich bleibe aus verschiedenen Gründen bei mFT und vertraue Olympus und Panasonic. Das System ist klasse und es ist bezahlbar. Sicher habe ich auch einen Blick auf den Markt aber für mich gewinnen andere Dinge in der Fotografie viel mehr an Bedeutung. Sei es ganz einfach neues Zubehör, ein Workshop  oder Events wie Zingst und Oberstdorf. Das alles wird mir immer wichtiger als das “dritte Zweitsystem”. Ich bin happy mit mFT!

Neuzugang: Klein aber Oho!

Fotografie ist nicht unbedingt ein günstiges Hobby. Kameras, Objektive, Stative und sonstiges Zubehör, die ganze Ausrüstung eines Hobbyfotografen  liegt in der Regel in der Anschaffung im 4-stelligen Bereich mit starkem Trend zum 5-stelligen Bereich hin. Das an sich wäre ein Thema für einen eigenen Blog-Artikel, aber heute, zum Wochenende möchte ich Euch mein neues “Lieblingszubehörteil” für meine Olympus PEN-F vorstellen.  Das Beste daran ist der Preis, es war spottbillig!

Die Olympus PEN-F nutze ich fast ausschließlich mit meinen 1,8er Festbrennweiten, 17mm, 25mm und 45mm, natürlich alle ausgestattet mit Streulichtblenden und den schicken original Objektivdeckeln von Olympus. Und da liegt eigentlich auch der Hase im Pfeffer. Denn während ich ohne Probleme die Olympusdeckel vom 25ziger und 45ziger abnehmen und wieder aufsetzen kann, steht bei meinem 17er die Streulichblende immer irgendwie im Weg. Es ist zu eng. Die aussen liegenden Entriegelungstasten des Oly-Deckels sind dadurch nicht richtig zu fassen und irgendwie setze ich den Deckel häufig schief an. Das Abnehmen ist an sich ok, das wieder aufsetzen des Deckels aber wirklich nervig. Wie sehr mich dieses Unannehmlichkeiten beim Auf- und Absetzen des Objektivdeckels beeinflusst haben, konnte ich an der Nutzung meiner Objektive feststellen. Obwohl ich die 17mm Brennweite absolut an der PEN-F liebe, habe ich immer häufiger das 25mm eingesetzt. Einfach aus dem Grund, weil da der Deckel einfacher anzubringen war.

Nun, irgendwann wurde es mir zuviel und ich habe mir diesen quietschblauen Deckel für das 17er bestellt, keine 4€ hat der ganze Spaß gekostet und mir die Freude am meinem 17er zurück gebracht. Der Trick liegt einfach darin, dass die Entriegelungstasten innerhalb des Deckels liegen und nicht außerhalb, so dass das Handling bei aufgesetzter Streulichtblende problemlos möglich ist. So schön der Olympus Deckel ist, so unpraktisch war er in Kombination mit der Streulichtbelnde am 17er. Da ist das “Ersatzteil” für rund 4€ eine gute Alternative und sollte ich den Deckel durch irgendeinen dummen Zufall verlieren, ist das nicht ganz so tragisch. Ersatz ist günstig und das Original liegt gut verwahrt Zuhause.

Ich weiß, dass es viele Fotografen gibt, die einfach für die Streulichtblende einen Deckel kaufen und so die Linse schützen. Da ich aber eine Streulichtblende habe, die hinten geschlitzt ist und somit offen, wäre das zwar auch eine Alternative gewesen, aber für mich irgendwie keine richtig gute. Klar, von vorne wäre es dicht gewesen, von hinten hätte der Staub aber eindringen können. Bei der original Streulichtblende kann das nicht passieren, da klappt diese Lösung. Bei meiner von JJC bleibt nur meine Neuanschaffung des Deckels.

Und so sieht die PEN-F mit der JJC Blende und dem poppig blauen Deckel aus.

Unter dem Strich bin ich wirklich sehr zufrieden. Der Deckel erfüllt zuverlässig seine Aufgabe und mein 17er erkenne ich durch die blaue Farbe mit einem Blick in der Fototasche. Übrigens gibt es diesen Deckel noch in “seriös Schwarz” und “Rettungsflieger Orange”. Aber das schönste an der ganzen Sache ist, meine PEN-F  setze ich wieder viel häufiger mit meiner Lieblingsoptik ein! Also, solltet Ihr einen neuen Objektivdeckel suchen, schaut Euch auch diesen bunten Objektivschutz an!

 

Neu: ARCA L-Bracket für die Panasonic Lumix G9

Was würden wir bloß ohne die Chinesen machen? Wahrscheinlich in den USA einkaufen, jedenfalls dann, wenn es um L-Brackets geht, die auch noch ARCA kompatibel sein sollen. Bislang war RRS (ReallyRightStuff) aus den USA der einzige, mir bekannte Anbieter eines L-Brackets für die Panansonic Lumix G9. Nun ist SmallRig als weiterer Anbieter hinzu gekommen und SmallRig produziert wo? Richtig in China. Allerdings ist das bei weitem nicht der einzige Unterschied, aber dazu später mehr. Bestellt habe ich sobald die  Pre-Order Ende August möglich war, der Preis lag bei 52$ und der Versand war inklusive. Gut 6 Wochen später traf das Paket aus China ein und ich war so richtig neugierig auf den Inhalt, der mich im Paket erwartete.

Aber an dieser Stelle ein kurzer Blick in die Vergangenheit, warum will ich überhaupt ein ARCA kompatibles L-Bracket für meine Lumix G9 haben? Als ich vor knapp 4 Jahren mit einer Olympus EM-1 Mk.I in das mFT-System eingestiegen bin, war der Body etwas zu kurz für meine Hände. Meinem kleinen Finger fehlte, gefühlt, eine Auflage. Die Lösung war die Anschaffung eines L-Brackets für die Oly und fortan war das Handling für mich perfekt. Allerdings habe ich mich auch sehr schnell an das perfekte Zusammenspiel zwischen L-Bracket und Stativ gewöhnt und will es nicht mehr missen. Dabei lege ich wirklich sehr, sehr viel Wert darauf, das das L-Bracket auch tatsächlich an den Kamerabody angepaßt ist und nicht eine einfache doppelte Schiene montiert wird. Das war für meine EM-1 der Fall, meine PEN-F hat ebenfalls eine an den Body passende ARCA Kupplung nur für die Lumix G9 gab es noch keinen passenden L-Winkel, ausser den von RRS. Der RRS L-Winkel war dann zum einen richtig teuer (200$ muss man schon investieren) und zum anderen passt er sich nicht richtig an den Body der Lumix G9 an. Da fehlt am Griff ein ganzes Stück. Sorry, für 200$ erwarte ich da dann doch mehr. Und wer hat es geliefert? Die Chinesen!

Spaß beiseite, der Inhalt meines Chinapakets kann sich wirklich sehen lassen, SmallRig hat hier sehr gute Arbeit geliefert. Das L-Bracket (oder auch der L-Winkel) umfasst die gesamte Unterseite des Lumix G9 Bodys und paßt perfekt. Es wackelt nichts, es gibt kein Spiel zwischen Kamera und L-Bracket und sowohl die Verarbeitung des Metalls, als auch die Lackierung ist absolut hochwertig. Die Funktionalität wurde dabei ebensowenig vergessen, wie pfiffige Ideen. Kurz gesagt SmallRig hat mich positiv Überrascht. Das L-Bracket für die Lumix G9 ist tatsächlich  jeden Cent wert, den ich bezahlt habe.

Nun, was ist so toll an einer einfachen Metallschiene, selbst wenn diese ARCA kompatibel ist? Ganz einfach, SmallRig hat sich Gedanken gemacht. Der Wechsel des Akkus ist trotz angebrachten L-Brackets problemlos und ohne “gefummel” an der Lumix G9 möglich. Der Hochkantwinkel ist ausziehbar und bietet damit Platz, falls die seitlichen Anschlüsse der Lumix G9 genutzt werden müssen. Die Schrauben sind groß genug, sitzen fest genug und sind mit wenigen Umdrehungen angezogen. Dazu kommt ein passendes Werkzeug zum “schrauben”, dass per Magnet in einer extra dafür vorgesehenen Aussparung des L.Brackets aufbewahrt werden kann. Eine tolle Idee und die Magnete sind stark genug, dass ich keine Befürchtungen habe das Werkzeug zu verlieren. Aber das wichtigste  bei einem ARCA kompatiblen L-Winkel ist natürlich, dass er tatsächlich paßt und die Klemmung richtig arbeitet. Der SmallRig L-Winkel für die Lumix G9 tut das und passt sowohl auf meinen Benro Kugelkopf, meinen Sirui Kopf und auch auf meinen Gitzo Kugelkopf. Allerdings muss ich den L-Winkel da genau ansetzen, damit der Sicherungsstift auch in die Platte greifen kann. Die Klemmung funktioniert bei all diesen ARCA Platten problemlos und sitzt bombenfest.

Aber es gibt auch Nachteile und die will ich gerade der mFT-Gemeinde  nicht verschweigen. Die Lumix G9 mit dem L-Bracket wird groß! Sicher, die G9 war nie klein, aber mit dem L-Bracket gewinnt sie nochmal ein gutes Stück dazu. Zusätzlich addiert Ihr rund 170gr. zur G9 hinzu. Qualität wiegt, Vollmetall halt. Persönlich stört es mich nicht, allerdings werde ich den L-Winkel bewusster einsetzen, als an meiner Olympus EM-1 Mk.I. Da habe ich ihn kaum bemerkt, an der Lumix spüre ich ihn. Dazu kommt, wie bei den meisten L-Brackets, dass das Hochformatelement den Schwenkbereich des Displays konstruktionsbedingt etwas einschränkt. Da ich meistens die Schiene für das Hochformat abschraube ist es für mich fast egal, aber für den ein oder anderen Leser mag das ein wichtiger Punkt sein.

Trotzdem, SmallRig hat einen prima L-Winkel für die Lumix G9 konstruiert! Der Preis und die Leistung sind absolut stimmig, die Funktion tadellos und das Finish ist allererste Sahne. Er paßt genau auf den Body, bzw. unter den Body, nichts steht über oder stört und der Schwenkmonitor läßt sich ebenfalls noch einigermaßen gut nutzen. Also, solltest Du auf der Suche nach einem passenden L-Bracket für die Lumix G9 sein, hier ist es!

Wie immer gilt, selbst bestellt und bezahlt und nicht gesponsert. Daher ist das meine ehrliche, persönliche Meinung. Sollte ich allerdings je gesponsert werden, werde ich das auch nicht anders handhaben 😉 !

Rückblick: Photokina 2018

Vor einer Woche hat die letzte “Herbst-Photokina” Ihre Tore geschlossen und als ich die Messe verlassen habe, war ich ein wenig wehmütig. Seit ich denken kann gab es alle zwei Jahre einen fixen Termin im Herbst in Sachen Fotografie. Zu analogen Zeiten noch mit gigantischen Messeständen der Filmhersteller und zu digitalen Zeiten wurden die Kamerahersteller mit Ihren Schlag auf Schlag folgenden Neuheiten belagert. Auf der Photokina 2018 war mit Huawei erstmals ein Handyhersteller mit einem eigenen, sehenswerten Messestand vertreten. Die Branche wandelt sich immer schneller und die Messe muss mitziehen. Die Frequenz steigt auf eine jährliche Messeveranstaltung, der Termin wird in das Frühjahr verlegt. Ich werde im Mai wieder dabei sein und ich bin gespannt, wie der neue Termin ankommt, denn im Mai/Juni explodiert die Fotoszene quasi nach dem Winterschlaf!

Und was war sonst so los auf der Photokina? Wahrscheinlich Vollformat und das natürlich spiegellos! Bei Canon mussten die Neugierigen Besucher für einen Blick auf die EOS R anstehen, bei Nikon knubbelte es sich um die Nikon Z und bei Panasonic konnten die Prototypen hinter Glas bewundert werden. Klar, dass ich das auch mitgemacht habe und ich gebe gerne ein Kompliment an Nikon weiter, der Sucher der Z Reihe ist Weltklasse! Und sonst finde ich die ganzen “Vollformater” echt groß. Aber dazu gibt es demnächst einen eigenen Blogartikel. Das Interesse des Publikums war für alle Vollformat DSLM´s jedenfalls riesig! Und alle Fans des schwingenden Spiegels mögen mir verzeihen, aber ich bin relativ sicher, dass die DSLR innerhalb der nächsten 2 Jahre erledigt ist. Da wird nicht mehr viel Neues kommen, sowohl in Sachen Bodys, als auch in Sachen Objektive. Das was jetzt noch in der Entwicklungs-Pipeline ist, wird noch veröffentlich und dann gilt den DSLM Systemen die volle Konzentration der Hersteller.

Und mFT, was wird jetzt daraus? Panasonic bringt ein sehr interessantes Weitwinkelzoom heraus, Olympus wird zum 100jährigen Jubiläum im Jahr 2019 klotzen und beide Hersteller haben eindeutig erklärt, dass sie mFT weiterführen werden. Allerdings wird der Preisdruck aus dem Vollformatlager (und der wird kommen!) wahrscheinlich auch Auswirkungen auf die mFT Preise haben, was im Sinne der Kunden wäre. Das mFT-System lebt weiter und ist breiter aufgestellt als je zuvor.

Mir persönlich hat der Wandel der Photokina hin zum Besucher sehr gut gefallen. Es gab Unmengen von Workshops, Vorträgen, Podiumsveranstaltungen. Der Besucher wurde wirklich mit hineingezogen und konnte nicht nur Ausstellungsstücke “begrabbeln”, sondern hatte die Möglichkeit die Dinge auch in der tatsächlichen Anwendung zu sehen. Es macht Spaß und motivierte mich sehr zuzuschauen und von den Pro´s zu lernen. Persönlich glaube ich, dass hier die Zukunft für Hersteller und auch für die Messe liegt, denn die Technik wird immer besser und ausgefeilter, dabei sind die großen Unterschiede zwischen den Herstellern nicht mehr zu erkennen. Ob ich mit Fuji, Nikon, Sony, einer Lumix oder Olympus oder doch mit einer Canon das Bild gemacht habe wird zunehmen zweitrangig. Mich interessiert das Endergebnis und der Weg wie ich dorthin komme. Und dann stellt sich unweigerlich die Frage, unterstützt mich “MEIN” Kamerahersteller dabei? Mit Workshops, einem auf Wunsch weitergehenden Service (auch für engagierte Amateure), mit Vorträgen, die auch gerne mal bei Fachhändlern stattfinden dürfen und natürlich mit einer Präsenz auf  Veranstaltungen und Festivals, auf denen man gerne einmal die “Neuheiten” ausleihen/ausprobieren kann. Olympus setzt das zum Beispiel vorbildlich, online und offline, um und hält mich dadurch im System.  Ich bin gespannt wie sich die Hersteller positionieren werden!

Neben den Kameras und Objektiven gab es selbstverständlich Zubehör in rauen Massen zu bestaunen. Wobei ich persönlich den Eindruck hatte, dass gefühlt jeder zweite Messestand Stative dabei hatte. Wohin ich auch blickte, Stative! Von denTop Modellen von Gitzo und Rollei bis hin zu chinesischer Importware war alles vertreten. Der zweite Trend, der überall zu sehen war, war Licht. Egal ob LED`S oder Studioblitze mit Lichtformern, Licht war in der kleinsten Ecke. Rollei möchte ich dabei einmal herausheben, denn hier wurde neben den Produkten auch mit Vorführungen gezeigt, wie man mit Studioblitzen arbeitet. Das weckt die Lust, es selber einmal zu versuchen und dürfte dem Verkauf der Produkte ankurbeln. Das schöne auf der Photokina ist, dass man die Chance hat auch mit den Leuten zu sprechen, an die man sonst kaum herankommt. Sei es zum Thema Druck, Software, Papier, oder anderes Zubehör, überall finden sich freundliche und kompetente Mitarbeiter, die Fragen beantworten und für Anregungen ein offenes Ohr haben!

Aber es gibt auch die stillen Momente im Messetrubel, nämlich dann, wenn es gilt Bilder zu betrachten und staunend davor zu stehen. Egal ob es die tollen Fotoschauen von Fuji, von Epson oder Hahnemühle waren, was wäre eine Photokina ohne Bilder? Was wäre die Fotografie ohne Fotos auf Papier? Beliebig! Danke an all jene Aussteller, die nicht nur Produkte sondern auch Fotoschauen auf Ihre Messestände gebracht haben! Hier wird die Tradition aufrecht erhalten neben all der Technik auch Bilder zu zeigen. Und darum geht es doch allen begeisterten Amateuren, Bilder machen und zeigen!

photographie & mehr

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